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Zehn Prozent der deutschen Urlauber buchen heute einen Abenteuerurlaub. Beim Reisen Außergewöhnliches zu erleben, liegt im Trend – angefangen mit Managern, die in ihrer Freizeit wie im Job immer häufiger die Herausforderung suchen, bis hin zum Normalverdiener. Der Mehrwert für den Reisenden muss dabei nicht im Nervenkitzel oder einer besonderen Anstrengung liegen. Entscheidend ist das Gefühl einer einmaligen Erfahrung, die nicht selten den Blick auf das Leben verändert. Wir stellen einige ausgewählte Angebote vor, die genau das versprechen. Von Sabine Börchers

Der Frankfurter Immobilienunternehmer Rainer Ballwanz
Der Frankfurter Immobilienunternehmer Rainer Ballwanz

Rainer Ballwanz hatte zuvor noch nie auf Skiern gestanden. Das hielt den Immobilienunternehmer und begeisterten Rennsportler, der seit mehr als 20 Jahren seine eigene Firma führt, nicht davon ab, 300 Kilometer zum Südpol zu laufen. Kurz vor Weihnachten 2014, nach 18 Monaten ausgiebiger Vorbereitung, brach er in die Antarktis auf. Mit vier weiteren Teilnehmern kämpfte er sich zwei Wochen lang durch die Eiswüste, lief zehn Stunden am Tag gegen die Kälte, den ewigen Wind und die eigene Erschöpfung an.

Auf die körperlichen Grenzerfahrungen sei er eingestellt gewesen, sagt er. Das, was er nicht trainieren konnte, sei die mentale Herausforderung gewesen: die vielen Tage im Schnee ohne die geringste optische und akustische Impression. Laufen ohne Orientierungspunkte. „So etwas hatte ich vorher noch nie erfahren. Das war, wenn man aus unserer schnellen Welt kommt, ein plötzliches Herunterfahren auf Null“, berichtet Ballwanz.

Wie er entscheiden sich heute immer mehr Menschen dafür, gerade in beruflich hohen Positionen, ihre wenige freie Zeit nicht am Strand liegend zu verbringen, sondern das Erlebnis zu suchen. Auch den Frankfurter Hochhausbauer, Prof. Holger Hagge, der bereits die Türme der Deutschen Bank revitalisierte und aktuell für die BMW-Milliardärin Susanne Klatten den Bau des 110 Meter hohen Winx-Towers verantwortet, zieht es zu den Naturgewalten. Er plant gerade einen Segeltörn an der Südspitze von Patagonien und will dabei mit einem Freund zusammen das Kap Horn umsegeln.

„Mir geht es darum, interessante Orte zu entdecken, dabei nehme ich eine gewisse Anstrengung in Kauf.“ Prof. Holger Hagge

„Mir geht es darum, interessante Orte zu entdecken, dabei nehme ich eine gewisse Anstrengung in Kauf“, sagt Hagge, der im vergangenen Jahr Peru und die Inkastadt Machu Picchu bereist hat. Ihn reize an dem geplanten Segeltörn vor allem das Leben auf dem Schiff, das Teamgefühl und auch ein bisschen die Erfahrung, dass der Mensch die Naturgewalten beherrschen kann.

Polarmeer oder Wüste

Nach Angaben der Hamburger Stiftung für Zukunftsforschung buchen rund zehn Prozent der Deutschen heute einen Abenteuerurlaub, um den Alltag durch Nervenkitzel zu ersetzen. Die Auswahl an Erlebnissen, die man im Reisebüro oder Internet bestellen kann, ist groß.

Ob mit dem Eisbrecher durch die Nordostpassage bis nach Spitzbergen, mit dem Allrad durch den nubischen Nord-Sudan, Bungee-Springen in Neuseeland, Übernachten in der traditionellen Jurte der Nomaden in der Roten Wüste Usbekistans oder Eintauchen ins Polarmeer – all das sind konkrete Angebote aus den Katalogen bekannter Veranstalter wie Ikarus Tours, Intrepid Travel und GoXplore, die sich auf authentische Erlebnisse in kleinen Gruppen spezialisiert haben.

