Lazard Asset Management feiert in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum im deutschen Markt. Als die legendäre New Yorker Investmentbank Lazard das Asset Management in Frankfurt etablierte, waren die Finanzmärkte und die Kapitalanlage noch weniger komplex. „Mit globalem Blick und lokaler Expertise können wir die Kunden aber auch heute zielsicher durch Turbulenzen steuern“, resümiert Andreas Hübner, der seit Gründung 1999 CEO und Managing Director ist.
Inhalt
Noch immer sind es institutionelle Anleger wie Banken, Versicherungen oder Pensionskassen, mit denen der Vermögensverwalter langfristige Geschäftsbeziehungen unterhält. Doch das Geschäft mit Drittvertriebspartnern wird immer wichtiger. Zu den Erfolgsfaktoren in der aktiven Vermögensverwaltung gehört der Austausch mit Kunden zu relevanten Themen, um im Gespräch zu bleiben. „Die Verbindung aus dem alle Erdteile umspannenden Investmentnetzwerk und einer großen Nähe zu den Akteuren in der Region ist für alle der Schlüssel zum Erfolg“, erläutert der Netzwerker.
Vier marktbestimmende Trends
Gute Lösungen für Kapitalanlagen müssten die geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen berücksichtigen, führt der erfahrene Bankkaufmann aus. Aktuell sehen die Kapitalmarktexperten bei Lazard Asset Management vier wesentliche Trends. „Die Globalisierungsgewinner der letzten Jahrzehnte sind zu Verlierern des De-Globalisierungstrends der letzten Jahre geworden“, stellt Hübner fest. Europa, Deutschland und Teile Asiens suchten nach einem neuen Geschäftsmodell.
Die meisten Länder orientierten sich nach innen, sähen Märkte kritischer, regulierten stärker und steigerten Staatsausgaben und Schulden (De-Liberalisierungstrend). Nur die USA könnten sich aufgrund des starken Wachstums noch hohe Schulden leisten. Insgesamt stünden viele Demokratien unter Druck durch Populisten und kriegerische Konflikte. Ein De-Demokratisierungstrend sei erkennbar. Gleichzeitig habe die Inflation das Jahrzehnt des Gelddruckens und die Allmacht der Zentralbanken beendet. Die öffentlichen Haushalte würden künftig enger geschnürt (De-Monetarisierungstrend).
Andreas Hübner rechnet damit, dass sich die Konjunktur in Europa auf sehr niedrigem Niveau stabilisiert, während die Vereinigten Staaten wahrscheinlich eine weiche Landung ohne Rezession hinlegten. Arbeitskräftemangel herrsche auch dort, könne aber durch Produktivitätsfortschritte und Zuwanderung ausgeglichen werden.
„Gerade auch in schwierigen Lagen sind wir stark. Auf diese Weise ermöglichen wir unseren Kunden einen langfristigen Wertzuwachs.“ – Andreas Hübner, CEO Lazard Asset Management
Know-how aus Tradition bei Lazard Asset Management
Staaten, Unternehmen, Körperschaften und Family Offices vertrauen auf das Know-how von Lazard. Das 1848 gegründete Unternehmen residiert mitten in Manhattan im Rockefeller-Center. Rund 250 Milliarden Dollar verwaltet dessen Asset Management-Business derzeit weltweit: „Unser globales Research-Netzwerk mit über 300 Investmentexperten ist außergewöhnlich und eröffnet Einblicke und Chancen“, berichtet der Manager. „Gerade auch in schwierigen Lagen sind wir stark. Auf diese Weise ermöglichen wir unseren Kunden einen langfristigen Wertzuwachs.“
„Das Portfoliomanagement basiert auf Kundenvorgaben. Wir betreuen jeden Kunden individuell“, sagt Hübner. Im Bürohaus an der Alten Oper arbeiten 70 Beschäftigte, die zur Lazard Asset Management (Deutschland) GmbH gehören. Andreas Hübner und sein Team haben von Frankfurt aus auch die europäischen Lazard-Büros in Mailand, Zürich, Genf, Brüssel, Madrid und Wien aufgebaut.
Global Research und lokale Nähe
Das Team in Frankfurt profitiert vom globalen Research-Netzwerk innerhalb des US-amerikanischen Mutterkonzerns. Zur Unternehmenskultur gehört, die Kapitalanlage in übergeordnete thematische Zusammenhänge zu stellen. Risiken lassen sich so am besten bewerten.
Lazard informiert in regelmäßigen Abständen die Anleger und veröffentlicht marktaktuelle Beiträge. „Ineffizient, unterschätzt und deshalb chancenreich“, heißt eine Headline vom Juli zum japanischen Aktienmarkt. Dieser biete – trotz einer momentan schwächeren Phase – ein riesiges und breit diversifiziertes „Anlageuniversum“. Gerade weil der japanische Markt viele Unternehmen fehlbewerte, ergäben sich für Kenner Gelegenheiten. Bei internationalen Investoren seien japanische Aktien trotz ihres Potenzials jedoch noch deutlich untergewichtet.
