„Meine Karriere begann eigentlich bei TOP Magazin Frankfurt“, erzählt Indira Weis

Goodbye Deutschland – Bom dia Bahia!

Geschrieben von TOP Magazin am in Travel

Brasilien – das größte Land Lateinamerikas und Traumziel für Reisende, die neben Sonne, Strand und Palmen auch Kultur und Naturwunder erleben wollen. Auch Sängerin und Schauspielerin Indira Weis liebt diese Vielseitigkeit. Zusammen mit TOP Magazin Frankfurt besuchte sie eine der Destinationen, die wie kaum eine zweite Ferienfreuden und kulturelles Erbe vereint: Bahia. Bei dieser Reise erfuhren wir nicht nur Einiges über Indiras Lieblingsplätze, wir lernten auch interessante Menschen kennen, die dort eine neue Heimat gefunden haben. Text: Natalie Rosini, Fotos: Michael Hohmann (TOP Magazin Frankfurt)

Relaxen im Hippie-Ambiente mit Meerblick: Sundowner in der Lounge Toca de Morcego, Morro de São Paolo

Relaxen im Hippie-Ambiente mit Meerblick: Sundowner in der Lounge Toca de Morcego, Morro de São Paolo

Ihre Schwester Jennifer ist Flugbegleiterin bei Condor. Sie selbst (Räuber V, 1) liebt es, neue Orte kennenzulernen. Eine perfekte Kombination für Indira Weis, die von Kindesbeinen an viel reiste und sich, wie sie selbst sagt, „überall auf der Welt zu Hause“ fühlt. Bahia kennt sie dank ihrer Schwester, denn Condor fliegt dieses Ziel direkt ab Frankfurt an. So machen wir uns gemeinsam auf nach Salvador da Bahia, der Hauptstadt Bahias, die bis Ende des 19. Jahrhunderts der Hauptumschlagplatz für Sklaven in Brasilien war und in der bis heute die afrikanischen Wurzeln mehr als an jedem anderen Ort in Brasilien spür- und erlebbar sind.

Salvador da Bahia de todos os Santos, die „Stadt aller Heiligen“, in der atemberaubenden Bucht ist Brasiliens sogenannte schwarze Hauptstadt. Gut zwei Drittel der Einwohner sind Afrobrasilianer, der Glaube an verschiedene Gottheiten geht hier Hand in Hand mit dem Christentum. Vodooartige Rituale, allen voran die der Orixás, finden hier ebenso statt wie Gottesdienste. Die Stadt ist bunt, laut, schön, ebenso die Menschen. Das weiß auch Indira, die Salvador schon mehrfach besuchte und ein Faible für die afrikanisch inspirierten Spezialitäten der Region hat. So führt sie uns am ersten Abend zu einem Straßenstand am Hafen…

Fastfood und Lebensfreude

Bahianisches Fastfood: Acarajé

Bahianisches Fastfood: Acarajé

Rio Vermelho, nach vier Skol (hervorragendes brasilianisches Bier) ist es gefühlt 22 Uhr. Es könnte aber auch früher oder später sein. Hier wird es bereits um 18 Uhr dunkel, und der Spirit der Stadt hat längst von uns Besitz ergriffen. Die Terrassen sind voll besetzt, von den Buden dringen exotische Düfte zu uns, Flaneure, Touristen, lachende Kinder tummeln sich auf Straßen und Plätzen, Sambaklänge mischen sich mit Reggae-Sounds. Wer braucht hier schon eine Uhr?

Indira führt uns zielstrebig zu der Bude, an der die meisten Menschen anstehen. Einheimische und Touristen gleichermaßen. Hier wird das traditionelle Gericht Acarajé zubereitet. Acarajé, das ist im Grunde bahianisches Fast Food. Vergleichbar mit Falafel oder Döner, wird ein (zugegebenermaßen ziemlich fettiger) im typischen Dendé-Öl ausgebackener Teigfladen aus braunen Bohnen mit getrockneten Krabben und Vatapá, scharfer Pfeffersauce, sowie gewürfelten Zwiebeln, Tomaten und Paprika gefüllt und in Packpapier verkauft. „Eine Delikatesse“, findet Indira, die weiß, dass es hier, am Stand von Dinia, am Largo de Mariquita, das beste Acarajé der Stadt gibt. Seit 51 Jahren bereitet die Bahianerin die afro-brasilianische Spezialität zu. Heute treffen wir sie nicht persönlich an, statt ihrer kredenzt uns die nicht minder korpulente und lebhafte Tochter Claudia den landestypischen Snack. Noch ein paar eiskalte Skol hinterher, und unser erster Abend in Salvador bekommt das Prädikat „muito bem“.

