Den Absatz verachtfachen. Und das in den nächsten drei Jahren! Dieses ambitionierte Ziel hat sich Maserati gesetzt. Wie der italienische Automobilhersteller dies umsetzen will und welche wichtige Rolle dabei Wiesbaden spielt, erklärte uns Europa-Geschäftsführer Giulio Pastore.

Giulio Pastore mit dem Gran Cabrio bei Maserati in Wiesbaden
Giulio Pastore mit dem Gran Cabrio bei Maserati in Wiesbaden (© Top Magazin Frankfurt)

Eine stabile Ökonomie im krisengebeutelten Europa sowie Sinn für Design, Innovationen und nicht zuletzt für Qualität – diese Faktoren, so Giulio Pastore, machen Deutschland zum wichtigsten europäischen Absatzmarkt für einen Premiumhersteller wie Maserati. „Deutsche Käufer wissen ein Premiumprodukt wie das unsere zu schätzen. Nicht allein als Statussymbol, sondern auch aufgrund seines Charakters und seiner Historie. Ein Maserati vereint modernste Technologie und traditionelles Handwerk meisterhaft.“

Klassiker der Zukunft

Ein weiterer Faktor, der die Herzen für den Dreizack höher schlagen lässt, ist die Exklusivität. Immerhin kann man bei Maserati mit der auf gerade mal drei Baureihen limitierten Modell-Palette durchaus von einer Nischenmarke sprechen. Wie also den Absatz in solch hohem Maße erhöhen? „Der Name Maserati wird immer für ein exklusives Fahrvergnügen stehen“, sagt Giulio Pastore. „Dennoch möchten wir der Nachfrage unserer Kunden natürlich gerecht werden. Wir hatten in 2011 ein weltweites Absatz-Plus von 8,5 Prozent. Und wir haben erkannt, dass es an der Zeit ist, auch in andere Segmente vorzustoßen.“ So präsentierte Maserati auf der letzten IAA in Frankfurt die Crossover-Studie „Kubang“, ein SUV, der bei Presse und Publikum weltweit Begeisterung auslöste und bereits zwei Jahre vor seiner Markteinführung in 2014 als ernstzunehmende Konkurrenz für andere Premium-Modelle in diesem Segment gehandelt wird. „Auch als Traditionsmarke gilt es, die Zeichen der Zeit zu erkennen“, erklärt Giulio Pastore und betont, dass das neue Modell nicht bloß technisch neue Maßstäbe setzen werde (immerhin erhält es komplett neu entwickelte Motoren sowie mit der Achtgang-Automatik ZF das derzeit beste Getriebe auf dem Markt), sondern auch im Design ein echter Maserati sein wird. „Unsere hauseigene Styling- Abteilung um Chefdesigner Lorenzo Ramaciotti steht für eine Kontinuität, die zeitlose Eleganz mit sportiver Modernität perfekt vereint. Das beste Beispiel dafür ist der Quattroporte, ein Modell, das jetzt immerhin neun Jahre auf dem Markt ist und nach wie vor für einen Wow-Effekt sorgt, wenn man mit ihm vorfährt. Maserati schafft Klassiker der Zukunft.“

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Ein weiterer dieser Klassiker der Zukunft soll eine Limousine auf dem Top-Level des E-Segments sein, die Mitte nächsten Jahres präsentiert werden soll. Wie der neue SUV wird auch dieses sportliche, unter dem Quattroporte angesiedelte Modell mit den neuen Sechszylindern (Benziner sowie erstmals auch Diesel!) ausgestattet sein und, wie Giulio Pastore verrät, „eine echte Sensation wer werden. Mit emotionalem Design, technischer Perfektion und, nicht zu vergessen, dem unverwechselbaren Maserati Sound. Dieser gilt nämlich nicht umsonst als ‚the most sexy in the world‘.“

Die Modena-Wiesbaden-Connection

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das angestrebte Wachstum von Maserati auf drei Säulen basiert: der Einführung von drei neuen Modellen (denn auch der neue Quattroporte wird 2013 auf der Detroit Motor Show präsentiert), der Präsenz in zwei neuen Marktsegmenten und last but not least dem Ausbau des globalen Händlernetzwerks. Dabei, so Giulio Pastore, wird der Sitz von Maserati Deutschland in Wiesbaden eine zentrale Rolle auf dem europäischen Markt spielen. „Wir hätten auch Standorte wie London oder Paris wählen können, doch wir haben uns bewusst für Wiesbaden und das Rhein-Main-Gebiet entschieden. Die Lage und Verkehrsanbindung sind ideal.“

Die perfekte Verbindung

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Zudem ist für Giulio Pastore das Arbeiten in Deutschland nichts Neues: Der charismatische Italiener war vor seiner Karriere bei Maserati bei einem deutschen Sportartikel-Hersteller beschäftigt und lernte Markt und Menschen kennen und schätzen. „Ich möchte keine Klischees bedienen, doch es gibt in der Tat Tugenden, die das Business vorantreiben. Nicht umsonst finden wir speziell in dieser Region einen prosperierenden Markt.“ Einer der wichtigsten Faktoren für den studierten Ingenieur ist die Kommunikation. „Ich bin zwei Tage die Woche in Wiesbaden. Von hier aus besuche ich unsere Partner. Der direkte Kontakt mit dem Team ist immer noch das Beste, um auf dem Laufenden zu bleiben und neue Strategien zu entwickeln.“ Und nebenher, so gibt er abschließend zu, genießt er auch das deutsche Essen sowie die landschaftlichen Reize. „Ich bin immer wieder begeistert, dass eine pulsierende Metropolregion wie das Rhein-Main-Gebiet umgeben ist von solch intakter Natur. Da machen die Fahrten im Gran Cabrio doppelt so viel Freude.“

www.maserati.de

(nr)