Weite Strände und grüne Berge, subtropische Wälder und urbanes Leben, koloniale Stadtviertel und moderne Gebäude, Sambarhythmen in der Nacht und spektakuläre Fußballspiele. Willkommen in Rio, der Cidade Maravilhosa, der wunderbaren Stadt, wo der Tag alles, nur nicht langweilig ist. Top Magazin Frankfurt Rhein-Main hat die Stadt am Zuckerhut kurz vor der WM besucht. Text: Mareike Palmy, Fotos: Michael Hohmann

 

Bewaldete Berge säumen die Stadt, an der Küste erstrecken sich gold schimmernde Strände und im Meer liegen winzige Inseln, die zum Weltkulturerbe gehören. „Cidade Maravilhosa”, die „wundervolle Stadt”, so nennen die Einwohner Rios, die Cariocas, stolz und beinahe ehrfürchtig ihre Metropole an der Atlantikküste im Südosten Brasiliens trotz der Favelas, der Armenviertel, die teilweise wie Schwalbennester an steil zur Küste abfallenden Bergflanken kleben. Rio hat laut einer Studie die weltweit glücklichsten Bewohner. Kein Wunder, ist die Stadt am Zuckerhut doch auch eines der schönsten Fleckchen der Erde. Denn Rio ist ein faszinierendes Gesamtpaket: ob der Sonnenaufgang am Strand von Ipanema, Spaziergänge durch die Stadt, abendliche Musikjams in Lapa oder ein Besuch im Maracanã Stadion. Irgendwie wird alles zum Erlebnis.

Big City Love

Eine Taufe an der Christus-Statue
Eine Taufe an der Christus-Statue

Keith Richards, der legendäre Gitarrist der Rolling Stones, musste nach seinem Konzert an der Copacabana feststellen: „Gott muss sehr verliebt gewesen sein, als er Rio erschuf.“ Doch wie verliebt dieser wirklich war, sieht man am besten vom Gipfel des Corcovado. Denn Rio aus der Vogelperspektive setzt Glückshormone frei. Hier oben ist für uns die beste Ausgangsposition, um Rio zu erforschen, denn das Panorama ist beeindruckend und man kann sich einen guten Überblick über die Ausmaße dieser Mega-City machen, die, wie wir immer mehr feststellen, in jedem Winkel ihre Reize hat. Die Christo-Statue gilt als Symbol der Unabhängigkeit von Brasilien und ist ein absoluter Touristenmagnet, zu dem jedes Jahr viele Millionen Menschen pilgern. Doch auch die Einheimischen kommen gerne hier hoch. Wir haben das Glück, eine Taufe an der 38 Meter hohen Christus-Statue mitzuerleben. Schon lange gehört das Wahrzeichen zum touristischen Pflichtprogramm und Pilgerort, denn mit weit geöffneten Armen und gütigem Gesicht wacht der Erlöser schon seit 1931 in luftiger Höhe auf dem 710 Meter hohen Corcovado über Rio. Zur Spitze führen verschiedene Wege, besonders schön ist die Fahrt mit der alten Bahn „Trem do Corcovado“ durch dichte Wälder. Die Zahnradbahn durchquert bei der 25-minütigen Fahrt zum Gipfel des Corcovado den Nationalpark des Tijuca-Regenwaldes. Zwischendurch springt noch eine Samba-Band in den Zug und sorgt für Stimmung. Auch wenn gerade keine Karnevalszeit ist, tragen die Cariocas die Sonne im Herzen. Natürlich herrscht hier am Karneval Ausnahmestimmung. Party pur ist angesagt. Dabei kann man über 500 Straßenfeste in der ganzen Stadt besuchen. Wir begnügen uns aber mit dem leerstehenden Sambódromo. Hier finden beim sogenannten „Desfile“ der Umzug und Wettbewerb der Sambaschulen statt.