Musik, Licht, Farben

Pelourinho, das beliebte Altstadtviertel in Salvador da Bahia

Pelourinho, das beliebte Altstadtviertel in Salvador da Bahia

Akrobatisch und kraftvoll: Capoeira

Akrobatisch und kraftvoll: Capoeira

Alte Paläste und mondäne koloniale Stadthäuser in warmen Pastelltönen und leuchtenden Farben, Bahianas in traditionellen weißen Kleidern laufen vorbei, eine Gruppe Kinder in Schuluniformen singt und tanzt mit einem Capoeira-Ensemble, das auf einem Platz seine Übungen macht. Es ist Vormittag in Pelourinho, der Altstadt von Salvador, die im Übrigen das größte Barockensemble Lateinamerikas ist. Einer der Tänzer zieht uns zu sich, möchte uns ein paar Bewegungen des traditionellen brasilianischen Kampftanzes zeigen. Indira macht sofort mit. Es ist kaum möglich, sich nicht von der positiven Energie und Lebensfreude der Bahianer anstecken zu lassen.

Bunte Fassaden prägen das koloniale Stadtbild.

Bunte Fassaden prägen das koloniale Stadtbild.

So erging es vor Jahren auch Regula Iglesias-Stromer, einer Schweizerin, die hierher auswanderte und die wir in ihrem Reisebüro „Tours Bahia“ im Zentrum von Salvador besuchen. Sie wird übrigens nicht die letzte hier heimisch gewordene Europäerin sein, die wir während dieser Reise treffen. Sie gibt uns ein paar Tipps, was wir uns in Salvador nicht entgehen lassen sollten: „Im Teatro Miguel Santana wird eine erstklassige Folklore- Show gezeigt. Montag und Dienstag spielen auf der Placa Pedro Argano ‚Olodum‘, die Trommler, die schon mit Paul Simon gespielt haben und damals mit Michael Jackson ‚They don’t care about us‘ aufgenommen haben. Und wenn Ihr das wahre Bahia kennen lernen wollt, dann müsst Ihr auch ins Landesinnere reisen.“ Genau das haben wir vor, denn unsere nächste Station ist das Centro Cultural Dannemann in São Félix, wo wir einem Mann begegnen werden, der bereits vor 50 Jahren Europa verließ und in Bahia seine wahre Heimat fand…

Wie aus Gerhard Geraldo wurde…

Stolz präsentiert Indira ihre selbst gerollte Zigarre und das personalisierte Holzkistchen, in dem sie aufbewahrt wird.

Stolz präsentiert Indira ihre selbst gerollte Zigarre und das personalisierte Holzkistchen, in dem sie aufbewahrt wird.

Im Zentrum der Mata-Fina-Region des Recôncavo liegen die Zwillingsstädte Cachoeira und São Félix. Hier treffen wir Hans Joseph Maria Leusen, Konsul der Niederlande in Bahia und Präsident von Dannemann. Mit ihm besuchen wir das Centro Cultural Dannemann, das in der ersten Zigarrenmanufaktur des Unternehmensgründers Geraldo Dannemann in São Félix beheimatet ist. Neben seiner Funktion als Kulturstätte für Ausstellungen, Preisverleihungen, Konzerte u.ä. dient das Centro auch als Manufaktur für die Longfiller-Zigarren der exklusiven Dannemann „Artist Line“ und Schulungszentrum. Während eine der Rollerinnen uns in die Kunst der Zigarrenfertigung einweist, erzählt uns Hans ein paar interessante Fakten zur Historie von Dannemann in Brasilien. „Gerhard Dannemann aus Bremen wanderte 1872 nach Brasilien aus, um sich seiner großen Leidenschaft zu widmen – dem Tabak. Er fing mit einer kleinen Manufaktur hier in São Félix an und sorgte bald für wirtschaftlichen Aufschwung in der Region sowie bessere Arbeitsbedingungen. Der Dank der Bevölkerung war so groß, dass er zum Bürgermeister ernannt wurde. So wurde aus einem Deutschen ein Bahianer, aus Gerhard Geraldo und aus einem kleinen Zigarrenfabrikanten einer der wichtigsten Industriellen in Bahia.“

…und aus einem Holländer ein Brasilianer

Dannemann-Präsident Hans Joseph Maria Leusen

Dannemann-Präsident Hans Joseph Maria Leusen

Blick von Cachoeira nach São Félix über den Fluss Paraguacu. Rechts sieht man das Centro Dannemann.