Überlegte Risiken
Auch skandinavische Hochzins-Unternehmensanleihen stehen bei Lazard Asset Management aktuell hoch im Kurs. Aufgrund vergleichsweise kleiner Emissionsgrößen und häufig nicht vorhandener externer Ratings weise der Markt nämlich hohe Liquiditätsprämien aus. Auch Nordeuropa verfügt über ein engmaschiges Netz von Kontrahenten, Analysten, Vertretern öffentlicher und privater Institutionen sowie geldpolitischen Verantwortungsträgern.
„Mit globalem Blick und lokaler Expertise können wir die Kunden auch heute ziel-sicher durch Turbulenzen steuern.“ – Andreas Hübner, CEO Lazard Asset Management
„Natürlich ist bei jedem Kunden die Risikobereitschaft unterschiedlich“, hebt Andreas Hübner hervor. Das müsse bei der Beratung berücksichtigt werden. Kirchliche Anleger hätten andere Anlageschwerpunkte als Family Offices. Generell hält der gebürtige Badener aktives Asset Management für eine sinnvolle Sache.
Blick auf Deutschland
Lazard schaut nach vorn. „Deutschlands materielle Infrastruktur ist massiv unterfinanziert“, urteilt der Frankfurter CEO. „Überdies lässt sich das bisherige Rentensystem kaum mehr bezahlen.“ Hübner begrüßt deshalb die Einbeziehung der Finanzbranche, um den Reformstau zu beseitigen. Das beschlossene Gesetz um das aktienbasierte Generationenkapital sei ein erster Schritt, „auch wenn es noch sehr halbherzig ausgefallen ist“. Andere Länder wie die Schweiz und Österreich, die der Finanzbranche weniger misstrauten, hätten mit Alternativen zum Beitragssystem beste Erfahrungen gesammelt. „Die beiden Länder bekommen auch eine schnellere Modernisierung der Bahnstrecken oder des Netzausbaus hin“, meint Hübner.
„Die deutsche Bundesregierung muss ihre Projekte klar genug definieren und auskömmliche Renditen in Aussicht stellen, dann werden Investoren in infrastrukturelle Projekte auch einsteigen.“ Lazard Asset Management und andere Anbieter könnten solche Projekte beispielsweise in Form von Investments verwalten.
Aktive ETFs
Wie die nur Indizes abbildenden ETFs noch attraktiver gestaltet werden können, beschäftigt den Kapitalanlageexperten. „Die bisher üblichen passiven ETFs sind günstig, beliebt und leicht zu handeln. Aber es gibt bereits erste aktive ETFs, die noch erfolgversprechender sind.“ Aus den Bilanzen von Unternehmen werden demnach bestimmte Faktoren kalibriert, die eine noch bessere Rendite als der Gesamtmarkt versprächen.
Andreas Hübner ist ein wacher Geist und für vieles aufgeschlossen. Der im Südschwarzwald aufgewachsene Finanzfachmann kam nach einem mehrjährigen Aufenthalt in New York 1986 das erste Mal nach Frankfurt. „Da hielt sich die Begeisterung noch in Grenzen“, bekennt er. „Inzwischen liebe ich diese Stadt.“
Andreas Hübners Liebe zur Stadt
Verheiratet ist er mit einer Anwältin. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder und engagiert sich in der Frankfurter Kulturszene. Hübner ist Vorsitzender des Patronatsvereins der Städtischen Bühnen und sitzt im Kuratorium des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters.
Auch Sport gehört zu den Leidenschaften des CEO. Er hat in jungen Jahren als Skilehrer in der Schweiz gearbeitet und spricht ziemlich perfektes Schwyzerdütsch. Noch heute wedelt er gern im Winter über die Pisten. Beim TC Palmengarten spielt er Tennis auf beachtlichem Niveau und engagiert sich dort als Schatzmeister.
Mit Fußball hatte er früher nichts zu tun. Bis er ihn in Frankfurt für sich entdeckte. Heute sind er und seine ganze Familie lebenslange Mitglieder bei der Eintracht. Dabei sitzt er nicht nur im Stadion, sondern auch im Beirat der AG. Mit Lazard unterstützt er den Frauenfußball und E-Sports. „Damit wollen wir unsere Marke sichtbarer machen“, sagt der CEO von Lazard Asset Management in Deutschland. Regelmäßige Veranstaltungen mit prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft trügen dazu bei, mit der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. „Hier verbinden sich Wirtschaft, Politik, Geschichte und Kultur. Dadurch entsteht Spannendes und Neues.“
Mehr Informationen unter: www.lazardassetmanagement.de
► Jetzt informiert bleiben und kostenlosen Newsletter abonnieren.
