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Zahnarzt und Zahntechniker P. Tomovic hat bekanntlich nur ein Ziel: vollendete Perfektion im Einklang mit Funktion. Stets betont er, dass er keinen Zahnersatz, sondern Zähne zum Verlieben macht. Nun ist er seinem Ziel ein Stück näher. Eine innovative Planungsund Präsentationssoftware in Verbindung mit den in seiner Praxis erfolgreich angewandten Verfahren macht es möglich. „Damit lässt sich das perfekte Resultat planen und darstellen. Patienten kann nun veranschaulicht werden, was an ihrem Lächeln verbessert werden kann und wie das Ergebnis aussehen wird, noch bevor die Behandlung startet.“ Gemeinsam mit Zahnarzt Dr. Axel Raymond Spittler stellt er das innovative „umgekehrte System“ vor.

Zahnarzt und Zahntechniker P. Tomovic
Zahnarzt und Zahntechniker P. Tomovic

In der Ästhetik geht es um Symmetrie und Natürlichkeit. Was wir als schön empfinden, ist in der Regel harmonisch und gleichmäßig proportioniert. „In der Physik spricht man in diesem Zusammenhang von Achsen“, erklärt P. Tomovic und demonstriert uns diesen Ansatz anhand eines Fotos auf seinem iPad: Darauf ist das Gesicht eines jungen Mannes in einer frontalen Nahaufnahme zu sehen. Auf den ersten Blick wirkt er attraktiv und sympathisch. Betrachtet man die beiden Gesichtshälften jedoch getrennt voneinander, erkennt man sie: die so genannte Schokoladenseite. „Die linke Seite ist ganz klar die bessere“, stellt P. Tomovic fest. Und in der Tat scheint bei der rechten Hälfte alles etwas mehr zu hängen. Er visualisiert es mit besagten Achsen, teilt das Gesicht weiter mit vertikalen und horizontalen Linien ein, und zeigt: Auf der „schlechteren“ Seite ist eine deutliche Achsendivergenz erkennbar.

Aufs Wesentliche reduziert

Linien einzeichnen, Details hervorheben, Teile der Abbildungen herausnehmen. „Es ist so simpel wie genial“, schwärmt P. Tomovic. „Damit lässt sich dieselbe Betrachtung der Achsen auch bei den Zähnen durchführen.“ Denn Zähne haben auch Achsen, „genauer gesagt: drei. Diese Tatsache wird mit der neuen Planungs- und Behandlungspräsentation selbst für den Laien deutlich. Das Zauberwort heißt: Reduzierung auf das Wesentliche.“ Auf dem Bildschirm erscheint eine Nahaufnahme der Frontzähne des Patienten. Nach der Unterteilung in links und rechts wird die „gute Seite“ deutlich erkennbar. Auf dem nächsten Bild ist die freigestellte Zahnreihe zu sehen – die Umrisse der Zähne auf schwarzem Hintergrund. Es folgt die Abbildung samt eingezeichneter Achsen – ihr divergierender Verlauf wird deutlicher. Am Schluss werden auch noch die Zahnumrisse wegradiert, so dass allein die Achsen bleiben – und es wird klar: Sie verlaufen alles andere als harmonisch. „Dem Patienten dies nur mit Worten zu erläutern, war bisher stets eine unmögliche Aufgabe“, sagt Dr. Axel Raymond Spittler, der unter anderem auf Ästhetische und Konservierende Zahnheilkunde spezialisiert ist. „Nun aber kann der Patient selbst sehen, was nicht stimmt. Er begreift die Komplexität und somit auch die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen. Doch das ist längst nicht alles. Schließlich geht es bei diesem System nicht nur um Visualisierung, sondern vor allem um Planung.“

Ausgangspunkt: Perfektion

Dr. Axel Raymond Spittler und P. Tomovic demonstrieren die innovative Präsentation der Behandlungsplanung. Die überlagerten weißen Umrisse auf dem iPad-Bild zeigen die Idealform der Oberkiefer-Frontzähne.
Dr. Axel Raymond Spittler und P. Tomovic demonstrieren die innovative Präsentation der Behandlungsplanung. Die überlagerten weißen Umrisse auf dem iPad-Bild zeigen die Idealform der Oberkiefer-Frontzähne.
Erneut zeigt uns P. Tomovic das Originalbild von der Zahnreihe des Patienten. Erkennbar ist unter anderem ein Eckzahn, der hervorsteht und die Harmonie stört. Auch der Zahnfleischverlauf scheint Unregelmäßigkeiten aufzuweisen. Dann zeigt er uns Bilder aus einer Datenbank, in der verschiedene als „perfekt“ zu bezeichnende Zahnreihenmodelle zu sehen sind. Er entscheidet sich für eine Reihe, die zum Kiefer, Gesicht und Typ des Patienten passt. „So schön und gerade könnten die Zähne aussehen.“ Dann „speckt“ er die „perfekte Reihe“ mithilfe der Software erneut auf die Umrisse ab und legt diese auf die Originalzähne des Patienten. Nun kann der Zahnarzt und Zahntechniker uns seinen Therapievorschlag anhand der sichtbar gewordenen Divergenzen exakt erläutern: „Der Eckzahn wird kieferorthopädisch in eine optimale Stellung gebracht. Ein zu kurz geratener Schneidezahn wird mittels Veneer aufgebaut, zwei Zähne leicht gekürzt, der Verlauf des Zahnfleischs an zwei Zähnen korrigiert. Allein mit diesen möglichst minimalinvasiven Maßnahmen wird alles perfekt! “

Von hinten gedacht, perfekt gemacht

An dieser Stelle, wenn der Patient die Möglichkeiten gesehen und die nötigen Schritte begriffen hat, geht die „umgekehrte Planung“, wie Dr. Spittler sie nennt, nahtlos in das bewährte und erfolgreiche System von P. Tomovic über. „Die Erkenntnisse lassen sich nun in die Praxis umsetzen. Anhand der Planungsdaten in Verbindung mit unseren exakten Abdrücken und Achsvermessungen werden die Prototypen gefertigt.“ Die so genannten Mock-ups werden bis zu drei oder vier Tage getragen, damit der Patient seine neuen Zähne im Alltag „sehen und erleben“ kann. „So hat er Gelegenheit, sich an die neuen Zähne zu gewöhnen, auch ein zweites und drittes Mal in den Spiegel zu schauen und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen zu lassen. Das macht die Entscheidungsfindung für den Patienten sehr viel leichter.“ Dabei setzt die Praxis Tomovic auf „die Künste“ des renommierten Oraldesigners Ömür Pak aus Bochum. „Er ist es, der die neue Planungsmethode und die Möglichkeiten, die sie bietet, eingeführt hat“, erklärt P. Tomovic. „Er ist von Anfang an in die Planung involviert und fertigt die Prototypen sowie die Zähne. Als einziger Zahntechniker versteht er es, die vielen Parameter, die für mein Verständnis von Natürlichkeit relevant sind, zu beachten und umzusetzen. Weil er ebenso Perfektionist ist wie ich. Und weil er meinen Anspruch teilt: Wir machen Zähne zum Verlieben.“ (nr)

zahnarzt-frankfurt-tomovic.de