Interview mit UBS-Niederlassungsleiterin Sükriya Aclan
Interview mit UBS-Niederlassungsleiterin Sükriya Aclan

Hochgewachsen und fest im Stadtbild verankert – eingerahmt von Alter Oper und Rothschildpark, mutet der Opernturm trotz 170 Metern Höhe zurückhaltend an. An seiner Spitze prangt das Logo der UBS und strahlt bis weit über die Stadtgrenzen hinaus. Was aber verbirgt sich hinter den weißen Mauern, und was beschäftigt die Kunden der Schweizer Traditionsbank? Sükriya Aclan, Leiterin der UBS-Niederlassung Frankfurt, gewährt Top Magazin einen exklusiven Einblick.

Seit 2010 ist der Opernturm mit dem UBS Logo nicht mehr von der Frankfurter Skyline wegzudenken. Wie aber ist UBS vor Ort aufgestellt?

Sitz der UBS an der Bockenheimer Landstraße
Sitz der UBS an der Bockenheimer Landstraße

Bei uns an der Bockenheimer Landstraße sind alle Kernbereiche der Bank vertreten: Unser führendes Wealth Management Geschäft, unsere Investment Bank und das UBS Asset Management. Außerdem ist unser Frankfurter Standort Headquarter der UBS Europe SE, in der mehrere europäische Einheiten gebündelt sind.

Insgesamt sind in Frankfurt rund 700 Mitarbeiter für UBS tätig, an den Standorten Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin und Stuttgart sind es nochmal rund 200. Ich selbst führe das Frankfurter Team der Vermögensverwaltung mit rund 20 Kundenberatern und zusätzlichen Experten. Von hier aus wird jeder Kunde in unserer Region von seinem persönlichen Berater betreut und profitiert von maßgeschneiderten Angeboten und Empfehlungen.

Stichwort Regional: Kürzlich hat UBS zu Modenschau und Panel-Talk mit dem Schweizer Modehaus Akris in den Opernturm geladen, auch wir waren dabei. Welchem Zweck dienen solche Veranstaltungsformate?
Die Veranstaltung war Teil unseres Frauennetzwerkes UBS #suXXess. Im Rahmen dieses Programms schaffen wir für unsere Kundinnen und andere spannende Frauen regelmäßig neue Plattformen mit Austauschpotential: Unter dem Motto ‚Investing in Confidence‘ haben wir zuletzt mit Akris einen Abend ganz im Zeichen von erfolgreichen Persönlichkeiten mit Interesse an Mode ausgerichtet – Frauen mit Stimme und dem Willen, auch finanziell Verantwortung zu übernehmen! Eine Herzensangelegenheit in jeglicher Hinsicht, gerade weil Frauen in finanziellen Belangen oftmals ihren Männern den Vortritt lassen und beim Thema Geldanlage eher zurückhaltend auftreten.

Dieser Aussage schließe ich mich an …
Gleichberechtigung wird bei uns groß geschrieben, auch in Bezug auf interne Karrierechancen. Bei UBS ist es glücklicherweise selbstverständlich, dass ich ein durchmischtes Team an talentierten Frauen und Männern leite und fördere. Ich kann mich jedoch auch an Stationen im Berufsleben erinnern, bei denen Gleichberechtigung marginal oder überhaupt nicht vorgelebt wurde.

Worauf achten Sie bei der Auswahl Ihrer Team-Mitglieder?

Sükriya Aclan, UBS Frankfurt
Sükriya Aclan, UBS Frankfurt

Höchstes fachliches Know-how und umfassende Expertise sind unerlässlich. Als Traditionsbank trägt schließlich jeder Mitarbeiter bei UBS große Verantwortung, das Vermögen unserer Kunden zu schützen und zu mehren. Gleichzeitig achten wir stark darauf, dass bei unseren Beratern serviceorientiertes Auftreten, Integrität und Kommunikationsstärke vorliegen. Denn auch wenn die Digitalisierung im Bankenbereich immer stärker voranschreitet, sind wir der Überzeugung, dass der Faktor Mensch und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kunde und Berater gerade in der Vermögensverwaltung immer unerlässlich bleiben wird. Einem Roboter will schließlich keiner sein Vermögen anvertrauen.

