Die Quirin Privatbank wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Sie war und ist die erste Bank, die ihre Kundinnen und Kunden unabhängig gegen Honorar berät. Bis heute vereinnahmt sie auch in der Frankfurter Niederlassung in der Schillerstraße keine Provisionen bei der Geldanlage. Seit einem halben Jahr führt Daniela Mehner diese und setzt sich im Sinne des Unternehmensgründers dafür ein, aus den Menschen bessere Anleger zu machen.
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Wer in die modernen Räume der Quirin Privatbank in der Schillerstraße kommt, um sein Geld anzulegen, der hört beim Beratungsgespräch erst einmal wenig von Risikostreuung, Aktiencharts und schon gar nichts von Börsenprognosen. „Wir diskutieren mit dem Kunden zunächst einmal seine persönlichen Wünsche. Dann besprechen wir mit ihm, wie er sein Geld so einsetzen kann, dass es ihn glücklich macht“, berichtet Daniela Mehner, die seit dem 1. Juli die Frankfurter Niederlassung der Privatbank leitet.
Es gehe darum, dass die Vermögensplanung des Kunden seiner individuellen Lebensplanung folgt, nicht umgekehrt. Natürlich müsse man in der Beratung irgendwann über Produkte, Anlagestrategien und die mit Aktien verbundenen Risiken sprechen. „Wenn ein Kunde sagt, er möchte 3.000 Euro Rente in 30 Jahren haben, dann geht das nicht mit einer Anlage in Tagesgeld. Wir ermitteln aber, mit welcher Anlagestrategie dieses Ziel erreicht werden kann.“
Das Wort Glück aus dem Mund einer Bankerin zu hören, ist eher unkonventionell. Ihr Chef, der Unternehmensgründer und CEO Karl Matthäus Schmidt, der die Bank mit Hauptsitz in Berlin und mehr als ein Dutzend Niederlassungen – unter anderem in Wiesbaden und Darmstadt, Hamburg und München – nach wie vor mit Leidenschaft führt, hat gleich ein ganzes Buch darüber geschrieben mit dem Titel „Geld im Glück“.
„Wir setzen bei der Geldanlage ausschließlich auf unabhängige Beratung gegen Honorar. Dadurch sind wir frei von Interessenkonflikten.“ – Daniela Mehner, Niederlassungsleiterin Quirin Privatbank
Darin erläutert der Banker in sechster Generation seinen Ansatz, dass Geld keinen Selbstzweck hat, aber dazu beitragen kann, uns glücklich zu machen, indem es unsere Ziele und Wünsche erfüllt. Er will Vorurteile gegenüber Aktienanlagen abbauen und mehr Menschen dazu animieren, Geld an der Börse zu investieren. „Mit einer klugen Geldanlage werden Sie das Glück für Ihr Geld begünstigen – und damit auch Ihr eigenes“, schreibt er.
Mit dem Geschäftsmodell, das die Interessen der Kunden in den Mittelpunkt stellt, geht die Quirin Privatbank neue Wege. Sie setzt bei der Geldanlage ausschließlich auf unabhängige Beratung gegen Honorar – ähnlich wie ein Steuerberater. Anders als bei traditionellen Banken verdient sie nicht über Provisionen aus Produktverkäufen, sondern berät ihre Kundinnen und Kunden auf unabhängiger Basis. Damit ist die Bank nach eigenen Angaben einzigartig in Deutschland.

Alle Kosten werden dabei transparent gemacht und offene sowie versteckte Provisionen rückvergütet. „Das hat zudem den Vorteil, dass wir in der Beratung unabhängig sind und frei von Interessenkonflikten. Wir wählen die Produkte, die wir anbieten, frei aus“, sagt Daniela Mehner.