Je exklusiver die Reisen, desto kostspieliger sind sie. Doch wer im Job Vollgas gibt und das auch in seiner Freizeit möchte, der leistet sich gerne Ausgefallenes. So berichtet der Kreditkartenanbieter American Express von den Nutzern seiner Centurion Card, der exklusivsten Kreditkarte des Unternehmens, die für eine Jahresgebühr von 2.000 Euro auch einen umfangreichen Reiseservice bietet: „Wir stellen fest, dass der Wunsch, beim Reisen Außergewöhnliches zu erleben, weiter zunimmt. Unsere Kunden suchen besondere Erfahrungen, oft erfüllen sie sich mit der Reise auch einen lang gehegten Wunsch“, betont Jürgen Maier, Director Travel & Lifestyle Service.

Sportliches und Authentisches

Das Jahr 2015 war insgesamt ein Fernreisejahr, wie der Deutsche Reiseverband feststellte. Die Zahl der Reisen in exotische Ferienparadiese kletterte auf mehr als fünfeinhalb Millionen, ein Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Auch ein wachsendes Bedürfnis, unterwegs etwas erleben zu wollen, kann der Verband feststellen.

Der Kilimandscharo
Der Kilimandscharo

American Express hat in diesem Jahr mit „Crafted Journeys“ sogar ein neues Programm für seine Centurion-Kunden aufgelegt, bei dem Reisen mit sportlichen Herausforderungen angeboten werden wie etwa eine Mountainbiketour über die Alpen, das Besteigen des Kilimandscharo oder eine Kanutour auf dem Amazonas.

Auch authentische Begegnungen wie die Reise zu einem japanischen Kalligraphiemeister sind möglich. Solche Aktivreisenden seien insgesamt bereit, mehr Geld für den Urlaub auszugeben, stellt die Welttourismusorganisation (UNWTO) fest, im Schnitt läge der Betrag bei 3000 US-Dollar, also rund 2.750 Euro für acht Tage Abenteuerurlaub. Gleichzeitig haben die Reisenden aber immer weniger Zeit. Früher dauerten Wanderungen durch die Natur 10 bis 15 Tage, heute selten mehr als fünf.

Für eine lange und aufwändige Planung bleibt da noch viel weniger Kapazität. Deshalb lassen sich Manager, Unternehmer & Co. Gerne individuelle Reisen auf den Leib schneidern. Anbieter dafür gibt es einige, zum Beispiel in Frankfurt das Unternehmen C&M Travel Design. Stephanie Elingshausens Agentur residiert in einer schönen Villa im Westend. Seit 24 Jahren veranstaltet sie weltweit exklusive Reisen für sehr wohlhabende und entsprechend anspruchsvolle Kunden, egal, ob diese im buddhistischen Königreich Ladakh im Himalaya im Dorf der Einheimischen wohnen oder auf einer Land-Rover-Tour durch die entlegensten Gebiete von Georgien fahren wollen.

Auf den Spuren von Kolumbus & Co

„Die Leute sind bereit für etwas, das tiefer geht und prägt. Es gibt ja zwei Arten von Reisen – solche, um zu vergessen. Und solche, an die man sich erinnert.“ – Shannon Stowell / ATTA

Abenteuerreisen gibt es seit hunderten von Jahren. Wir verbinden sie mit Namen wie Marco Polo, Christoph Kolumbus oder Alexander von Humboldt, der auf seiner Expedition durch Südamerika im Jahre 1802 ohne Kletterausrüstung und mit Straßenschuhen unter anderem einen 6.000 Meter hohen Berg bestieg. Etwa gleichzeitig zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in der Epoche der Romantik die Idee, „Reisen um des Vergnügens Willen“ zu unternehmen.