Während wir mit dem Taxi vorbeifahren, ist jeder der über 88.000 Sitze in der 700 Meter langen Arena-Straße leer. Macht auch nichts, schließlich brauchen wir erst mal eine Stärkung. Und wo könnten wir besser das typische Essen Rios probieren als im Aconchego Carioca? Das kleine Lokal im nördlichen Teil der Stadt hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen kulinarischen Destination in Rio entwickelt. In dem mehrfach preisgekrönten Restaurant bekocht uns Bianca Barbosa mit der originalen Carioca-Küche. Die junge Köchin ist schon viel rumgekommen und hat bereits in diversen Restaurants der Welt gekocht. Eines ihrer berühmtesten Gerichte im Aconchego Carioca sind die „Bolinhos de Feijoada“, kleine frittierte Maismehlbällchen gefüllt mit schwarzen Bohnen. Mehr als 10.000 Bolinhos verkauft sie jeden Monat. Beim Kochen legt sie besonderen Wert auf die Zutaten, die alle aus der Region stammen. Nur frische Bioprodukte landen in ihrem Kochtopf. Und das schmeckt man auch. Natürlich lässt der erste Caipirinha nicht lange auf sich warten. Doch viel beeindruckender ist die Auswahl an Biersorten, die es hier gibt – 150 verschiedene Biere aus der ganzen Welt warten darauf, probiert zu werden. Wir lassen uns natürlich nicht lange bitten. Ein Karamell-Pudding zum Nachtisch, und wir sind gestärkt für den Abend. Denn da erwartet uns eine echte brasilianische Samba-Show. Im Casarão Ameno Resedá heißt es dann Bühne frei für die „Ginga Tropical“. In dem kleinen theaterähnlichen Raum sind die Tische schon recht voll, als die 20 brasilianischen Tänzerinnen die Bühne in ihren bunt-glitzernden, aufwendig gearbeiteten Kostümen betreten. Sofort herrscht Stimmung im Saal und beim Rhythmus der Live-Band der Sambaschule Mangueira muss man gleich mittanzen.

Oase der Stadt

Eine Oase hoch über der Stadt - das Santa Teresa Hotel
Eine Oase hoch über der Stadt – das Santa Teresa Hotel

Nach dem ganzen Großstadtrummel finden wir im Relais & Châteaux Santa Teresa eine stille Oase inmitten von Rio. Das auf einer Kaffeeplantage erbaute Boutique-Hotel im Künstlerviertel Santa Teresa steht für ökologisch korrekten Luxus: Die Böden sind aus recyceltem Holz und der tropische Garten wird nur mit Regenwasser gegossen. So können wir mit gutem Gewissen ganz entspannt unsere Bahnen im 25-Meter-Pool ziehen. Von Pool und Garten bietet sich uns ein traumhafter Panoramablick auf die Bucht von Rio und das Centro. Aus dem Zimmer will man auch gar nicht mehr ausziehen, denn das wunderschöne tropische Design und das riesige Bett, in dem es sich prima träumen lässt, will man gar nicht mehr hergeben. Im hauseigenen Spa kann man sich bei Xingus-Massagen und Bädern in ätherischen Amazonas-Ölen erholen. Auch das Essen ist erstklassig. Küchenchef Philippe Moulin interpretiert im hoteleigenen Restaurant Térèze die brasilianische Küche ganz modern und sorgt für ein kulinarisches Erlebnis. Mit Languste auf Schalotten und einem Prime Rib Extra vom Angus Rind wurde unser Hunger auf vorzügliche Weise gestillt. In der vom einheimischen Künstler Zemog gestalteten Dos Descasados Lounge Bar gegenüber genießen wir nach dem Essen brasilianische Cocktails unter dem hundertjährigen Gewölbe der früheren Sklaven-Quartiere des Hauses.

Santa Teresa

Ein heißer Tipp von Cristiano Nogueira - das Espirito Santa
Ein heißer Tipp von Cristiano Nogueira – das Espirito Santa

Das von kleinen Häusern und dorfähnlichem Flair geprägte malerische Viertel Santa Teresa thront auf einem Hügel über der Innenstadt. Früher fuhr hier eine gelbe Straßenbahn, auf die man einfach aufspringen konnte. Seit einem tragischen Unfall, bei dem die Bahn entgleiste, ist der Verkehr eingestellt. Die Cariocas vermissen ihre gelbe Bahn, denn sie ist das Markenzeichen des Viertels. Santa Teresa hat Ecken und Kanten, aber genau das mögen die hier lebenden Bewohner. Viele Künstler haben sich hier niedergelassen und die alten Gebäude restauriert. Die vielen kleinen Restaurants und Bars, wie das Espirito Santa in der Rua Almirante Alexandrino, versprühen eine Menge Charme. Küchenchefin Natasha Fink aus Manaus kreiert dort die ausgefallensten Gerichte: Piranha-Suppe oder ein Steak vom Pintado-Wels mit einer Soße aus der Kakao-Pflanze Cupuaçu. Denn Brasiliens Küche bietet mehr als das Nationalgericht Feijoada und besinnt sich zunehmend auf die eigene Kultur. Unbekannte Früchte oder Produkte vom Amazonas bereichern die Speisen und bieten zahlreiche Möglichkeiten beim Kochen. Auch die Fruchtcocktails von Barchef Andre Barbosa, wie die Shaman’s Bowl mit Cupuaçu und Guaraná, dem „Viagra des Amazonas“, zeugen von dem neuen Spirit in den Küchen Rios.

