Der Eintracht-Trainer bleibt Frankfurt treu

Eintracht-Trainer Armin Veh bei einer Veranstaltung im letzten Jahr. Ob er in der Flaschenpost, die man dort verschicken konnte, wohl schon festgehalten hatte, dass er Frankfurt treu bleibt?
Eintracht-Trainer Armin Veh bei einer Veranstaltung im letzten Jahr. Ob er in der Flaschenpost, die man dort verschicken konnte, wohl schon festgehalten hatte, dass er Frankfurt treu bleibt?

Egal, wen man in letzter Zeit fragte – vom Sportmoderator bis zum Stammtischexperten waren sich alle einig: Armin Veh ist im Grunde schon so gut wie weg. Quasi mit einem Bein in Gelsenkirchen. In der Bild-Zeitung schrieb Kollege Alfred Draxler, der Wechsel zu Schalke 04 sei sicher und Veh habe diese Entscheidung auch schon „zwei, drei Vertrauten im Verein mitgeteilt. Nur offiziell ist sie noch nicht.“ Weit gefehlt! Denn heute gab die Eintracht bekannt, dass Armin Veh seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis Ende Juni 2014 verlängert. „Ich bin sehr erfreut, dass wir es geschafft haben, im sportlichen Bereich Kontinuität zu schaffen. Es gibt nicht viele Trainer, die solch eine natürliche Autorität haben“, sagte Eintracht Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Auch Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich gegenüber ARD-Hörfunk positiv: „Ich finde seine Entscheidung gut. Er hat bei der Eintracht etwas aufgebaut. Die Mannschaft ist fußballerisch sehr, sehr gut geworden, die Entwicklung unter Veh ist klasse“. Was der Bundestrainer anspricht, hatten viele wohl schon wieder verdrängt. Insofern ist Armin Vehs Bekenntnis zu Frankfurt auch ein wichtiges Zeichen gegen das Kleinreden, das trotz des sensationellen Aufstiegs und der tollen Saisonleistung von Eintracht Frankfurt immer wieder zu vernehmen war. Armin Veh hätte einen Bombenvertrag bei Schalke zu erwarten. Bessere sportliche Perspektiven sowieso. Zweitklassiges Denken, das einem Erstligisten auf Tabellenplatz 4 sicher nicht gerecht wird. Ebenso wenig wie Armin Veh selbst: Sicher hätte jeder Trainer gerne die Mittel, um Millionenverträge mit namhaften Spielern abzuschließen und auf internationalem Niveau zu spielen. Armin Veh unterstreicht mit seinem Entschluss noch einmal, was er der Presse gegenüber immer wieder betont: Es gehe ihm nicht allein ums Geld, sondern „um sportliche Konkurrenzfähigkeit“. Nun, da das Bangen um seinen Verbleib ein Ende und die Eintracht mit Fiat auch einen neuen Trikotsponsor gefunden hat, können Armin Veh und sein Team weiter daran arbeiten.