Was unterscheidet UBS von seinen Wettbewerbern?
Unsere weltweit verwalteten Vermögen belaufen sich auf 3,4 Billionen US-Dollar, darauf sind wir zweifelsohne stolz. Einer unserer Vorteile ist dabei die globale Kompetenz unserer Bank: UBS hat mehr als 65.000 Mitarbeiter in über 50 Ländern, davon weltweit rund 900 Analysten in nahezu allen Märkten. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass wir überall dort, wo unsere Kunden sind, auch Berater mit hoher regionaler Expertise haben. So verbinden wir globale und regionale Kompetenz, was uns beispielsweise oftmals einen Informationsvorsprung in der Beratung unserer Kunden gibt. Apropos global: Wer in unserer Opernturm-Kantine vorbeischaut, wird staunen, wie viele Sprachen bei UBS gesprochen werden, das gehört zu unserem Alltag. Ich spreche zum Beispiel fünf Sprachen fließend und viele meiner Kollegen verfügen ebenfalls über internationale Profile.

„Für unsere Kunden fungieren wir nicht nur als verlässlicher Vermögensverwalter, sondern auch als langfristiger Ratgeber. – Sükriya Aclan

Derzeit prägen viele geopolitische Unsicherheiten die Nachrichten und sorgen auch bei Anlegern für Ungewissheit: Wie reagieren Sie als Großbank auf solche Entwicklungen?
Mein Team und ich stehen im ständigen Austausch mit unseren UBS-Analysten und verschaffen uns jeden Tag aufs Neue einen Überblick über aktuelle Geschehnisse. Für unsere Kunden fungieren wir dann nicht nur als verlässlicher Vermögensverwalter, sondern auch als langfristiger Ratgeber. Dazu gehört auch, wie man sein Portfolio gegen die aktuellen Schwankungen am Markt langfristig absichern kann oder die Beratung zu den Trends der Zukunft.

Welche Geldanlage-Trends sind denn aktuell besonders nachgefragt?
Aktuell stellen sich natürlich viele Kunden die Frage, wie sie mit ihrem Vermögen unsere Welt ein Stück weit verbessern können, ohne dabei Abstriche bei ihren finanziellen Chancen machen zu müssen. Wir bieten viele Möglichkeiten, das eigene Portfolio seinen Werten anzupassen und einen wertvollen Beitrag zur Lösung aktueller Probleme wie etwa dem Klimawandel zu leisten. Gerade beim eigenen Portfolio gilt es stets abzuwägen, welche Anlageideen zukünftig zu stärken sind.

Im Bereich der längerfristigen Anlagen richten wir den Blick dabei auf drei Megatrends, die unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten beschäftigen werden: Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Alterung. Anleger, die bereit sind, über mehrere Konjunkturzyklen in verwandte Zukunftsbereiche wie Smart Mobility oder Onkologie zu investieren, fördern damit nicht nur wichtige Innovationen für unsere Gesellschaft, sondern können auch mögliche Kursverzerrungen am typischerweise kurzfristig orientierten Aktienmarkt nutzen.

Das ist spannend zu hören! Apropos: Gibt es irgendeinen Fauxpas, den man beim Anlegen besser nicht begehen sollte?
Grundsätzlich empfehlen wir, Anlagen nach Regionen und Anlageklassen zu diversifizieren. Sprich: Nicht alles auf eine Karte zu setzen und damit Risiken zu minimieren. Ein weiterer Punkt, der beim Anlegen eine essentielle Rolle spielt und oft missinterpretiert wird: Cash. Angesichts der anhaltend hohen Volatilität reagieren viele Anleger aktuell abwartend und halten weiter hohe Cash-Bestände. Langfristig kann diese Taktik jedoch real das Vermögen verringern. Wir empfehlen daher, auch in volatilen Zeiten investiert zu bleiben. Wie genau, dafür finden wir gemeinsam mit unseren Kunden dann die passenden Produkte.

Wir wird man eigentlich Kunde bei UBS?
Unsere Produkte und Dienstleistungen sind im Regelfall auf vermögende Anleger ab einem Einlagevolumen von zwei Millionen ausgerichtet. Wer uns kennenlernen möchte, kann einfach einen Termin vereinbaren und sich unverbindlich beraten lassen.

Die UBS-Skylobby in der 38. Etage
Die UBS-Skylobby in der 38. Etage

Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihren Lieblingsplatz im Opernturm?
Da muss ich nicht lange überlegen: Die UBS-Skylobby in der 38.Etage. Dort oben sind unsere Kundenräume und wenn ich zwischen zwei Meetings Zeit finde, genieße ich die Sicht über Frankfurt. Der Ausblick ist magisch, mit Worten kaum zu beschreiben. Und von dort lässt sich immer klar erkennen, welches Wetter kommt. Egal ob Sturm, Nebel oder Sonnenschein – ich behalte gerne den Überblick!

 


Dieses Interview erschien zuerst in unserer Print-Ausgabe. Sie wollen schneller informiert sein? Hier können Sie ein Abonnement abschließen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here