Blick von Cachoeira nach São Félix über den Fluss Paraguacu. Rechts sieht man das Centro Dannemann.

Es geht zu den Plantagen. Vorbei an sattgrünen Hügeln, entlang imposanter Gebirgsschluchten und prächtiger Wälder. „Wir engagieren uns dafür, die Natur, der wir unseren erstklassigen Tabak verdanken, etwas zurückzugeben. Deshalb werden 30 Prozent unseres Areals nicht für den Anbau genutzt, sondern bewaldet.“ Hans Leusen zeigt uns die unter Planen befindlichen Kästen, in denen die Setzlinge für die Plantagen hochgezogen werden, die Trockenräume, in denen der geerntete Tabak sein würziges Aroma verströmt und die Räume für die Fermentation, in denen es heiß wie in einer Sauna ist. Während unseres Rundgangs erfahren wir einiges über den gebürtigen Holländer mit dem trockenen Humor, der, wie er selbst sagt, „Konsul wurde, weil wohl kein anderer Holländer da war.“

„Nächstes Jahr feiere ich gleich zwei Jubiläen“, sagt Hans. „Im Jahr 2012 werde ich 75 und bin seit 50 Jahren in Brasilien.“ Hier ist seine Heimat, erklärt er, auch wenn er regelmäßig Europa besucht. Er ist Bahianer geworden – das merkt man auch am Tempo seiner Bewegungen, an der entspannten Haltung, an dieser Lockerheit, die uns in Deutschland manchmal gut tun würde.

Adopt a tree

TOP Magazin Chefredakteurin Natalie Rosini an ihrem eigenhändig gepflanzten Baum, einem Jacaranda da Bahia

TOP Magazin Chefredakteurin Natalie Rosini an ihrem eigenhändig gepflanzten Baum, einem Jacaranda da Bahia

Das Thema Nachhaltigkeit ist Hans Leusen sehr wichtig: „Dannemann zeigt Verantwortung gegenüber jetzigen und zukünftigen Generationen – sowohl, was die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter betrifft, als auch die Natur. Wie schon gesagt, forsten wir das Areal zurzeit auf.“ Dafür hat Dannemann 2001 das Projekt „Adopt a tree“ ins Leben gerufen. Ein Herzensprojekt für Hans Leusen. „Das Ziel ist es, der einzigartigen Natur der Mata Fina Region etwas Nachhaltiges zurückzugeben. Gemäß unserem Motto: responsibility towards the origin of tobacco.“ Jeder Gast des Centro Dannemann kann die Patenschaft für einen Baum übernehmen und somit selbst Teil der Wiederaufforstung der Mata Fina werden. „Für jeden Gast wird ein ganz persönlicher Baum in unserem Garten auf unserer Tabakfarm Capivari Mangabeira gepflanzt.“ Zum Abschluss unseres Besuchs erfüllt Hans Leusen auch uns den Traum, mit einer Patenschaft einen Beitrag zur Erhaltung dieser atemberaubend schönen Natur zu leisten. Jeder von uns darf seinen eigenen Baum pflanzen. Ein Schild mit unseren Namen weist darauf hin, wer Pate des jeweiligen Baums ist. Es gibt eine Urkunde, und man kann die Entwicklung des Baums später im Internet verfolgen. Während des Pflanzens fängt es an, in Strömen zu regnen. Hans, ganz Bahianer, sieht es positiv: „Der Himmel ist auf unserer Seite. Die Bäume werden sicher prächtig gedeihen.“