Der Zuckerhut

Der Zuckerhut
Der Zuckerhut

Nach einer gemütlichen Nacht unter Palmen wartet das nächste Must in Rio auf uns: Pão de Açúcar, der Zuckerhut. Bei Sonnenuntergang soll der Blick von dem Berg am schönsten sein. In Wahrheit bietet sich aber unabhängig von der Uhrzeit immer ein unvergesslicher Ausblick auf Rio. Manchmal verschwindet der Berg allerdings in den Wolken. Ansonsten erstreckt sich hier eine Landschaft voll unberührter Hügel und goldener, vom blauen Meer gesäumten Strände, an denen Wolkenkratzer in die Höhe sprießen. Der Pão de Açúcar zeigt die Stadt von ihrer überwältigenden Seite. Auf den Berg gelangen wir mit der zweistufigen Seilbahn, die schon seit 1912 hier fährt. Alle 20 Minuten startet eine Bahn in Urca, einem der charmantesten Viertel Rios. Und schon die Gondel aus Glas und Stahl ist eine Attraktion, ebenso die Fahrt auf den Morro da Urca, von dem es dann mit einer zweiten Seilbahn auf den Zuckerhut geht. Unter uns entfaltet sich die Stadt in ihrer vollen Schönheit: vom Corcovado im Westen bis zu den funkelnden Lichtern in Niterói östlich der Bucht. In entgegengesetzter Richtung schweift der Blick zu Rios bekanntesten Stadtteilen direkt am Strand – Botafogo und Flamengo, Copacabana, Ipanema und Leblon. Am Ende des Strandes von Leblon ragt der markante Zwillingsfelsen auf. Im Hintergrund wird dieses grandiose Stadtpanorama von einem Küstengebirge begrenzt. Doch die Fahrt mit den verglasten Gondeln der Seilbahn zum Gipfel ist der halbe Spaß: Abenteuerlustige können den riesigen Granitfelsen auch zu Fuß erklimmen und hinaufklettern.

Rio Adventures

Der Wild Beaches Hike führt zu atemberaubenden Plätzen.
Der Wild Beaches Hike führt zu atemberaubenden Plätzen.

Kilometerlange Sandstrände, sichelförmig geschwungene Buchten, die Brandung des Atlantik, Granitfelsen und tropischer Wildwuchs – das ist ein Mix, den kaum eine andere Großstadt zu bieten hat. Rio hält zahlreiche Aktivitäten bereit: eine Jeeptour durch den Nationalpark, surfen, radeln, joggen, klettern oder wandern. Wir entscheiden uns für Letzteres und sind mit einem Guide von „Jungle me“ unterwegs. Nach einer halben Stunde Fahrt haben wir die Großstadt hinter uns gelassen und stehen in der unberührten Natur. Der ausgewählte fünf Kilometer lange „Wild Beaches Hike“ führt uns durch den Regenwald zum Gipfel in 160 Metern Höhe. Bei atemberaubendem Blick auf den Naturpark und Rio erfahren wir vom Guide etwas über dessen Geschichte. Von hier sehen wir auch die Belohnung für unsere Anstrengungen: die unberührte Marambaia-Sandbank, wo wir im kristallklaren Wasser baden, bevor wir uns auf den Heimweg machen.

Christinas Hotspots

Christina Pitanguy am Strand von Ipanema
Christina Pitanguy am Strand von Ipanema

Am späten Nachmittag sind wir mit Christina Pitanguy, dem Gesicht der französischen Kosmetik-Edelmarke Lancôme und gern gesehenem Gast auf den Fashion-Shows von New York, Paris und Mailand, verabredet. Als Bloggerin über Luxus und Fashion ist sie Kennerin der Szene in Rio, weiß um alle Besonderheiten der Stadt, kennt die beliebtesten Hotspots und will uns gute Tipps zum Ausgehen geben. Mit Mann und Tochter lebt sie im noblen Stadtteil Ipanema direkt am Strand. Wir treffen die Nichte von Ivo Pitanguy, dem brasilianischen Pionier der plastischen Chirurgie und „Michelangelo des Skalpells“, im schicksten Hotel von ganz Rio, dem Fasano. Philippe Starck gestaltete das bekannte Hotel, das am Strand von Ipanema liegt, und dessen 91 Zimmer mit ägyptischen Baumwolldecken, Daunenkissen und Hightech-Einrichtung ausgestattet sind. Der Infinity Pool auf dem Hoteldach ist genau der richtige Ort, um zu entspannen, und ist schon beim ersten Anblick atemberaubend. Das Hotel ist Rios erste Adresse für Prominenz und Schickeria. Madonna war schon da, Beyoncé auch und als wir ankommen, versperren uns zunächst die Bodyguards von Sängerin Avril Lavigne den Weg, während ihre Fans auf der Strandpromenade lautstark ihre Lieder singen. Christina Pitanguy kennt das schon. Sie ist Stammgast im Fasano. Ihren Style bezeichnet sie selbst als „interesting classic mix“, doch selbst einkaufen gehen ist gar nicht ihr Ding: „I hate shopping“, gesteht uns die 39-Jährige gleich zu Beginn des Gesprächs. Trotzdem weiß sie, wo es sich lohnt, hinzugehen. „Viel zu viele Menschen haben Geld, aber keinen Stil, doch das lässt sich ändern“, sagt die Expertin für den Luxus-Markt. Als Freundin von Kate Moss und Designerin Lenny Niemeyer weiß sie viel über die Modebranche. Dabei ist sie selbst chic, schlank, höflich und diskret. Uns verrät sie, wo sie ihre Tage in Rio verbringt. Denn Chris Pitanguy ist kein Nachtmensch: „Rio hat mehr ‚day life‘. Die wenigen Clubs sind nichts für mich. Hier fährt man eher mit dem Rad, geht an den Strand oder trinkt mal ein Bier am Abend.“ Natürlich besucht Christina Pitanguy aber viele schicke Restaurants, wie das Mar Azul mit einer tollen Küche im „High-End-Level“.

