Originale Tatort-Fotos, rasante Live-SEK-Einsätze und aufgesprengte Tresore. Der Tag der offenen Tür des Polizeipräsidiums in der Miquel-Adickes-Allee ermöglichte spannende Einblicke hinter die Kulissen der Frankfurter Polizei. Über 20.000 Besucher strömten anlässlich des 150. Jubiläums auf das Gelände, darunter auch hr-Direktor Manfred Krupp, Polizeipräsident a.D. Achim Thiel oder Oberbürgermeister Peter Feldmann.

150 Jahre Polizei Frankfurt

„Trotz aller Antipathien. Die Frankfurter haben den Preußen viel zu verdanken“, betonte Polizeipräsident Gerhard Bereswill in seiner Ansprache und verwies damit auf die im 19. Jahrhundert gehegte Abneigung der Frankfurter Bürger gegenüber ihren Besatzern.

Polizeipräsident a.D. Dr. Achim Thiel mit Innenminister Peter Beuth und dem Helaba-Vorstandsvorsitzenden Herbert Hans Grüntker
Polizeipräsident a.D. Dr. Achim Thiel mit Innenminister Peter Beuth und dem Helaba-Vorstandsvorsitzenden Herbert Hans Grüntker

Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann fand lobende Worte, nicht für die Preußen, sondern für das amtierende Oberhaupt. „Ich hoffe, dass Sie es dem ersten Polizeipräsidenten Guido von Madai nicht gleichtun und nach Berlin gehen. Wir brauchen Sie hier“, appellierte er an Bereswill.

Polizei hautnah

Abseits der Bühne konnten die Gäste dann den Polizeialltag hautnah miterleben und nicht nur SEK-Einsätze verfolgen, sondern auch eine Rettungshundestaffel und eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit beobachten.

Wer sich in den Keller des Präsidiums wagte, wurde mit düsteren Kapiteln der Frankfurter Polizeigeschichte konfrontiert. So fanden sich in den Vitrinen Exponate wie die Tatwaffe des „Hammermörders von Frankfurt“. Aber auch zahlreiche Bildtafeln, die ebenso wie der gezeigte hr-Film „Rückblick: 150 Jahre Polizeipräsidium“ Einblicke in die Historie gaben. Ein rundum gelungener Tag – und ein Zeugnis für ein „zeitgemäßes, effektives und erfolgreiches Präsidium“, wie es Redner Peter Beuth, Hessischer Minister des Innern und für Sport, in der Festrede formulierte.