Die Hängematte wartet

Indira im Naturidyll

Indira im Naturidyll…

Unsere letzte Station ist Morro de São Paulo, Indiras Geheimtipp in Bahia. Das einstige Fischerdorf auf der Insel Tinharé wurde vor rund 30 Jahren von Aussteigern, Künstlern und Hippies als idealer Rückzugsort entdeckt und gilt seither als Hideaway für Erholungssuchende. Trotz vorangeschrittener touristischer Erschließung hat die hübsche kleine Insel nichts von ihrem Charme und dem alternativen Charakter eingebüßt: Es gibt keine großen Resorts, keine Malls, keine Autos. Dafür warten dort endlose weiße Sandstrände, traumhafte Natur und Erholung pur. Und auch dort treffen wir Deutsche Expats…

bei Marga und Helmut in der Pousada Colibri

… bei Marga und Helmut in der Pousada Colibri

Wir wohnen in der Pousada Colibri, einer hübschen kleinen Anlage auf einer Anhöhe, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf die Bucht hat. Betrieben wird sie vom Ehepaar Helmut und Marga Bauer, die es 1980 an diesen idyllischen Ort verschlug, „als es hier noch keinen Strom gab“, erinnert sich die gebürtige Kölnerin Marga. Heute kann man hier in der Hängematte oder am Pool liegen, im Internet surfen und die ursprüngliche Natur genießen. Beim Frühstück etwa, wenn Marga neben frischen Brötchen, Eiern, Wurst und Käse sowie selbstgemachter Marmelade auch frisches Obst und einheimische Spezialitäten wie gebackene Bananen, Süßkartoffeln und Sirupkuchen serviert, und lustige Pinseläffchen vom Gebälk des Holzpavillons zu den Gästen herunterspähen, um den einen oder anderen Krümel zu stibitzen.

Das Leibgericht des Wahl-Bahianers Rainer Engel: Moqueca

Das Leibgericht des Wahl-Bahianers Rainer Engel: Moqueca

Und noch einen gebürtigen Deutschen treffen wir in Morro: Rainer Engel. Er wurde vor fünf Jahren im bahianischen Ilhéus heimisch, kommt immer mal auf die Aussteiger-Insel, um auszuspannen. Diesmal ist er hier, weil wir ihn einige Wochen zuvor in Frankfurt kennen gelernt hatten, und er uns ein paar Highlights zeigen will. Das erste ist das Restaurant Piscina, ein uriges Lokal aus dunklem Holz am Strand, wo er uns zu Moqueca, einem traditionellen brasilianischen Fischeintopf, einlädt. Während wir das leckere sämige Gericht, in dem ebenfalls die afrikanischen Wurzeln zu erschmecken sind, genießen, erzählt uns der erfolgreiche Geschäftsmann, was ihn hierher verschlagen hat. „Mein Leben in Deutschland bestand nur noch aus Arbeit. Das war zwar sehr lukrativ, doch Gesundheit und Glück kann man nun mal nicht kaufen. Als ich diesen herrlichen Flecken Erde bei einer Reise mit meinem Sohn entdeckte, entschloss ich mich, hier zu bleiben.“ Doch der typische Aussteiger, der sich fortan der Malerei oder Dichtung verschrieben hat, ist Rainer nicht. Der einstige Chef eines Sportmodelabels, der nach wie vor beste Kontakte zur weltweiten Sportelite, Prominenten und internationalen Unternehmen hat, setzt, wie er sagt, sein Know-how nun für seine „neue Heimat“ ein: So plant er zurzeit auf seinem Anwesen eine Fazenda, auf der neben einem luxuriösen Resort mit private Properties und Hotel ein Therapiezentrum für internationale Spitzensportler entstehen soll. Nachhaltig und mit größter Achtung vor der Natur, wie Rainer betont. „Dieses Land hat so viel Potential“, sagt er, „deshalb arbeite ich zurzeit auch an einem Energieprojekt. Mit Hilfe meiner Kontakte in Deutschland soll hier der weltgrößte Solarenergiepark entstehen.“ Klingt nach viel Arbeit, und als hätte Rainer Engel sein altes Business- Leben wieder. „Ja und nein“, gibt er zu. „Denn hier ticken die Uhren nun mal anders. Und wenn ich eine Auszeit brauche, komme ich einfach auf diese herrliche Insel.“