Eine hervorragende brasilianische Küche bietet auch Küchenchefin Rebecca Lockwood im Abaporu an der Copacabana. An rustikalen Holztischen kann man dort die exotischen Küchenspezialitäten des Amazonas probieren, wie uns Christina erklärt, die hier oft mit Freundin Luziah Hennessy speist, welche zur weltberühmten Cognac-Dynastie gehört. Exzellenten Fisch findet man, laut Christina, im Sushi Leblon. An der dunklen Sushi-Holztheke kann man gegrillte Namorado, eine weiße Barschart, und ein Ceviche aus Seeigel genießen. In der gleichen Straße reiht sich eine Top-Adresse an die andere, berichtet Pitanguy. Nur wenige Gehminuten entfernt, in der Rua Dias Ferreira, befindet sich das Zuka, der Liebling der Feinschmecker. Speisen werden dort auf dem großen Holzkohlegrill zubereitet. Köchin Ludmilla Soeiro legt dabei besonderen Wert auf edle, zeitgenössische Küche, mit köstlichen Gerichten wie dem Bife de Chorizo mit Kartoffeln und Trüffelrahm. Auch im Jobi in Leblon schmeckt es Chris Pitanguy: „Dort kann man sein Bier ganz gemütlich bei gutem brasilianischem Essen genießen“, so die Bloggerin. Ihre Heimatstadt liebt sie heiß und innig: „Hier ist das Leben einfach lockerer und entspannt. Die Leute sind bodenständig und nicht abgehoben. Ich liebe jeden Zentimeter dieser Stadt.“ Kein Wunder, hat Christina doch direkt vor der Tür den Strand von Ipanema.

Beach Life

Am Strand von Ipanema tummeln sich die Schönen und Reichen.
Am Strand von Ipanema tummeln sich die Schönen und Reichen.

Dieser Traumstrand zieht eine bunte Mischung von Cariocas an. Das berühmte Wellenmuster der Strandpromenade, entworfen vom brasilianischen Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx, ist allgegenwärtig. Der warme, strahlend weiße Sand unter unseren Füßen, die Palmen und die imposante Felsformation im Hintergrund, der anmutige Flug der Vögel am azurblauen Himmel, der Duft nach Salz, Kokos und Sonnenmilch lässt einen verstummen. Der Strand gilt als Laufsteg der Schönen und Reichen. Er ist nach den Hochsitzen der Rettungsschwimmer nummeriert und so in Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt bzw. Posto zieht ein bestimmtes Publikum an – Surfer, Beachvolleyballer, Fitnessfans; der berümte Posto 9 besonders Ipanemas Junge und Schöne. Die Lieblingsbeschäftigung der Strandgänger hier: Leute beobachten. Wir machen mit. Herrlich. Auch der Sonnenuntergang wird hier zum Highlight. Und das jeden Abend. Am Felsen Arpoador an Ipanemas östlichem Ende treffen sich die Cariocas, trinken Caipirinha und klatschen, wenn die Sonne im Meer versinkt. Ein schönes Ritual mit atemberaubendem Ausblick. Der benachbarte, sanft geschwungene Strand Copacabana ist noch populärer. Zwischen den Stränden und ihren Hochhauskulissen mit Luxushotels, Restaurants und Geschäften liegen mehrspurige Straßen. An Wochenenden wird die Spur direkt an der Strandpromenade für den Autoverkehr gesperrt. Schon früh morgens tummeln sich dann Radfahrer, Jogger und Skateboarder auf dem Fahrstreifen. In regelmäßigen Abständen bieten Strandbuden eiskalte Getränke und kleine Imbisse. Vor den Buden türmen sich Pyramiden aus Kokosnüssen. Auch für ihren Körperkult sind die Cariocas bekannt. Sie trainieren am Strand an fest installierten Fitnessgeräten, spielen Volleyball und reiten mit ihren Surfbrettern auf den Wellen des Atlantiks. Nicht nur junge Menschen treiben Sport am Strand, sondern auch Ältere halten sich fit. An den Stränden von Rio sind aber nicht nur durchtrainierte, muskelbepackte Männer und Bikini-Schönheiten zu sehen, sondern auch Menschen, die nicht den Schönheitsidealen entsprechen. Die brasilianische Küche ist durchaus deftig.