Mitte des 19. Jahrhunderts begannen dann Abenteurer, verstärkt hohe Gebirgsmassive oder reißende Flüsse zu erkunden. So war die Erstbesteigung des Matterhorns 1865 und die erste Fahrt auf dem Colorado River 1869. 1911 erreichte der Norweger Roald Amundsen als erster Mensch den geografischen Südpol. Organisationen wie die National Geographic Society (1888) und der Explorers Club (1904) gründeten sich, um die wissenschaftliche Erforschung von Land, See, Luft und Weltraum zu unterstützen.

Der Pionier des Pauschaltourismus, Baptistenprediger Thomas Cook, bot schon damals Einbaumfahrten auf dem Amazonas an. In den 1950er Jahren folgten viele Erstbesteigungen wie die auf den Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay, den Nanga Parbat oder den K2. Erste Veranstalter für Abenteuerreisen wie Abercrombie & Kent gründeten sich in den 1950er und 1960er Jahren.

Früher waren Abenteuerreisen allerdings nur wenigen echten Abenteurern vorbehalten. Diese mussten wie Alexander von Humboldt große Strapazen auf sich nehmen und ins Ungewisse aufbrechen. Heute kann Jedermann ein Abenteuer quasi von der Stange buchen. Entsprechend boomt dieses Segment der Tourismusbranche auch bei den weniger Wohlhabenden bereits seit einigen Jahren und wächst stärker als das herkömmliche Reiseangebot.

Weltweit wurden 2013 einer Studie der Welttourismusorganisation (UNWTO) zufolge alleine in Europa, Nord- und Südamerika 263 Milliarden Dollar für Abenteuerreisen umgesetzt, 65 Prozent mehr als noch vier Jahre zuvor. Shannon Stowell vom weltweiten Verband für Abenteuerreisen (ATTA) erklärte sich das vor einiger Zeit in einem Interview so: „Die Leute sind bereit für etwas, das tiefer geht und prägt. Es gibt ja zwei Arten von Reisen – solche, um zu vergessen. Und solche, an die man sich erinnert. Und das, woran man sich erinnert, ist gefragt.“

Erlebnisgesellschaft

Eine solche Reise kann offenbar sogar mehr, als Erinnerungswert schaffen. Abenteuer, wie sie der Antarktis-Reisende Rainer Ballwanz unternahm, gehen tiefer. Sie lösen auch ein Gefühl der Gelassenheit und Demut gegenüber der Natur aus. „Nach solchen Anstrengungen weiß man es stärker zu schätzen, wenn man gesund bleibt“, sagt Holger Hagge.

Für Rainer Ballwanz war die Rückkehr ins Arbeitsleben nach den drei Wochen in der Eiswüste durchaus keine einfache Sache. „Ich bin vier bis fünf Wochen danach fast nur zu Hause geblieben. Ich habe lange dazu gebraucht, in die Realität zurückzukehren und hatte das völlig unterschätzt“, räumt er heute ein. Die Reise habe sein Leben verändert. „Ich schiebe heute nichts mehr vor mir her. Was ich machen will, das mache ich jetzt.“ Einer Wiederholung bedarf es seiner Ansicht nach allerdings nicht. Dafür will Ballwanz aber anderes sehen.

Im November 2015 haben der Tiroler David Lama und sein amerikanischer Partner Conrad Ankerihe Zelte aufgeschlagen, um den bislang unerreichten und 6.907 m hohen Lunag Ri zu besteigen.
Im November 2015 haben der Tiroler David Lama und sein amerikanischer Partner Conrad Ankerihe Zelte aufgeschlagen, um den bislang unerreichten und 6.907 m hohen Lunag Ri zu besteigen.

 

Den Kilimandscharo hat er sich mit seiner Frau für das nächste Jahr vorgenommen. Und im Jahr darauf darf es wieder ein größeres Abenteuer sein – vielleicht am Nordpol. Extreme wie diese suchen zwar nur einige Abenteurer. Doch die Tendenz, etwas Neues zu entdecken, tragen wohl die meisten in sich. Wir haben uns insgesamt zu einer Erlebnisgesellschaft entwickelt. Abwechslung und Abenteuer müssen regelmäßig möglich sein, nicht mehr nur noch einmal im Jahr.