Letzter Abend auf Morro. Rainer zeigt uns seine Lieblingsbar Toca de Morcego, eine in eine Anhöhe gebaute Lounge mit Blick auf die Bucht. Gäste relaxen in bunten Sitzkissen, Kabanas und Hängematten. Die Sonne malt die herrlichsten Rottöne in den Himmel über Bahia. Die majestätischen Palmen wiegen sich in der lauen Brise, das Meer lässt aus der Ferne sein beruhigendes Rauschen vernehmen. Rainer errät unsere Gedanken. „Es ist nicht so einfach, ‚Goodbye Deutschland‘ zu sagen, und wenn man hierher auswandert, klappt natürlich nicht alles wie am Schnürchen. In Momenten wie diesen allerdings weiß ich: Ich würde es immer wieder tun.“

 

Indira – Dschungelkind mit vielen Gesichtern

„Meine Karriere begann eigentlich bei TOP Magazin Frankfurt“, erzählt Indira Weis

„Meine Karriere begann eigentlich bei TOP Magazin Frankfurt“, erzählt Indira Weis

„Meine Karriere begann eigentlich bei TOP Magazin Frankfurt“, erzählt Indira Weis. „Vor zehn Jahren, als mich noch keiner kannte, wurde ich für eine Modestrecke abgelichtet. Seither verbindet mich viel mit dem Magazin. Sowie mit meiner Heimat Frankfurt.“ Und Indira, halb Deutsche, halb Inderin, ist in der Tat ein echtes „Frankfodder Mädche“: Sie liebt Apfeweinkneipen, Grie Soß‘, die Eintracht und den „internationalen Spirit“ ihrer Heimatstadt. Als sie damals mit der Band Bro’Sis durchstartete, zeigte sich schon während der Castingsund bei späteren Videos, dass Singen nicht Indiras einziges Talent ist. Sie ist jemand, den man einfach gerne anschaut und der mehr zu erzählen hat, als viele Kritiker zu wissen meinen. „Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist“, lacht sie, „aber ich weiß natürlich, dass man als Person des öffentlichen Lebens auf der Hut sein muss.“ So wissen beispielsweise die meisten nicht, dass die Schauspielerin und Sängerin vor ein paar Jahren „in einer Phase der Sinn- und Identitätssuche“ eine mediale Auszeit nahm und nach Israel ging, um mehr über ihre jüdischen Wurzeln (Indira gehört wie ihr Vater dem jüdischen Glauben an) zu erfahren. Sie studierte die Thora und lernte Hebräisch. „So viel Geist trauen mir viele sicher nicht zu. Aber ich bin niemandem böse. Das ist wie mit den kritischen Stimmen zum ‚Dschungelcamp‘: Jeder findet es ganz furchtbar, aber erstaunlicherweise sind die meisten stets auf dem Laufenden. Für mich ist Ehrlichkeit das Wichtigste: Wenn ich etwas tue, auch wenn es noch so verrückt ist, stehe ich hundertprozentig dahinter.“ Und was Indira tut, ist mitnichten nur „verrückt“: Ihr Vater, der Entwicklungshilfe in Afrika leistete, nahm sie als Jugendliche mit nach Uganda und Ruanda, wo sie in den Flüchtlingscamps half. Zudem zählt es zu ihren Maximen, stets einen Teil ihrer Gagen und Honorare der Karl Kübel Stiftung für Kinderhilfsprojekte in Indien zukommen zu lassen. „Man sollte nie vergessen, woher man kommt, und dass es mit Ruhm und Glamour auch ganz schnell vorbei sein kann. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich bin froh über alle Erfahrungen, die ich bisher machen durfte – sowohl die guten als auch die schlechten. Ich glaube, das ist der Grund, warum ich stets positiv in die Zukunft blicke. Jeder neue Tag ist ein Geschenk.“

Travel Infos – Bahia

  • Condor fliegt zweimal wöchentlich (mittwochs und sonntags) direkt ab Frankfurt nach Salvador da Bahia. Die Flugzeit beträgt 11 Stunden. Auf den Nonstop-Flügen wird neben der regulären Economy Class und der Premium Economy Class auch die Comfort Class angeboten. Dort finden Sie nicht nur das aktuelle TOP Magazin Frankfurt, sondern die Zeit vergeht im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug.
    www.condor.de
  • Bei Tours Bahia im Zentrum von Salvador erhalten Sie nicht bloß nützliche Informationen für Ihre Bahia-Reise, Sie können auch Unterkünfte sowie verschiedene Touren buchen.
    www.toursbahia.com.br
  • Weitere Informationen zu Brasilien erhalten Sie auf der offiziellen Webseite des brasilianischen Tourismusministeriums:
    www.braziltour.com


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