Applaus für die Preisträgerin des Ludwig-Börne-Preises Eva Menasse (Foto Reuss)
Applaus für die Preisträgerin des Ludwig-Börne-Preises Eva Menasse (Foto Reuss)

Eva Menasse hat heute in der Frankfurter Paulskirche den Ludwig-Börne-Preis erhalten. Verleger Florian Illies hob in seiner Laudatio Scharfsinn, Humor und europäisches Bewusstsein der Schriftstellerin hervor.

Die Journalistin und Schriftstellerin Eva Menasse hat heute in der Frankfurter Paulskirche den Ludwig-Börne-Preis erhalten.

Bestseller-Autor und Verleger Florian Illies, diesjähriger Juror, begründete seine Entscheidung für Eva Menasse damit, dass sie hellwach auf die großen gesellschaftlichen Untiefen unserer Zeit schaue „mit einer seltenen Mischung aus Scharfsinn, Streitlust, Humor und europäischem Bewusstsein.“

Erschreckende Unvoreingenommenheit

Zugleich habe Menasse als eine der ersten überhaupt damit begonnen, mit Rechten zu reden. „Ihre Unvoreingenommenheit ist fast erschreckend, ihr Gerechtigkeitsgefühl imponierend“, so Illies. Sie warne sehr differenziert vor den destruktiven Kräften, die die öffentlichen Debatten im Zeitalter des Internets radikalisieren.

Florian Illies war der alleinige Juror und hielt die Laudatio auf Eva Menasse (Foto Reuss)
Florian Illies war der alleinige Juror und hielt die Laudatio auf Eva Menasse (Foto Reuss)

Eva Menasse wurde 1970 in Wien geboren. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Journalistin, unter anderem für die FAZ. Seit 2003 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin. Als Buchautorin machte sich Menasse mit ihrem ersten Debütroman „Vienna“ einen Namen, in dem sie von einer Wiener Familie mit jüdischer Herkunft erzählt. Für das 2017 erschienene Werk „Tiere für Fortgeschrittene“ erhielt sie noch im selben Jahr den Österreicher Buchpreis.

Eva Menasse bedankt sich für den Ludwig-Börne-Preis 2019 (Foto Reuss)
Eva Menasse bedankt sich für den Ludwig-Börne-Preis 2019 (Foto Reuss)

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Frankfurter Ludwig-Börne-Stiftung für herausragende Essays, Kritik und Reportagen vergeben. Er soll an den in Frankfurt geborenen Publizisten Ludwig Börne (1786-1837) erinnern, der als Begründer des politischen Feuilletons in Deutschland gilt.

Im vergangenen Jahr fungierte die Fernsehmoderatorin Maybrit Illner als Preisrichterin. Sie erkannte die Auszeichnung der in Frankfurt geborenen und in den USA arbeitenden Journalistin Souad Mekhennet zu. Bisherige Preisträger waren unter anderem Ex-Bundespräsident Joachim Gauck, Peter Sloterdijk, der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki und FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher.

Buch-Tipps

Vienna
  • Eva Menasse
  • Publisher: Kiepenheuer&Witsch
  • Edition no. 4 (14.02.2005)
Tiere für Fortgeschrittene
  • Eva Menasse
  • Publisher: Kiepenheuer&Witsch
  • Edition no. 1 (09.03.2017)
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