Slow Down in Frankfurt - Gute Bücher, neue Filme und spannende Podcasts
Slow Down in Frankfurt - Gute Bücher, neue Filme und spannende Podcasts

Frühjahrsputz erledigt, Sport getrieben, Kuchen gebacken – und was jetzt? Bei so viel Corona-freier Zeit kommt schnell mal Langeweile auf und die Decke fällt einem auf den Kopf. Man kann es aber auch positiv sehen: Es bedeutet auch Zeit für viele schöne und gemütliche Dinge. Wie lesen, Filme schauen oder mal wieder in eine neue CD hören. Das sind unsere Empfehlungen.

Der Weg zum Glück

Schon beim Durchblättern fühlt man erste Glücksmomente. Man möchte sofort losgehen zu den 80 Orten, die Sonja Morawietz und Hartmut Heinemann in Frankfurt aufgespürt haben. „Glücksorte in Frankfurt“, ein Stadtführer der ganz besonderen Art.

Außergewöhnliche Orte, romantische Oasen im Verborgenen, einzigartige Entdeckungen im kreativen Brückenviertel und schwindelerregende Aussichten – die größte Stadt Hessens sprüht vor Glück. Wer hätte gedacht, dass Frankfurt so viele lauschige Plätze zu bieten hat? Ein wunderbares Buch für Frankfurt-Liebhaber und alle, die es noch werden wollen.

Kochen als Revolte

Man nehme einen der schärfsten Kritiker der Agrar- und Lebensmittelindustrie, gebe ihm Papier und Stift und herauskommt: die Fortsetzung eines Bestsellers. Mit „Ab in die Küche!“ knüpft der renommierte Sternekoch Franz Keller an den Erfolg seines Buches „Vom Einfachsten das Beste“ an. Nach Gesprächen mit Lesern, Erzeugern und Medizinern stellt er fest: Die Bevölkerung ist bereit für eine Lebensmittelwende.

Nun ruft er seine Mitbürger an den Herd: Mit Messer, Schäler und Pürierstab. Die Rezeptur, wie man mit guten Rohstoffen und einfachen Mitteln gesund und lecker kocht, stellt Keller persönlich. Gewürzt mit Geschichten und Anekdoten aus seiner Zeit als Sternekoch.

Virtuos hoch drei

Heiter und idyllisch, dann jazzig, und schließlich scharfe pointierte Rythmen – so unterschiedlich sie auch klingen, haben Carl Nielsen, Jaques Ibert und Malcolm Arnold eines gemeinsam: Alle sind Komponisten hochvirtuoser Flötenkonzerte und werden auf der CD Nielsen, Ibert & Arnold: Flute Concertos von der Solo-Künstlerin Clara Andrada und dem hr- Sinfonieorchester präsentiert. Unter der Leitung des spanischen Dirigenten Jamie Martín.

Die im spanischen Salamanca geborene Solistin wurde unmittelbar nach ihrer Ausbildung Teil des Hessischen Rundfunks und seines erfolgreichen Ensembles. Bei der Aufnahme des Werkes Arnolds wechselt Andrada ihre Rolle und schwingt selbst den Taktstock.

Nur noch kurz die Welt retten

Als Superheldin im Biobaumwoll-Kostüm die Welt retten? Reicht heute nicht mehr, sagen Susanne Fröhlich und Constanze Klein. Seit vielen Jahren sind die beiden Schriftstellerinnen und Journalistinnen ein Beststeller-Duo.

In ihrem Buch Weltretten für Anfänger begeben sie sich auf die Suche nach ihrem nachhaltigeren Ich, stellen ihr Leben komplett auf den Kopf – und erleben ein grünes Wunder: Mülltrennung wird zum Selbsterfahrungstrip, ein Steakverbot stellt die Ehe auf die Probe. Mit viel Humor führen uns die beiden vor, wie aus etwas Kleinem was Großes entsteht.

Vom Sinn des Lebens

Michael Curse Kurth - Meditation, Coaching & Life
Michael Curse Kurth – Meditation, Coaching & Life

Er bricht die Klischees: Deutschrapper Curse steckte vor vielen Jahren in einer Lebenskrise. Der erfolgreiche Musiker ist unglücklich und entscheidet sich für einen radikalen Cut. Er beschäftigt sich mit Meditation, Coaching und Yoga, versucht im Außen alles zu verändern. Und findet einen Sinn in neuen Lebensentwürfen.

In seinem Podcast „Meditation, Coaching & Life“ spricht der Rapper, Buddhist und ausgebildete Systemische Coach über Dinge, die ihn bewegen und sein Leben bereichern. Er schafft einen Achtsamkeitsratgeber, der Inspiration bringt.

http://curse.de/podcasts/

Auf den Hund gekommen

Sigrid Nunez schreibt mit „Der Freund“ die Geschichte einer Frau und einer riesigen Dogge. Ein Roman über Freundschaft, Trauer und den gemeinsamen Weg zurück ins Leben.