So erklärt sich der seit ein paar Jahren festzustellende Boom der Erlebnisveranstalter, wie Mydays oder Jochen Schweizer, dem deutschen Marktführer für Erlebnisgeschenke. Schweizer verzeichnet im sechsten Jahr in Folge zweistellige Zuwachsraten, wie er gerne betont. Im gerade vergangenen Weihnachtsgeschäft waren solche Erlebnisgutscheine sogar beliebter als Bücher oder Kosmetik. In einer Gesellschaft, in der viele schon alles haben, sind Erlebnisse eben attraktiver als Socken oder CDs.

Unter den 1900 Angeboten, die Schweizer auf seiner Internetseite auflistet, gibt es auch Reisen, die in Kategorien wie „Adrenalin-Kurztrips“, „Abenteuercamps“ oder „Iglu & Eskimo-Erlebnisse“ präsentiert werden. Darunter ist ein zweitägiges Outdoor-Survival-Camp, in dem man lernen kann, in der Wildnis zu überleben, inklusive Feuer ohne Streichhölzer zu machen, den Jagdbogen zu benutzen und eine Seilbrücke sowie eine Notunterkunft zu bauen.

Aber auch Tauchen im Haifischrevier bietet Schweizer an. Seine Firma Hip Trips hat sich auf kleine Erlebnisreisen spezialisiert, die etwa nach Berlin gehen, wo ein Formel 1 Rennsimulator und eine Schnuppertour im Quad warten. Selbst eine Tauchfahrt zum Wrack der Titanic gab es bei Schweizer schon.

Mehr ältere Reisende

Dass Erlebnisreisen im Trend liegen, haben auch die großen Reisekonzerne von Dertour bis Tui erkannt, die ebenfalls den Normalverdiener ansprechen. Sie verfügen über eigene Tochtermarken. Bei Tui sind es goXplore und Gebeco, die Abenteuerreisen und sogar private Trips anbieten. So können Weltenbummler, die das Authentische suchen, bei einer Quechua-Familie im Amazonasregenwald von Ecuador oder im Dorf eines Bergvolkes im Norden Thailands übernachten.

„Die Reise hat mein Leben verändert. Ich schiebe heute nichts mehr vor mir her. Was ich machen will, das mache ich jetzt.“ Rainer Ballwanz

Sieben Tage Dschungelreise in Ecuador ohne Flug sind schon für 539 Euro zu haben, vier Tage Thailand ohne Flug ab 489 Euro. Was ursprünglich für junge Abenteurer gedacht war, werde zunehmend auch von älteren Reisenden gebucht, stellt das Unternehmen fest. Um dieser Nachfrage zu entsprechen, hat Gebeco den Reisestil „Classic“ ausgebaut.

„Dafür sorgt der demographische Wandel: Ältere fühlen sich länger jung, sind fit und weltoffen“, sagt der Gebeco-Geschäftsführer Ury Steinweg, der für 2016 ein deutliches Wachstum für sein Unternehmen prognostiziert. Auf den Classic-Touren erwarte die Gäste dann eben ein etwas höherer Komfort.

Weiche Abenteuer

Denn der neueste Trend geht zum „weichen Abenteuer“, den „Soft Adventures“. Wenn Ältere oder Wohlhabende sich auf Erlebnisreise begeben, wollen sie dabei meist nicht auf Luxus verzichten, nach dem Motto: Tauchen mit Haien und danach im Vier-Sterne-Hotel übernachten. Die Leute wollen zwar Abenteuer, aber sie schätzen gutes Essen und ein gutes Bett. Selbst junge Leute, die mit dem Rucksack verreisen, suchen ausgefallene Orte, aber bitte mit Party und gutem WLAN-Signal.