Rio by Night

Antonio Saraiva und das Team der Churrascaria Palace
Antonio Saraiva und das Team der Churrascaria Palace

Um noch mehr über das Nachtleben in Rio zu erfahren, verabreden wir uns an der Copacabana mit Cristiano Nogueira. Der 37-Jährige ist der Autor des beliebten Travel Guides „Rio for Partiers“. Er nimmt uns auf eine Tour durch die coolsten Night-Hotspots der Stadt mit. Denn nachts ist Rio geradezu elektrisch aufgeladen. Die Metropole begeistert mit Straßenparties bis zum Morgengrauen. Vor allem in Lapa, dem Epizentrum der lokalen Sambaszene, wird getanzt, was der Schuh hergibt, wie uns Cristiano erzählt. An den Wochenenden werden die Straßen sogar für den Durchgangsverkehr gesperrt. Denn Rio entdeckt langsam sein Zentrum wieder. Da müssen wir unbedingt hin! Gesagt, getan. Doch zuvor gönnen wir uns eine Stärkung in der Churrascaria Palace. Die elegante Churrascaria am Copacabana Palace Hotel bietet schon seit 1951 ausgezeichnete Fleischspezialitäten. Rodizio-Restaurants nennt man die Churrascarias hierzulande, denn die langen gegrillten Spieße rotieren ständig vom Feuer zum Tisch und zurück. Schon in den 50er Jahren war das Restaurant ein Treffpunkt des Samba Jazz, der Charme von damals ist auch heute noch zu spüren: Ein Wandbild zeigt das letzte Abendmahl mit den dreizehn Bossa Nova-Größen, der Pianist spielt die Musik dieser legendären Ära. 30 hochwertige Fleischarten, die am Tisch geschnitten und serviert werden, kann man in dem traditionellen, familiengeführten Restaurant probieren. Indio, mehrfach als bester Fleischkellner Rios ausgezeichnet, serviert uns persönlich die besten Stücke. Auch die Weinkarte mit über 80 Positionen ist als die beste Rios prämiert worden. Kein Wunder: ist doch Inhaber Toninho großer Weinliebhaber. Und nicht nur Fleischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, auch das üppige Buffet lässt keine Wünsche offen.

Living Lapa

Antiquitäten zieren die Wände im Rio Scenarium.
Antiquitäten zieren die Wände im Rio Scenarium.

In Lapa zeigt sich Rio wieder von einer der schönsten Seiten. Historische bunte koloniale Häuser säumen die Straßen. Das frühere Problemviertel Rio de Janeiros hat sich mittlerweile zum beliebten Szenebezirk entwickelt und zieht viele junge Menschen aus aller Welt an. Samba tönt sofort in unseren Ohren. Rios großartiger Soundtrack wird in der ganzen Stadt gespielt – sein Herz schlägt jedoch im alten Künstlerviertel Lapa. Aus altmodischen Tanzhallen und Bars dringen mitreißende Rhythmen und begeistert tanzen hunderte Menschen auf der Straße. Ein unvergesslicher Moment, der das Leben in Rio widerspiegelt wie kein anderer. „Ein Abstecher ins berühmte Rio Scenarium ist in Lapa natürlich Pflicht“, erklärt uns Cristiano. Denn hier erlebt man garantiert eine typische brasilianische Partynacht. Zudem ist das Scenarium einer der fotogensten Orte des Nachtlebens in Rio. Dabei lag der heruntergekommene Innenstadtbezirk Ende der 90er Jahre am Boden. Doch dann hatte Gastronom Plinio Fróes die rettende Idee: Er funktionierte seinen Antiquitätenladen mit alten Requisiten, die dort heute noch an den Wänden und unter der Decke hängen, in einen Nachtclub um – und hatte damit Erfolg. Drei üppig dekorierte Etagen bilden heute die Bar von Plínio Fróes. Angefangen hatte er mit einer Etage. Jetzt schlängelt sich das Rio Scenarium über drei Etagen und durch drei Gebäude, mit insgesamt 3.000 Quadratmetern. Dieses Jahr kommen noch mal 1.000 Quadratmeter hinzu. Auf zwei Bühnen erlebt der Bossa Nova ein Revival. Fünf Konzerte am Wochenende spielen ausschließlich brasilianische Musik. Ausländer und Einheimische füllen die Tanzfläche. Es wird getanzt, geflirtet und gefeiert. Weil die Mieten in der Gegend günstig waren, begeisterte Plinio Fróes andere  Restaurantbesitzer für einen Umzug nach Lapa, das dadurch bald zum beliebtesten Ausgehbezirk wurde. Mittlerweile reihen sich hier in vielen Straßen Kneipen, Restaurants, Clubs, Billardbars und Tanzschulen aneinander. Gegenüber betreibt Plínio die Cachaçaria Mangue Seco, in der man unbedingt eine der zahlreichen Caipirinha-Variationen mit original brasilianischem Cachaça trinken sollte.