Wissenschaftliche Methoden
Die Berater der Bank haben für ihre Kunden langfristige Ziele und die Risikosteuerung im Blick, daher werden in der Vermögensverwaltung vor allem ETFs und Indexklassenfonds genutzt, um eine breite Streuung zu erreichen und die Kosten für den Kunden niedrig zu halten. Das Anlagekonzept basiert auf der Finanzmarktforschung. Beraten werde nach objektiv-wissenschaftlichen Methoden, betont Mehner. „Wir verzichten auf Marktprognosen und Timing. Andere Banken bieten Ausblicke auf das kommende Börsenjahr. Das ist Spekulation.“ Die Quirin Bank setzt auf wissenschaftliche Erkenntnisse. „Wir haben zwischen 13.000 und 16.000 Einzeltitel im Portfolio. Wenn man diese langfristig anschaut, über einen Zeitraum von etwa 14 Jahren, dann ist eine Rendite von
7 bis 8 Prozent erreichbar.“
Die Anlage wird schließlich nach den individuellen Bedürfnissen des Kunden gestaltet. Gemeinsam werden ein Ziel und eine Aktienquote festgelegt. Selbst wenn es durch Ereignisse, wie etwa zuletzt durch Donald Trumps Zollpolitik, heftige Ausschläge an den Börsen gibt, wird diese gehalten. „Natürlich kann der Kunde auch kurzfristige Ziele haben, etwa, dass er in zwei Jahren einen Kredit ablösen möchte, dann hat die Anlage mehr Geldmarktcharakter. Das wird individuell abgewogen.“
Quirin Privatbank: Mehr als 100.000 Kunden
Das Konzept kommt bei den Kunden an. Mehr als 100.000 von ihnen verzeichnet die Quirin Privatbank bereits und ist weiter auf Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr 2025 konnte sie das Vorjahresergebnis um 12 Prozent steigern. Neben dem Anlagegeschäft bietet die Bank außerdem Beratung mittelständischer Unternehmen bei Finanzierungsmaßnahmen mit Eigen- oder Fremd-kapital an.
In der Frankfurter Niederlassung verwaltet sie insgesamt 465 Millionen Euro Anlagevermögen von rund 800 Kunden. Vor allem vermögende Privatkunden, Unternehmen aus dem Mittelstand, Selbstständige und Stiftungen kommen in die Schillerstraße oder empfangen die Berater in den eigenen Räumen. Eine Mindestanlage von 200.000 Euro sei erwünscht, sagt Daniela Mehner. „Wir legen aber auch darunter an, wenn es beispielsweise Kinder von Kunden sind. Das ist individuell.“
Für kleinere Beträge und technologieaffine Kunden verfügt die Privatbank über die digitale Tochter, die quirion AG. 2013 hatte Schmidt unter diesem Namen den ersten Robo-Advisor in Deutschland an den Markt gebracht. Unabhängig von der Höhe des Investments können die Kunden dort per App kurz- oder langfristig Geld anlegen und dabei von den Anlagestrategien der Privatbank profitieren. Mit „quirion.ai“ wurde zudem eine innovative KI-gestützte Vermögensberatungs-Lösung eingeführt, die wissenschaftlich fundierte Antworten auf Anlagefragen liefert und Finanzwissen vermittelt. Focus Money und die WirtschaftsWoche haben quirion 2025 zum „Besten Robo-Advisor“ gekürt.
Moderne Technologie bei der Quirin Privatbank
Auch für die eigenen Anlagekunden setzt die Quirin Privatbank auf moderne Technologie. Mit dem Q-Navigator können die Berater dem Kunden die finanzielle Zukunft inflationsbereinigt visualisieren, unterschiedliche Szenarien darstellen und ermöglichen diesem somit, seine finanziellen Ziele realistisch zu planen.
„So schlank und anschaulich habe ich es bisher bei keiner Bank gesehen“, betont Daniela Mehner, die mehr als 20 Jahre in der Branche tätig ist, zunächst bei Großbanken wie der Dresdner und der Deutschen Bank, dann bei privaten Häusern wie der Bethmann Bank und dem Bankhaus Metzler.
Der besondere Ansatz der Quirin Bank habe sie sehr angesprochen, begründet sie ihren Wechsel. Die Frankfurter Niederlassung will sie künftig weiter ausbauen. „Wir wollen größer werden, was die Kunden angeht und als Team.“ Darüber hinaus hat sie sich vorgenommen, die Bank im Rhein-Main-Gebiet bekannter zu machen. Sie netzwerke sehr gerne, betont sie, und hat sogar in diesem Jahr das Weltwirtschaftsforum in Davos besucht. Da die gebürtige Zwickauerin seit mehr als 20 Jahren in der Region lebt, kennt sie hier viele Menschen.
Den 20. Geburtstag der Bank in diesem Jahr will sie ebenfalls nutzen, um nicht nur Kunden, sondern auch ausgewählte Nichtkunden einzuladen. „Da wir sehr regional aufgestellt sind, macht jeder Standort seine eigene Feier“, erzählt sie. Ihren Gästen wird sie sicher auch den Namen der Quirin Bank erläutern, den Karl Matthäus Schmidt geprägt hat. Er ließ sich dafür vom Kriegsgott Quirinus inspirieren. „Aber nicht, weil er ein Krieger sein wollte, sondern um eine Lanze für die Privatanleger zu brechen.“
Mehr Informationen unter: www.quirinprivatbank.de/frankfurt