Die Reiseveranstalter sind nicht unglücklich über diese Entwicklung. Schließlich lässt sich mit mehr Komfort auch mehr Geld verdienen, wie zu hören ist. Im peruanischen Machu Picchu etwa wurde eine alte Archäologenunterkunft zu einer Fünfeinhalb-Sterne-Lodge mit 29 Zimmern und zwei Suiten ausgebaut, die direkt am Eingang zu der mystischen Ruinenstadt liegt. So kann man diese ohne den großen Touristenstrom erleben, zahlt dafür allerdings in der günstigsten Zeit ab 280 Euro pro Nacht.

Auch die Sicherheit ist heute ein wichtiger Aspekt bei der Buchung von Abenteuerurlaub. Einige Adrenalinjunkies mögen Kurdistan oder Pakistan bereisen. Die meisten Reisenden setzen aber auf sichere Länder in Amerika, Europa und Asien, stellte die UNWTO fest. Auch Prof. Holger Hagge betont, dass er die Umsegelung von Kap Horn nicht um jeden Preis machen werde. „Ich möchte die Natur sehen, aber keinen Survivalurlaub machen. Wenn das Wetter schlecht ist, lassen wir es.“ Ein geringes Risiko sei in Ordnung, aber es müsse zu managen sein.

Risiko mit Ruckflugticket

Eine Studie von TUI und TNS Emnid aus dem Jahr 2011 ergab, dass für 86 Prozent aller Befragten die eigene Sicherheit ein unbedingtes Entscheidungskriterium für die Buchung einer Reise ist. 95 Prozent haben den Wunsch, auf einer Reise im Krisenfall nicht auf sich allein gestellt zu sein. Abenteuer schön und gut, aber immer kalkuliert und mit Rückflugticket. Wie aber ist das zu vereinbaren mit dem ursprünglichen Begriff von Abenteuer, der Nervenkitzel, den Reiz des Risikos und des Ungewissen beinhaltet?

Geht es nicht vielmehr darum, die Natur wieder intensiv zu erleben? Also letztlich in einer schnelllebigen und fremdgesteuerten Welt sich wieder selbst zu spüren? Soziologen sehen das anders. „Jedes Erlebnisangebot entlastet von der Aufgabe, etwas mit sich selbst anzufangen und befreit von der Angst, bei dieser Aufgabe zu scheitern. Erlebnisangebote üben eine schier unwiderstehliche Anziehung aus“, schrieb der Soziologe Gerhard Schulze schon 1995.

Einen solchen Erlebnishunger zu stillen, gelingt dann jedoch nur für kurze Zeit. Der Appetit kehrt schnell zurück. Das sind gute Aussichten für die Branche, denn demnach würde es sich bei der aktuellen Abenteuerlust nicht um einen kurzlebigen Trend handeln. Wo aber reisen wir hin, wenn auch die abgelegenen Destinationen erschlossen und alle Abenteuer bestanden sind? Dann bleibt als letzter Kick nur noch der Mond. Die ersten kommerziellen Flüge dorthin sind für 2020 geplant.

Abenteuer-Reiseziele

Arktis

Der Eisbrecher Kapitan Khlebnikov
Der Eisbrecher Kapitan Khlebnikov

Mit dem Eisbrecher Kapitan Khlebnikov geht es durch die Nordostpassade, vorbei an Inseln wie Franz Josef Land, das über dem Polarkreis und nur 10 Grad vom Nordpol entfernt liegt. Die Tour dauert insgesamt 27 Tage und führt durch dickes Packeis hindurch in Regionen, die von anderen Schiffen nicht erreicht werden können. Wer sich vom Schiff nicht trennen will, kann anschließend noch weiterfahren, zum Beispiel bis nach Nordost-Grönland, einer der isoliertesten Regionen der Welt.
www.quarkexpeditions.com

Himalaya

Ladakh im Himalaya
Ladakh im Himalaya

Trekking in Ladakh, Nordindien: Geübte können im Himalaya die Berge besteigen, äußerst anspruchsvoll in der Höhenlage ist der Chadar Ice Trek, eine 22-tägige Wanderung entlang des dortigen Zanskar-Flusses. Es gibt aber auch Naturwanderwege z.B. in der Region Garhwal in das kleine Dorf Kalap. Es liegt auf 6.850 Metern Höhe und ist weder über Straße noch über Schiene erreichbar. Immer beliebter wird auch das Skifahren im Himalaya, es gibt zum Beispiel Heli-Skitouren durch unberührten Schnee, die allerdings nichts für den kleinen Geldbeutel sind.