Shop around the clock

Die Nacht verbringen wir im Sofitel Rio de Janeiro an der Copacabana. Das französisch geleitete Sofitel ist eines der exklusivsten Hotels in Rio. Für seine Beliebtheit sorgen exzellenter Service, komfortable Räume, zwei schöne Pools und die Lage am Strand. Mit Blick aufs Meer, die Copacabana und den Zuckerhut kann man den Tag genießen, denn alle der 388 Zimmer und Suiten haben einen Balkon. Wer es gerne noch exklusiver mag, mietet sich in den Sofitel Club Millésime ein, der einen einzigartigen personalisierten Service bietet und ein bisschen mehr Privatsphäre verspricht. Schon beim Frühstück kann man das spüren. Hoch über der Stadt kann man sich am üppigen Frühstücksbuffet in gemütlicher Atmosphäre in der komfortablen Private Lounge bedienen lassen. Zum Club-Service zählen außerdem der 24-Stunden Butler-Service, die Tea-Time, ein allabendliches Wein-Tasting und vieles mehr. Den nächsten Tag starten wir, wie es die Cariocas gerne tun, in einer Saftbar. Dort stehen zahlreiche vitaminreiche Säfte mit exotischen Geschmacksrichtungen wie Guaraná, Cupuaçu, Mango oder Acerola zur Auswahl. Die Säfte werden frisch gepresst. Das verpasst uns den Kick für den Tag. Gut gestärkt gehen wir dann shoppen. Eigentlich sind die Stadtteile Ipanema und Leblon die besten Jagdgründe für hochwertige Designermode, doch uns zieht es eher über die zahlreichen Märkte in der Stadt, wie den Hippiemarkt in der Zona Sul, dem südlichen Teil von Rio. Kunsthandwerk, Schmuck, Kleidung und Souvenirs gibt es hier. Beim Shoppen sollte man sich, wie bei so vielem in Rio, Zeit lassen.

Faszination Fußball

Die Kabine der Fußballstars im Maracanã Stadion
Die Kabine der Fußballstars im Maracanã Stadion

Was darf auf keinen Fall bei einem Trip nach Rio fehlen? Natürlich ein Besuch des Maracanã Stadions. Auch für uns Pflichtprogramm und eine der letzten Stationen bei unserem Besuch in Rio. Für Fans ist die Arena in der Zona Norte ein heiliger Ort. An wichtigen Spieltagen geht niemand zur Arbeit. Die U-Bahn führt vom Stadtzentrum und den betuchteren Vierteln der Zona Sul (Südzone) direkt zum Maracanã. Das von den Einheimischen oft kurz Maraca genannte majestätische Stadion ist beim Einfahren in die Estácio Maracanã schon auf der linken Seite zu sehen. Die gewaltige Arena erlebte legendäre Siege und vernichtende Niederlagen, etwa als Brasilien im WM-Finale 1950 gegen Uruguay verlor. Wer je ein Spiel, etwa den Klassiker der Erzrivalen Flamengo und Fluminense hier erlebt hat, der hat einen kleinen Blick in Brasiliens Fußballseele geworfen. Zehntausende Fans fahren dann in der völlig überfüllten U-Bahn mit Fahnen, Pauken, Trompeten und Trikots zum Stadion. Nach 800 Millionen R$ teuren Renovierungsmaßnahmen für die Fußball-WM erstrahlt das einst größte Stadion der Welt jetzt zudem in neuem Glanz. Und ob man Fußball mag oder nicht, ein Spiel in der historischen Arena sollte man nicht verpassen. Bei einer Führung durch das umgebaute Stadion darf man sogar in die Umkleidekabine von Neymar Jr. & Co. schauen. Ein Erlebnis für jeden Fan.

Adios, Rio!

Dann heißt es aber Abschied nehmen von einer der schönsten Städte der Welt. Die elf Stunden Flugzeit haben sich wahrlich gelohnt. Ein letztes Mal lassen wir uns vom sanften Wiegen der majestätischen Palmen und vom Rauschen der Wellen an der Copacabana betören. Ein letzter Blick auf die atemberaubend schöne Kulisse des Zuckerhuts. Wir bemerken, dass wir seit einiger Zeit kein Wort gesprochen haben, kein Wunder: Diese Aussicht macht auch alles andere überflüssig. Hier ist man dem Himmel ganz nah.