Nach dem Suizid ihres besten Freundes bekommt die Ich-Erzählerin den Hund des Verstorbenen vermacht: Apollo ist 18 Kilo schwer, ihr Apartment viel zu klein und Hunde im Mietshaus eigentlich nicht erlaubt. Und trotzdem nimmt sie ihn auf. Der New York Times-Bestseller und Gewinner des National Book Award erzählt die tröstliche Verbindung zwischen Mensch und Hund mit Leichtigkeit, Witz und Ernsthaftigkeit.

Der Freund: Roman
50 Bewertungen

Miles Davis exklusiv

Er war der Inbegriff von „cool“: Komponist und Trompeter Miles Davis galt als einer der wichtigsten und einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts. Regisseur Stanley Nelson bekam Zugriff auf das Erbe der Jazz-Ikone und zeigt in seinem Doku-Film Miles Davis: Birth of the Cool exklusive Einblicke in das Leben des legendären Künstlers.

Nie gezeigte Studioaufnahmen, seltene Fotos und neue Interviews bringen dem Zuschauer den Klang, Ruhm und die Persönlichkeit des Multitalents näher. Für seinen Film sprach Nelson auch mit legendären musikalischen Weggefährten von Miles, wie Quincy Jones, Carlos Santana, Clive Davis oder Ron Carter.

Netflix: https://www.netflix.com/title/80227122

Der Mann der neun hohen Cs

Wer hätte gedacht, dass selbst die größten Opernstars noch Lampenfieber haben. Nach seiner Doku The Beatles: „Eight days a weak – the touring years“ schafft Regisseur Ron Howard mit „Pavarotti” das nächste außergewöhnliche Portrait einer Musik-Ikone. Immer im Vordergrund: Die unbändige Lebenslust des Entertainers, sein Optimismus, sein Vertrauen in die Menschheit, mit der er die Bühnen dieser Welt eroberte.

Die privaten, bislang nie veröffentlichten Aufnahmen zeigen aber auch einen Mann mit persönlichen Konflikten, Ängsten, Selbstzweifel. So privat hat man Luciano Pavarotti, „The People’s Tenor”, selten gesehen.

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Pavarotti
36 Bewertungen

Quichotte modern

Schriftsteller Salman Rushdie treibt mit seinem Protagonisten in seinem Werk Quichotte wirre Spiele: Was dem „Ur-Quichotte“ die Liebesromane waren, sind der Romanfigur Ismael Smiles die geistlosen TV-Shows, über die er letztlich den Bezug zur Realität verliert.

Er ist vom Fernsehen besessen, geht auf Amerika-Reise. Auf die Suche nach einer indisch-amerikanischen Talk-Queen, die er erobern will. Mit dabei: Sein Sohn Sancho, den er sich immer gewünscht hat, aber niemals bekam. Rushdie versetzt die Abenteuer des klassischen tragischen Helden Quichotte in das moderne Zeitalter, in dem alles verrückt und alles möglich scheint. Einfach zurücklehnen und den Taumel genießen.

Das Buch der Hoffnung

Es ist die Geschichte einer Frau, die ihre Stimme erhebt. Für alle Opfer sexueller Gewalt. In „Ich habe einen Namen“ geht die Autorin Chanel Miller unter dem Pseudonym Emily Doe vor Gericht, um vor aller Öffentlichkeit einen Brief an ihren Peiniger vorzulesen. An den Mann, der sie nach einer Party an der Stanford University vergewaltigt hatte und dafür mit sechs Monaten Haft verurteilt worden war.

Eindringlich und wortgewandt beschreibt Miller, wie es sich in einer Gesellschaft anfühlt, die über den Alkoholkonsum, die Kleidung und das Liebesleben von Frauen urteilt. In einer Welt, in der zu viele Überlebende sexueller Gewalt hilflos ihrem Schicksal ausgesetzt sind, gibt die Sprache Millers Hoffnung. Hoffnung auf Veränderung.

Premiere in der Paulskirche

Bad Banks 2 Premiere
Bad Banks 2 Premiere

Skrupellos und spannend: Die ZDF-Erfolgsserie „Bad Banks“ geht in die zweite Runde. Wieder muss die junge Investmentbankerin Jana Liekam, gespielt von Paula Beer, im Banken-Dschungel von Frankfurt bestehen. Ein halbes Jahr nach der Bankenkrise der „Deutsche Global Invest“. Gefangen in einem Netz aus Machtkampf, Drogen und Sex.

Der Staffelstart sorgte vorab für Diskussionen: Er wurde in der Paulskirche gefeiert. Nicht jeder hieß die Idee von OB Peter Feldmann gut, eine Premiere, in der es um kriminelle Machenschaften geht, in die „Wiege der deutschen Demokratie” zu holen.

https://www.zdf.de/serien/bad-banks

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