Was für ein Heimauftakt für die Frankfurter Eintracht, die im am zweiten Spieltag der 51. Bundesliga-Saison den Triple-Sieger aus München in der Commerzbank Arena willkommen hieß. Bei spätsommerlicher Hitze und atemberaubender Stimmung sah man, anders noch als im ersten Saison-Spiel, eine neu aufgestellte Eintracht, die wohl aus der 6:1-Klatsche in Berlin gelernt hat und sich defensiv wesentlich organisierter und gefestigter zeigte und Bayern München vor allem in der zweiten Halbzeit das Leben schwer machte. Nach 90 Minuten musste sich die Elf von Armin Veh jedoch den insgesamt überlegenen Bayern knapp mit 0:1 geschlagen geben. Während einige Fans die unglückliche Niederlage schon verdaut hatten und dem Europa-League-Qualifikationsspiel in Baku entgegenfieberten, haderten nicht wenige mit Schiedsrichter Gagelmann, der mit seinen umstrittenen Entscheidungen nicht wenig Anteil am Sieg der Bayern hatte. Allerdings hätte das Ergebnis ohne einige Weltklasse Paraden des Eintracht-Schlussmanns Kevin Trapp, wesentlich unerfreulicher ausfallen können.

Eintracht-Präsident  Peter Fischer mit Fiat-Deutschland-Chef Eric Laforge
Eintracht-Präsident Peter Fischer mit Fiat-Deutschland-Chef Eric Laforge
Besonders angetan von Spiel und Stimmung zeigte sich Fiat-Deutschland-Chef Eric Laforge, der seinen Urlaub unterbrach, um sich mit Eintracht-Präsident Peter Fischer das Spiel anzusehen und über Unterschiede der Bundesliga und Serie A zu fachsimpeln. Uli Stein, selbst Torwarttrainer in Baku, der die Begegnung mit seiner Tochter Jennifer verfolgte, zeigte sich hinsichtlich des Spiels der Eintracht gegen Qarabag Agdam in der kommenden Woche nicht allzu besorgt und bezeichnete die Qualifikation für die Gruppenphase der Euro-League als „machbare Aufgabe“. Und auch Bayern-Fan Thierry Antinori, Vorstand bei Emirates, wollte sich das Spiel seines Lieblingsklub (leider FC statt SGE) in seiner ehemaligen Heimat Frankfurt nicht entgehen lassen.
In der Loge von Bauunternehmer Peter Hollerbach wurde lange nach Abpfiff gefeiert, unter anderem auch der 5:1-Sieg der TSG Hoffenheim, wo das Unternehmen auch aktiv ist. Bürgermeister a.D. Achim Vandreike konnte nach langer Zeit der Abwesenheit wieder die Atmosphäre im Stadion mit Wolfgang Steubing und Rainer Franzke genießen.