Travel Infos Rio de Janeiro

 

  • Anreise

    Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt direkt nach Rio de Janeiro. Die Flugzeit beträgt elf Stunden und 30 Minuten. Mit dem Direktflug am späten Abend ist man am nächsten Morgen schon in der Stadt am Zuckerhut. Auch der Rückflug ist ein angenehmer Nachtflug.

    British Airways bietet tägliche Verbindungen via London nach Rio an. Im Bordprogramm kann man die Musikszene des Landes kennenlernen und brasilianische Mitglieder des Kabinenpersonals geben exklusive Tipps. Buchbar über Select Reisen.

  • Sicherheit

    In den Medien wird Rio oft mit Gewaltverbrechen und Kriminalität in Verbindung gebracht, allerdings hat sich der Sicherheitsstandard in den letzten Jahren deutlich verbessert. Während unseres Trips war nichts von WM-Unruhen oder Kriminalität zu bemerken. Auch nachts fühlten wir uns überall sicher.

  • Transport

    Obwohl Rio sehr groß ist, ist es einfach, sich zurechtzufinden. Dabei helfen das Metronetz, das öffentliche Fahrradverleihsystem und die rasanten Busse. Die einzelnen Stadtviertel kann man gut zu Fuß erkunden. Überall in der Stadt fahren Taxis.

    Die empfehlenswerte Travel Agency Del Bianco DMC bietet Transferfahrten und organisiert Ausflüge.

  • Übernachten

    In bester Lage am Ende der Copacabana befindet sich das Sofitel Rio. Empfehlenswert der Club Millésime mit VIP-Service und exklusivem Frühstück auf der Terrasse.

    Das Santa Teresa Hotel Relais & Chateaux ist eine Oase in der Großstadt mit ausgezeichneter Gastronomie und Panoramablick über die Stadt.

    Das Sheraton Rio Hotel & Resort ist das einzige Strandresort in Rio mit umfassenden Freizeiteinrichtungen und Spa, direkt am Strand gelegen und von aufragenden Bergen flankiert. Gerade erst wurde das Hotel komplett renoviert.

    Alternative Übernachtungsmöglichkeiten bietet das Bed & Breakfast Konzept Cama e Café. Das Netzwerk aus Häusern in Santa Teresa bietet die Möglichkeit, bei einheimischen Künstlern jenseits der Touristenströme zu wohnen, Tipps und nette Bekanntschaften inklusive.

    Im Oztel Hostel im Stadtteil Botafogo kommen nicht nur Backpacker auf ihre Kosten. Die gemütliche Pension bietet private Suiten auf der zweiten Etage.

  • Essen & Trinken

    Über 30 erstklassige Fleischarten kann man in der eleganten Churrascaria Palace in der Ruo Rudolfo Dantes probieren. Das traditionelle, familiengeführte Rodizio-Restaurant, in dem lange gegrillte Fleischspieße von Tisch zu Tisch rotieren, bietet allabendlich Live-Piano Musik und die beste Weinkarte Rios.

    Deftig wird‘s im Brasileirinho direkt an der Copacabana. Chef Marcio Carva Iho serviert seinen Gästen typisch brasilianisches Essen, wie das Nationalgericht Feijoada, ein Fleischeintopf mit Reis und schwarzen Bohnen.

    Vorzüglich speisen kann man im Seafood-Restaurant Satyricon in der Rua Barão da Torre in Ipanema. Wer Frische und Qualität sucht, ist hier genau richtig.

    Biologisch gut wird’s im Zaza Bistro Tropical in Ipanema. Das originell eingerichtete Restaurant brachte als erstes in Rio die moderne Küche auf den Tisch. Inspiriert von vielen Reisen setzt Küchenchef Pablo Vidal auf exotische Gewürze und Zutaten, die zum tropischen Klima der Stadt passen.

    Lässig und leger wird’s an der Barraca do Pepê in Barra da Tijuca. Das Kiosk direkt am Strand ist ein beliebter Treffpunkt für Surfer und Strandschönheiten und bietet ein kühles Bier mit schöner Aussicht.

    Das Espirito Santa in Santa Teresa präsentiert den neuen Spirit in den Küchen Rios. Küchenchefin Natasha Fink aus Manaus besinnt sich auf ihre Kultur und kreiert ausgefallene Gerichte mit unbekannten Früchten und Produkten vom Amazonas, wie Piranha-Suppe.

    Auch das Restaurant Aprazível in Santa Teresa ist einen Besuch wert, denn die Location ist ebenso spektakulär wie das Essen selbst. Das Aprazível ist der Inbegriff eines typisch brasilianischen Restaurants, wo noch das ländliche und idyllische Brasilien durch Familienwurzeln und -rezepte repräsentiert wird.

