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Der Faszination des iPhones konnten sich in den letzten Monaten nur wenige Menschen entziehen. Noch nie zuvor wurde einem neuen Mobiltelefon so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie dem neusten Clou der Apple-High-Tech-Schmiede. Top Magazin Frankfurt hat das neue Kult-Objekt für Sie genauer betrachtet!

Lieferumfang

Das iPhone kommt in einer erstaunlich kleinen Schachtel aus schwarzem Karton, die einen sehr hochwertigen Eindruck macht. In der “Black Box” befinden sich außerdem das Dock, ein Dock-Connector-Kabel, ein Netzteil (nur zusammen mit dem Kabel nutzbar), die Kopfhörer (die auch als Headset dienen) und ein schwarzes Mikrofasertuch. Ansonsten liegen die üblichen Apple-Aufkleber, Garantiehinweise etc. bei. Eine Gebrauchsanweisung sucht man vergeblich – lediglich ein Faltblatt mit Finger Tips findet sich in der Schachtel.

Design

In Sachen Design braucht das iPhone selbst den Vergleich mit den Luxus-Handys der Marke Hause Vertu nicht zu scheuen. Die glänzend-glatte Front aus Glas und Chrom und die Rückseite aus mattem Aluminium harmonieren hervorragend und vermitteln einen edlen, aber sachlichen Eindruck. Das übliche Tastenwirrwarr haben Apples Designer auf ein absolutes Minimum reduziert. Das iPhone bringt mit 135 Gramm mehr Gewicht als die meisten Konkurrenten auf die Waage, beult dank seiner schlanken Figur aber weder Hemd- noch Hosentaschen aus. Da nahezu die gesamte Vorderseite vom berührungsempfindlichen Display eingenommen wird und somit kaum Platz zum Ablegen der Finger bleibt, liegt das iPhone allerdings nicht ganz so gut in der Hand. Schönheit hat eben Ihren Preis!

Eine Taste, kaum Fragen

Die Verarbeitung liegt auf gewohnt hohem Apple-Niveau, im Falle des iPhones gibt es kaum etwas an der Haptik und Wertigkeit auszusetzen. Lediglich eine einzelne Taste, mit der man zurück zum Startbildschirm gelangt, ziert die Vorderseite. Seitlich befindet sich noch eine Lautstärkewippe sowie ein Kippschalter. Hiermit lässt sich das iPhone direkt stumm schalten.

Intuitive Bedienung mit Eingewöhnungszeit

Staunen lässt uns die atemberaubende Geschwindigkeit. Beim Blättern durchs Menü gönnt sich das iPhone keine Verschnaufspause, kein Vergleich zu den vielen trägen Smartphones unter Windows Mobile. Sämtliche Anwendungen laufen intuitiv und glatt. Teilweise erfordert soviel Intuition bereits wieder eine Eingewöhnungsphase. Etwa dann, wenn bereits das einfache Drehen des Telefons die Bildschirmansicht wechselt. Leider funktioniert dieses Feature nicht in allen Menüebenen. Der Startbildschirm wirkt sehr aufgeräumt und gibt den Blick auf sämtliche Funktionen des Gerätes frei. Gleichzeitig dient er als Fixpunkt im iPhone-Universum. Egal in welcher Menüebene man sich auch befindet: Ein Druck auf die zentrale Taste führt immer zurück zur Startansicht.

Im unteren Bereich hat Apple die wichtigsten Menüpunkte noch einmal zusammengefasst. Die Bedienung mit der nackten Hand funktioniert tadellos. Muss sie auch, denn ein Bedienstift, wie bei Smartphones üblich, gehört nicht zum Lieferumfang und ist nicht vorgesehen. Dafür hinterlassen die Finger auf dem recht dicken Glas schnell ihre Abdrücke. Ein Tuch zum Abwischen sollten iPhone-Jünger daher stets bei sich tragen. Generell macht die Oberfläche einen kratzfesten Eindruck. Ob es jedoch dauerhaft vor unschönen Einschnitten verschont bleibt?

Die Schnelligkeit des iPhones macht sich vor allem im iPod-Menü bemerkbar. Der bereits aus iTunes bekannte Coverflow wird äußerst flüssig dargestellt. Sobald man ein einzelnes Album berührt, dreht sich dieses und gibt den Blick auf die enthaltenen Titel frei. Kaum vorstellbar, dass dieses Prinzip nicht auch in der nächsten iPod-Generation Einzug finden wird.

Multitouch: Die Bedienung mit zwei Fingern

Eine absolute Neuheit stellt eine Technik mit dem Namen „Multitouch“ dar. Sie erlaubt es dem Nutzer, mit mehreren Fingern das iPhone zu steuern. So gelingt es etwa im Fotomodus spielend leicht, einzelne Bilder zu vergrößern oder zu verkleinern. Man kann davon ausgehen, dass uns die Bedienung mit mehreren Fingern in Zukunft noch häufiger begegnen wird. Die ersten Prototypen und Anwendungen stehen bereits jetzt schon in den Startlöchern. Auch hier zeigt sich wieder die einfache Benutzung des iPhones. Statt aufwändiger Kontextmenüs, die zuerst geöffnet und wieder geschlossen werden wollen, genügt die nackte Hand. Die Bedienung und Steuerung des Handys geht damit nicht nur einfacher, sondern auch wesentlich schneller und flüssiger vonstatten, als dies mit einem Bedienstift der Fall wäre.

Texteingabe

Wie bei den meisten anderen Smartphones auch, erfolgt die Texteingabe mit Hilfe einer virtuellen Tastatur. Dank der relativ großen Bildschirmfläche lassen sich die einzelnen Buchstaben recht zielsicher treffen. Zumindest mit durchschnittlich proprtionierten Fingern. Auch SMS werden auf diese Art und Weise verfasst. Das iPhone selbst unterbreitet dem Nutzer beim Beginn der Worteingabe Vorschläge, um was für ein Wort oder einen Satz es sich handeln könnte.

Fazit

Ob Apple mit dem iPhone nun das Rad neu erfunden hat, liegt im Auge des Betrachters. Fest steht, dass bislang kaum ein anderes Handy Telefonie und Unterhaltung so einwandfrei miteinander kombiniert. Auch die Bedienung ist in der Tat revolutionär und gefällt auf Anhieb. Negativ fällt hingegen der fest installierte und vom Nutzer nicht selbst austauschbare Akku, der nicht erweiterbare Speicher von wahlweise vier oder acht Gigabyte sowie die für ein Smartphone sehr eingeschränkte Software auf. Für den geschäftlichen Alltag ist es nicht ausgelegt. Dafür fallen alleine schon die Office-Anwendungen zu mager aus. Aber vielleicht soll und muß es das auch gar nicht.

iPhone Tips

  • Nach dem Gerichtsurteil ist T-Mobile weiterhin der einzige Anbieter in Deutschland für das Apple iPhone (8GB-Modell für 399,– EUR)
  • Die offizielle Webseite zum Gerät: Apple.com
  • „Edel sei das iPhone…“ bei Stern.de. Eigener laufend aktualisierter Bereich rund um das Gimmick.Zum Artikel
  • Wissenswertes über das Apple iPhone gibt es bei: Wikipedia
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