Die verletzten Eintrachtspieler Srdjan Lakic, Sebastian Rode und Alex Meier
Die verletzten Eintrachtspieler Srdjan Lakic, Sebastian Rode und Alex Meier

Wie schon im letzten Jahr, wissen die beiden größten Fußballvereine Frankfurts die Länderspielpause in der Liga ideal für sich zu nutzen und trafen sich im Volksbank Stadion zum einem Testspiel. Zum einen ist es für die Eintracht eine optimale Gelegenheit, Ersatz- und Perspektivspielern die Chance zu geben, sich in der ersten Mannschaft zu präsentieren und die Konzentration in der Zeit ohne Pflichtspiel hochzuhalten, zumal Stammspieler wie Sebastian RodeAlex Meier und Stürmer Srdjan Lakic verletzt sind. Zum anderen bietet solch ein Spiel eine willkommene Abwechslung und ernstzunehmende Herausforderung für die „Bernemer Jungs“ vom FSV.

4078 Zuschauer sahen eine erste Hälfte, die weitgehend von der Eintracht dominiert wurde und zunächst keinen Zweifel an der Überlegenheit des Europa-League-Teilnehmers aufkommen lies. So wunderte es auch niemanden, dass Inui in der 16. Minute zum 1:0 traf. Im zweiten Durchgang war es der eingewechselte Schröck, der erst eine Großchance versiebte, jedoch beim nächsten Versuch eine Minute später auf 2:0 (62.) erhöhen konnte. Spannend sollte es trotzdem noch werden: der Anschlusstreffer von Djengoue nach einem Eckball ließ nur zwei Minuten auf sich warten. Und trotz Inuis 3:1 kam der FSV durch Epstein (89.) noch einmal heran. Nur eine großartige Paraden des eingewechselten Frankfurt-Neuzugangs Felix Wiedwald verhinderte den drohenden Ausgleich.

Eintracht-Präsident Peter Fischer im „Gerippten“ mit Marketing Club Präsident Claudio Montanini
Eintracht-Präsident Peter Fischer im „Gerippten“ mit Marketing Club Präsident Claudio Montanini
Eintracht-Verteidiger Marco Russ betonte nach dem Spiel, dass die beiden Lokalrivalen eine langjährige Tradition und eine vor allem von den Fans gelebte, freundschaftliche Beziehung, verbindet „nicht wie es mit Lautern, dem OFC oder Mainz der Fall ist“.

Doch neben der sportlichen Leistung gab es unter den Zuschauern auch ein ungewöhnlich modisches Thema. So lief die Elf von Armin Veh erstmals im türkisfarbenen Ausweichtrikot „Äppler-Dress“ auf. Die in das petrolgrüne Jersey eingewebten Waben, die an klassische Äbbelwoi-Gläser erinnern sollen, veranlassten die Fans, dem Trikot den Spitznamen „Geripptes“ zu verpassen. Während viele Anhänger der Eintracht noch nicht so recht wissen, was sie von einer Eintracht in grün halten sollen, war Eintracht-Präsident Peter Fischer so überzeugt, sich als erster ein Shirt überzuziehen. (ml)