    Wer das typische Essen der Einwohner Rios testen mag, ist im Anchego Carioca in der Rua Barão de Iguatemi in der Nähe von Maracanã richtig. In dem mehrfach preisgekrönten Restaurant bekocht Bianca Barbosa die Gäste mit der originalen Carioca-Küche. Gute Bierauswahl.

    Über 100 Sorten des feinsten Zuckerrohrschnapses und leckere Gerichte auf der Basis von Fisch und Meeresfrüchten sorgen für gute Laune in der Cachaçaria Mangue Seco in Lapa.

    Rio in der Nacht erlebt man am besten im berühmten Rio Scenarium im Künstlerviertel Lapa. Denn in der Bar von Gastronom Plinio Fróes erlebt man garantiert eine typische brasilianische Partynacht mit Bossa Nova und original brasilianischer Musik.

    Die „Ginga Tropical“ Show in Botafogo zeigt ein Potpourri aus zahlreichen folkloristischen brasilianischen Tänzen und präsentiert den Gästen einen Einblick in die brasilianische Tanzkultur.

    In der Confeitaria Colombo im Herzen des historischen Zentrums von Rio lebt die Belle Époque wieder auf. Das beliebte Kaffeehaus erinnert an Wiener Kaffeehäuser, ist jedoch noch prachtvoller. Zwischen gigantischen Spiegeln und Marmortischen schmecken die mit tropischen Früchten belegten Törtchen fantastisch.

  • Aktivitäten

    Sollte es tatsächlich einmal regnen, ist es Zeit für eine Fruit Tasting Session. Denn Südamerika ist die Heimat der größten Vielfalt an tropischen Früchten. Bei der Fruit Tasting Session werden dann viele dieser Früchte vorgestellt und man hat die Möglichkeit, sie anzuschneiden, zu probieren und daran zu riechen. Ein Guide erzählt dann etwas über die kulinarische Verwendung und den wirtschaftlichen Nutzen der Früchte.

    Ein echtes Must für Pflanzenfreunde und Hobby-Botaniker ist die Sítio Roberto Burle Marx südlich von Rio de Janeiro. Das große Gelände, das einst Roberto Burle Marx gehörte, zeigt eine gigantische Sammlung der lokalen Flora und viele exotische Pflanzen.

    Hiking-, Trekking- und Abenteuer-Touren durch Rio bietet „Jungle Me“. In kleinen Gruppen geht’s mit einem Guide durch die Berge, den Tijuca-Regenwald, zu Wasserfällen, einsamen Stränden oder durch die Favelas. Ein Erlebnis!

    Das Maracanã-Stadion gehört zum Pflichtprogramm bei einem Besuch in Rio. Ob Fußballfan oder nicht, in der gewaltigen Arena kann man in die Fußballseele Brasiliens schauen.

    Wer nicht gerade zur Karnevalszeit in Rio ist, bekommt einen guten Eindruck von den Festivitäten in der Cidade do Samba.

    Auch die berühmte Sambaschule Mangueira ist einen Besuch wert. Schon Monate vor dem Karneval beginnen die beeindruckenden Proben der Musiker und Tänzer in der Estação Primeira de Mangueira.

  • Tour-Guide

    Wer einen Tour-Guide für Rio sucht, ist bei Georg Spiridion Chalaris an der richtigen Adresse. Der Österreicher zog vor vielen Jahren nach Rio de Janeiro und arbeitet seitdem als Touristenführer. Mit seiner Erfahrung und seinen Kenntnissen über die Stadt am Zuckerhut ist er die ideale Begleitung für einen Trip durch Rio. Sogar dem deutschen Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog zeigte er schon die Schönheiten der Stadt. Wenn Georg nicht arbeitet, findet man ihn am Strand von Ipanema am Posto 9 beim Beachvolleyball mit seinen Freunden.

  • Literatur

    Reiselektüre gefällig? Über Rio de Janeiro gibt es natürlich zahlreiche Reiseführer. Einer, der Rio von seiner aufregenden Seite zeigt, ist Rio for Partiers von Christiano Nogueira. Nützliche Tipps, was man zum Beispiel nach einem Caipirinha-Hangover tun kann, wo es die besten Mitbringsel gibt oder was man auf keinen Fall auf der Straße anziehen soll, können einem den Aufenthalt wesentlich erleichtern.

    Praktische Rio-Begleiter sind auch die digitalen Reiseführer von Marco Polo, Lonely Planet und Stefan Loose. Die E-Books können jederzeit, an jedem Ort per Tablet, E-Book-Reader und Smartphone gelesen werden, helfen mit zoombaren Stadtplänen, das Ziel zu finden, geben ausführliche Tipps für Reisende und portraitieren die spannende Kultur und Geschichte Brasiliens.

    Die neuesten Fashion Trends aus Brasilien und der Welt zeigt Christina Pitanguy auf ihrem Blog.

    Das bekannte englische Stadtmagazin TimeOut bietet ein gutes Panorama über Rios beste Locations und Events.