Er wollte keinen Doktortitel, sondern Taten sehen. Für sein Millionen-Engagement ernennt die Frankfurt School of Finance and Management den Börsenmakler Wolfgang Steubing zu ihrem allerersten Ehrensenator. Weggefährten wie Uli Hoeneß und Klaus-Peter Müller feierten ein Frankfurter Original, das stets Klartext spricht.
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„Kommen Sie mir nicht mit einem Ehrendoktor. Das passt nicht zu mir.“ Wolfgang Steubing blieb sich treu. Der Börsenmakler wollte kein akademisches Lametta. Und so ernannte ihn die Frankfurt School, in deren Campus Steubing eine Million Euro gesteckt hat, kurzerhand zum allerersten Ehrensenator ihrer Geschichte. 300 Gäste im Audimax feierten den großzügigen und großherzigen Mäzen mit begeisterten Applaus.

Mahner, Mutmacher und ein verlässlicher Freund
Präsident Nils Stieglitz würdigte ihn als „Mahner und Mutmacher, der nicht nach Problemen sucht, sondern nach Lösungen. Einer, der die Eintracht und die Wissenschaft gleichermaßen in die Champions League peitscht.“ Sein langjähriger Freund Klaus-Peter Müller beschrieb den Eintracht-Ehrenaufsichtsrat als jemanden, der Wissen teilt, statt es zu horten: „Steubing gibt zurück, was er erarbeitet hat. Er ist der Freund, der gerade dann da ist, wenn es brenzlig wird.“
Uli Hoeneß über die soziale Pflicht der Großen

Uli Hoeneß erzählte im Talk mit Rainer Franzke von jener feuchtfröhlichen Berliner Nacht, die ihn und Steubing zusammenschweißte. Beide kommen aus kleinen Verhältnissen: „Am Anfang unserer Karrieren haben wir oft die Ellbogen ausgefahren.“ Bei Steubing sehe er dieselbe Wandlung wie bei sich selbst: „Je weiter man oben ist, desto sozialer muss man sein. Du musst die Großen packen und die Kleinen schützen.“ Mit tiefer Zuneigung schloss Hoeneß: „Ich freue mich so sehr für dich, Wolfgang. Keiner hat es mehr verdient als du.“
Stehende Ovationen für ein Frankfurter Original
Ehrensenator Steubing bedankte sich sichtlich bewegt und gewohnt schnörkellos: „Labora et Studia – arbeiten und studieren. Das ist es, was zählt. Alles andere ist „Fluff“.“ Der Polizeichor schmetterte zum Finale die Eintracht-Hymne. Und der Saal verneigte sich mit stehenden Ovationen vor einem Mann, der wie kein Zweiter mit Hirn und Herz für Frankfurt steht.
