Vom 30. April bis 29. Mai ist mit weltbekannten Sängerinnen und Sängern, renommierten Schauspielensembles und hochkarätigen Tanzkompanien „die Welt zu Gast in Wiesbaden“. 50 Produktionen aus Oper, Tanz und Schauspiel wird es diesmal bei den Internationalen Maifestspielen des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden geben. Im Vorjahr besuchten rund 26.000 Zuschauer die Aufführungen des seit 1950 stattfindenden Festivals. So viele wie noch nie.

Daniella Fally singt die Despina in Così fan tutte
Daniella Fally singt die Despina in Così fan tutte

Starten sollen die Festspiele mit Bernd Alois Zimmermanns expressionistischer Antikriegsoper „Die Soldaten“. Als Uraufführung des Komponisten Helmut Oehring präsentiert das Haus sein Auftragswerk „AGOTA?“. Die Barockopern-Aufführung von Henry Purcells „Dido and Aeneas“ wird gemeinsam mit dem Rheingau Musik Festival, und damit erstmals in Kooperation zweier großer Festivals des Rhein-Main-Gebiets, präsentiert.

Ein Höhepunkt ist die Festspielbesetzung der bejubelten „Così fan tutte“-Inszenierung, in der das Publikum wahlweise auf der Bühne Platz nehmen kann. Es singen die Sopran-Newcomerin Julia Lezhneva (Fiordiligi), Daniela Fally (Despina) und William Shimell (Don Alfonso).

Claus Peymann liest Holzfällen. Eine Erregung
Claus Peymann liest Holzfällen. Eine Erregung

Im Mittelpunkt des Schauspielprogramms stehen drei große deutschsprachige Autoren: Tankred Dorst, der im letzten Jahr seinen 90. Geburtstag feierte und den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern durch die Biennale sehr verbunden ist, wird mit seinem Hauptwerk „Merlin oder Das wüste Land“, einer Aufführung des Schauspielhaus Graz, vertreten sein. Zudem können die Zuschauer Thomas Bernhards “Holzfällen” sehen. Gelesen wird der Roman von Claus Peymann, dessen Berufung zum Wiener Burgtheaterdirektor in eben diesem Werk thematisiert wird und der die genannte Handke-Uraufführung ebendort inszenierte.

Die Batsheva Dance Company präsentiert Last Work
Die Batsheva Dance Company präsentiert Last Work

Die Batsheva Dance Company aus Israel wird mit „Last Work“ einen Programmschwerpunkt im Tanz setzen. Im Mai 2015 in Tel Aviv uraufgeführt, ist dieses Werk eines der jüngsten Ergebnisse von Ohad Naharins unstillbarer Neugierde bei der Untersuchung von Tanz.

Weitere Informationen und Karten (ab Samstag, den 13. Februar) unter www.maifestspiele.de