Wer führt Hessens größte Sparkasse in die Zukunft? Der Verwaltungsrat setzt auf Kontinuität und eine interne Lösung: Dr. Arne Weick wird zum 1. April 2026 neuer Vorstandsvorsitzender. Er folgt auf Dr. Ingo Wiedemeier, der als Finanzvorstand zur Konzernmutter Helaba wechselt. Damit setzt das Institut auf eine Führungspersönlichkeit, die das Haus und den Wirtschaftsstandort Frankfurt seit Jahrzehnten prägt.
Inhalt
Die Entscheidung des Verwaltungsrats fiel einstimmig. Mit dem 59-jährigen Weick rückt ein Insider an die Spitze, der bereits seit 2012 dem Vorstand angehört. Zuletzt verantwortete er dort das Firmenkundengeschäft sowie das Treasury. Der promovierte Betriebswirt kennt das Haus aus verschiedenen Perspektiven: Vor seiner Zeit im Vorstand leitete er bereits das Ressort Marktfolge Kredit.
Ein Netzwerker für die Stadtgesellschaft
Die Berufung ist ein Signal an die regionale Wirtschaft. Weick gilt als exzellent vernetzt in der Stadt und bei den Firmenkunden. Thomas Groß, Vorsitzender des Verwaltungsrats, begründet die Wahl mit Weicks profunder Fachkenntnis und seiner jahrelangen Erfahrung in der Führung des Instituts.
Neue Struktur ab 2026
Mit dem personellen Wechsel ordnet die Sparkasse ihre Ressorts neu. Weick übernimmt als Vorsitzender die Bereiche Strategie, Personal, IT und Kommunikation. Sein bisheriges Aufgabengebiet, der Firmenkundenvertrieb, geht auf Marktvorstand Dr. Sven Matthiesen über. Andrea Kilian bleibt als CRO für Risiko und Compliance zuständig.
Damit verkleinert sich das Gremium zum April 2026 zunächst auf drei Mitglieder. Das soll jedoch kein Dauerzustand sein: Um die Aufgaben im Firmenkundengeschäft wieder breiter zu verteilen, ist perspektivisch die Rückkehr zu einem vierköpfigen Vorstand geplant.
Die Frankfurter Sparkasse betreut heute rund 800.000 Kunden. Für das 1822 gegründete Haus bleibt die Herausforderung bestehen, das dichte Filialnetz mit dem digitalen Ausbau zu verzahnen.