Ashok und Neelam Khanna, die Gründer des berühmten Ananda Hotel & Spa
Ashok und Neelam Khanna, die Gründer des berühmten Ananda Hotel & Spa

Auch ohne Anstrengungen kann man an den Ausläufern des Himalaya zu sich finden. Das Ananda in the Himalayas gilt als die führende Destination Spa weltweit. In einem ehemaligen Maharadscha Palast erschuf Ashok Khanna diesen magischen Ort, um Körper und Seele in Einklang zu bringen. „Unser Ansatz ist wholeistic“, sagt er. „Wir wollen Geist und Körper stärken, mit Yoga, Ayurveda, Meditation und Vedanta. Hier in Nord-Indien wurden diese Methoden entwickelt. Schon die Beatles kamen vor 45 Jahren nach Rishikesh und schrieben Ob-La-Di, Ob-La-Da. Seit kurzem ist der Ashram dort wieder geöffnet.“
www.anandaspa.com

Kilimanjaro

Jeffrey van Staden (Elangeni)
Jeffrey van Staden (Elangeni)

Wer auf dem „Dach Afrikas“ auf 5.895 Metern Höhe thronen will, muss zunächst einen sechstägigen Aufstieg durch tropische Gebiete, Akazienwälder und eisige Berglandschaften meistern. „Das kostet auch fitte Teilnehmer einige Anstrengung, aber die zahlt sich aus“, weiß Afrika-Experte Jeffrey van Staden von Elangeni, der vor kurzem eine 10-tägige Gruppenreise unternommen hat, deren Erlöse der Hilfsorganisation World-Vision zugutekamen. „Diese Tour ist jedes Mal ein spektakuläres Erlebnis“, sagt Jeffrey. „Jeder überwundene Höhenmeter wird mit einem beeindruckenden Panorama belohnt und ist zudem ein kleiner Beitrag, die Armut in Afrika zu reduzieren.“
www.elangeni.de

Oman

Das Desert Nights Camp in der Wahiba-Wüste
Das Desert Nights Camp in der Wahiba-Wüste

Glamping in der Wahiba-Wüste. Mit dem Jeep geht es hinein in die Sandlandschaft. Dort kann man in glamourösen Campingzelten mit gemütlichen Betten, dicken Handtüchern und eigener Dusche übernachten. Abends wird das Desert Nights Camp mit Laternen beleuchtet, gegessen wird unterm Sternenhimmel. Weiter geht es von dort zum Beispiel zum Hadschar-Gebirge oder zu einem der einsamsten Traumstrände der Welt. Nahe Ras al-Hadd können Meeresschildkröten bei der Eiablage am Strand beobachten werden.
www.omanhotels.com/desertnightscamp

Das Six Senses Zighy Bay im Oman
Das Six Senses Zighy Bay im Oman

Wer es noch luxuriöser mag, dem sei das Six Senses Zighy Bay empfohlen, das sich inmitten einer außergewöhnlichen Landschaft aus Gebirgsketten und einem 1,6 Kilometer langen Sandstrand befindet. Das Nonplusultra: Gäste, die ein besonders individuelles Urlaubserlebnis wünschen, können im 3000 qm großen The Private Reserve residieren, das über eine eigene Spasuite, einen 17 Meter langen Pool und 24-Stunden Kochservice verfügt. Eine Premiumunterkunft, die Exklusivität und Privatsphäre ideal vereint.
www.sixsenses.com/resorts/zighy-bay/spa