Bravissimo!

Die Oper Frankfurt bietet mit ihrem Programm alles andere als Mainstream am Main. Und das wissen nicht nur Vertreter vom Fach zu schätzen – immerhin wurde unser Opernhaus in London zur „Opera Company of the Year 2013“ gekürt -, auch die konstante Auslastung von rund 90 Prozent sowie die Abonnentenzahl von über 12.000 belegen: Frankfurt ist weit mehr als eine Finanzmetropole.

Und damit das so bleibt und weiterhin internationale Stars und Talente auf unserer Opern- und Theaterbühne in spannenden und zum Teil auch gewagten Inszenierungen glänzen können, folgten in diesem Jahr wieder zahlreiche Kulturliebhaber der Einladung von Opern-Intendant Bernd Loebe und Deutsche Bank-Vorstand Jürgen Fitschen, Kuratoriumsvorsitzender des Patronatsvereins, zur Operngala.

Insgesamt 958 Gäste sorgten für einen neuen Rekord bei den Einnahmen zugunsten von Kunst und Kultur: über 850.000 Euro. „Ein deutliches Zeichen der Wertschätzung, die unsere Oper in der gesamten Stadtgesellschaft genießt“, erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann bei seiner Begrüßungsrede und vergaß nicht zu betonen, welche wichtige Rolle dabei Intendant Loebe spielt: „Sie sind in den internationalen Opernmetropolen ein begehrter Mann. Kommen sie bloß nicht auf dumme Gedanken! Sie als Eintracht-Fan gehören nach Frankfurt!“ Für die Presse hatte unser Stadtoberhaupt dann auch noch eine kleine Spitze parat: „Ich möchte mich nicht wie nach der letzten Gala mit der Schlagzeile konfrontiert sehen, dass ich keinen Smoking trage. In diesem Jahr trage ich einen.“ Wenn auch weder mit Fliege noch Bauchbinde…

Der Kultur schaffende Fußball-Fan wiederum wandte sich in Hinblick auf das Bundesliga-Spiel am Tag darauf direkt an Eintracht-Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Wilhelm Bender. „Wir stehen kurz vor einer Premiere. Was meinen sie, mit was für einer Fresse ich da reingehe, wenn ihr wieder so ein Ding fangt?!“ Eine Vorahnung, die, wie wir heute wissen, nicht ganz unbegründet war.

Das Programm, durch das Gastgeber Bernd Loebe dann mit gewohnt unterhaltsamen Informationen und Anekdoten führte, zeigte einen facettenreichen Querschnitt durch die musikalische Klasse der Oper. Und auch wenn für Weltstar Juan Diego Flórez, der trotz Erkrankung zwei Arien sang, der größte Applaus gespendet wurde, war unser persönliches Highlight die Darbietung von Sopranistin Karen Vuong, die mit Dvořáks Lied an den Mond aus Rusalka für Gänsehaut sorgte.

Nach den Darbietungen des Ensembles von Generalmusikdirektor Sebastian Weigle war es dann wieder soweit: Die Große Bühne drehte sich und gab den Blick auf die prächtig gedeckten Tafeln frei, an denen dem Musikgenuss die kulinarischen Freuden folgten. Grund zur Freude hat im Übrigen auch Organisatorin Katherine Fürstenberg-Raettig: Der Vorverkauf für die 16. Operngala 2014 läuft bereits. Dann heißt es, wie Intendant Bernd Loebe munter proklamierte, „die Million zu knacken.“