Scheidungen, Eheverträge, Erbschaften – das Familienrecht ist ein weites und komplexes Feld, das häufig auch mit steuer- und gesellschaftsrechtlichen Fragen verknüpft ist. Ganz gleich, ob zur Absicherung oder im Streitfall – ein kompetenter Anwalt ist in den meisten Fällen nicht bloß vermögens-, sondern auch existenzentscheidend. Was eine gute Beratung und Vertretung ausmacht, erklärte uns Susanne von Eichel, deren Kanzlei im Frankfurter Westend einen besonderen Schwerpunkt auf die Vertretung in multinationalen Ehesachen legt.

Susanne von Eichel
Susanne von Eichel (© Top Magazin Frankfurt)

Macht es tatsächlich einen Unterschied, wo man geschieden wird? „Allerdings“, sagt Rechtsanwältin Susanne von Eichel und gibt uns ein Beispiel, in dem es um einen Fall geht, der den meisten von uns noch in Erinnerung sein sollte: die Scheidung des Versandhaus- Erben Alexander Otto im Jahr 2004. „Ich vertrat damals seine Ehefrau und konnte durchsetzen, dass das Hamburger Familiengericht seinen Scheidungsantrag abwies. Sein Ziel war natürlich, die Scheidung von seiner amerikanischen Frau vor einem deutschen Gericht verhandeln zu lassen. Da ich Frau Otto aber zuvor geraten hatte, die Scheidung beim Familiengericht in Miami einzureichen, wurde sein Antrag für unzulässig erklärt. Das dortige Verfahren war früher rechtsanhängig gewesen und meine Mandantin konnte somit den Vorteil nutzen, dass in den USA um ein Vielfaches höhere Unterhaltsansprüche geltend gemacht werden können als hier.“

Takt und Taktik

Insbesondere Scheidungen mit kompliziertem Zugewinnausgleich wie im genannten Beispiel sowie Fragen der Vermögens- und Unternehmensnachfolge zählen zur Kernkompetenz der renommierten Frankfurter Kanzlei, die mit dem Steuerfachanwalt Peter Brandenburg und der Fachanwältin für Familienrecht, Erbrecht und Steuerrecht Susanne von Eichel jahrelange Erfahrung, Kompetenz und das nötige Know-how auch in wirtschaftlichen Fragen vereint. Dass sie gleich drei Fachanwaltstitel trägt, macht die Frankfurter Anwältin übrigens zu einem Unikum in Deutschland. „Da diese Fachbereiche ineinandergreifen, ist das natürlich ein Vorteil, dennoch macht diese Tatsache allein nicht unseren Erfolg aus“, betont sie. „Die Kenntnis der Gesetzeslage ist anwaltliches Handwerk. Was wir unseren Mandanten darüber hinaus bieten, ist die nötige Mischung aus taktischem Kalkül und Einfühlungsvermögen sowie natürlich Diskretion. Immerhin spielen Emotionen gerade im Familienrecht eine Rolle. Ich kann einer Mandantin, die nach dreißig Jahren Ehe vor der Scheidung steht und nicht weiß, wie es weitergehen soll, nicht allein mit der Darlegung ihrer Rechte zur Seite stehen. Ebenso wenig darf ich zulassen, dass sie sich in Selbstmitleid und Zweifeln verliert. Meine Aufgabe ist es, ein starker Partner zu sein: der versteht, aber auch führt, der die Sachlage sensibel, aber auch sachlich darlegt, der unterstützt und kämpft. Ich möchte nicht bloß das Beste für meinen Mandanten rausholen, mein Ziel ist es auch, dass er Teil des Ganzen ist und an der Sache wächst.“

Die richtigen Schachzüge

Susanne von Eichel vergleicht das Familienrecht gerne mit Schach: „Bereits der erste Zug ist entscheidend für den weiteren Verlauf des Spiels.“ Dass das Leben jedoch kein Spiel ist, merken viele Menschen erst, wenn es zu spät ist. „Das beste Beispiel sind Eheverträge: Noch immer werden sie häufig als unromantisch erachtet. Oder werdenabgetan als etwas, das nur Prominenten und Superreichen etwas nützt. Noch fataler ist die Sachlage bei Testamentsregelungen: Nur etwa ein Prozent der Ehepaare in Deutschland hat ein Testament, das den Partner im Fall des Falles absichert.“ Gerade in Zeiten, in denen zunehmend internationale Ehen geschlossen werden und es mehr und mehr sogenannte Patchwork-Familien gibt, so die erfahrene Anwältin, sei die juristische Absicherung in Sachen Zugewinn, Unterhalt und Nachlass fundamental. Letzteres natürlich auch und vor allem, wenn es um die Vermögens- oder Unternehmensnachfolge geht. „Solche Fälle bergen ein enormes Konfliktpotential. Der Tod des Erblassers hat schon viele Familien entzweit. Durch eine vorausschauende Regelung der eigenen Erbangelegenheiten, der Vermögens- und Unternehmensnachfolge, durch Testamente und Erbverträge kann Streit in der Familie vermieden werden. Doch auch im Streitfall helfen wir, die Interessen unserer Mandanten und das Wohl der Familie in der außergerichtlichen Auseinandersetzung oder vor Gericht zu bewahren.“ Und das Fazit? „Im Grunde lässt sich diese Frage ganz einfach beantworten“, so Susanne von Eichel. „Familie ist in erster Linie etwas Schönes, das es zu bewahren gilt. Und das kann man eben nur, wenn man für alle Eventualitäten gerüstet ist.“

www.voneichel.de

(nr)