Mit der 2024 in Frankfurt gegründeten Kanzlei Lintilia Law erfüllte sich Prof. Dr. Jan Roth einen Traum. 50 Köpfe – darunter 16 Anwälte und vier Partner – arbeiten in einem Team, das bei Insolvenzen und Nachlässen konsequent auf Kooperation setzt. Mit dem konsensorientierten Handling komplexer Vermögen und der operativen Ausrichtung sticht Lintilia heraus.
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Die gute Arbeit hat sich herumgesprochen. „Bei Insolvenzverwaltung und Nachlassgestaltung geht es um wirtschaftliche Entscheidungen mit bedeutenden Vermögenswerten und vielen Beteiligten, die unterschiedliche Interessen verfolgen“, sagt der Lintilia-Geschäftsführer. „Unser Anspruch ist, gute Lösungen für alle zu schaffen.“
Prof. Dr. Roth und Kollegen stellen in persönlichen Gesprächen ein Klima des Vertrauens her. Mehr als 2.000 Insolvenzverfahren und mehrere Hundert Nachlässe haben sie schon bearbeitet. Lintilia ist es gelungen, als vermittelnde Partei akzeptiert zu werden. Man übernimmt Verantwortung statt nur zu beraten.
Erfolgreiche Sanierung und Schutzschirmverfahren in Frankfurt
Das hat sich beispielsweise bei den HiFi-Profis – Experten für Unterhaltungselektronik in Frankfurt und Wiesbaden – wieder einmal bewährt. Lintilia betrieb als Generalbevollmächtigter im Schutzschirmverfahren eine erfolgreiche Sanierung. Jetzt wurden Käufer gefunden, die das Unternehmen fortführen werden.
Bei Insolvenzen ist die vorgefundene Situation häufig komplex. Es geht auch darum, Lieferanten und Kunden zufriedenzustellen. „Wir sind in der Lage, gute kaufmännische Entscheidungen zu treffen und Restrukturierungen schnell zu ermöglichen“, erläutert Jan Roth. „Wertschöpfung können wir seit 20 Jahren. Assets zu erhalten, ist Kern unserer Strategie. Dabei behalten wir die sozialen Aspekte im Blick.“
Auch untereinander herrscht ein großes Vertrauen. Ein Großteil der Anwälte bei Lintilia kennt sich schon sehr lange. Die Fluktuation ist sehr gering. Die Expertise im Insolvenz-, Erb- und Steuerrecht ist nur die Grundlage. Hinzu kommen betriebs- und finanzwirtschaftliche Fähigkeiten und vieles andere mehr.
Komplexe Vermögenswerte und Sachverhalte strukturiert ordnen
Wie bei Insolvenzen bestehen auch bei großen Nachlässen Vermögenswerte oft aus Unternehmensbeteiligungen, Depots, Immobilien sowie Sachwerten im In- und Ausland. Gerade bei Überschuldung spiele der Zeitfaktor eine maßgebliche Rolle, stellt der gebürtige Rüsselsheimer fest. „Wir gehen rein und ordnen.“
Ein dichtes Netzwerk von Sachverständigen steht Lintilia zur Verfügung. Sogar ungewöhnliche Sammlungen werden geschätzt und verwertet wie alte Flipper, Ersatzteile für Oldtimer, Jagdgewehre oder Märklin-Eisenbahnanlagen. „Die Integrität unseres Handelns steht an erster Stelle.“
Transparenz sei selbstverständlich: „Jederzeit erhalten die Verfahrensbeteiligten einen Überblick über den Stand der Dinge.“
Nachlassmanagement und unternehmerische Erbmediation
Psychologisches Einfühlungsvermögen gehört bei Lintilia immer dazu, besonders bei der Nachlassverwaltung. „Häufig streiten sich die Erben. In der Zwischenzeit darf das Vermögen nicht an Wert verlieren. Gar nichts zu machen, wäre schlecht“, fasst Jan Roth, der seit 2015 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als Honorarprofessor lehrt, die Ausgangslage zusammen.

Mit einer notariellen Auflistung von Vermögenswerten sei es nicht getan. „Wir können mehr. Andere schreiben. Wir gestalten.“ Selbst eine verfeindete Familie könne sich meist rasch auf einen kompetenten Dritten verständigen, der Nachlassgegenstände so lange verwaltet, bis die Erbauseinandersetzung abgeschlossen ist. „Das sind wir.“ Bis zur Klärung eines Erbkonflikts liegt dann das Nachlassmanagement bei der Kanzlei, die eine unternehmerische Rolle übernimmt.
„Häufig streiten sich die Erben. In der Zwischenzeit darf das Vermögen nicht an Wert verlieren. Gar nichts zu machen, wäre schlecht.“
Prof. Dr. Jan Roth, Lintilia Law
Lebzeitige Erbmoderation und vorausschauende Testamentsvollstreckung
Jan Roth ist Verfechter einer lebzeitigen Erbmoderation. „Die Hinterbliebenen sehen viel klarer, dass sich Gräben auftun könnten, wenn der Erblasser stirbt, als der Erblasser selbst.“ Ein Testament sei nicht in Stein gemeißelt. „Ich treffe mich gern einmal im Jahr bei einem Essen mit dem Mandanten, um zu hören, ob alles noch passt“, erzählt er. Es entstehe mit der Zeit eine Vertrauensbasis. Das Leben verändere sich und führe zu anderen Bewertungen.
„Es ist gut, den Willen von Testatoren regelmäßig auszuloten.“ Gegebenenfalls werde das Testament geändert. Viele freuten sich auf diese Treffen, bei denen alles zur Sprache kommen könne.
„Zum Beispiel will sich ein 81-jähriger Familienunternehmer zurückziehen und seinen 17-jährigen Enkel zum Nachfolger in der Firma machen“, erläutert der renommierte Jurist einen typischen Fall. „Lintilia übernimmt dann die Testamentsvollstreckung. Wir führen die Firma, bis der Junge 25 Jahre alt ist und ein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen hat.“
„In unserem Kanzleinamen steckt das Wort Linde. Sie steht seit dem Mittelalter für die Schlichtung von Rechtsstreitigkeiten.“
Prof. Dr. Jan Roth, Lintilia Law
Prozesse will Lintilia – wo immer möglich – vermeiden. Und das gelingt erstaunlich oft. „In unserem Kanzleinamen steckt das Wort Linde. Sie steht seit dem Mittelalter für die Schlichtung von Rechtsstreitigkeiten“, so Jan Roth. „Das inspiriert uns.“
Der sportliche Vater von drei Kindern ist ein neugieriger Mensch. Mit seiner Familie reist er gern auch an „unübliche Orte“. Für seine Hobbys – dazu zählt auch die Kartierung von Tag- und Nachtschmetterlingen – sei im Augenblick leider wenig Zeit. Er hat noch viel vor. Jan Roth mag Kreatives. „Schema F führt nicht zum Ziel.“
Mehr unter: www.lintilia.de
