Mit mehr als 150 Konzerten lockt das „Rheingau Musik Festival“ in diesem Sommer Liebhaber von Klassik und Jazz in die Weinregion und ihre Umgebung. 

Vom 18. Juni bis 27. August werden 42 Orte des Rheingaus und benachbarter Regionen bespielt, sagte am Donnerstag Festivalintendant Michael Herrmann in Oestrich-Winkel. Darunter das Kloster Eberbach im Rheingau, das Kurhaus in Wiesbaden, die Erlöserkirche in Bad Homburg im Taunus und die Malakoff-Terrasse in Mainz. Themenschwerpunkte der 29. Ausgabe sind „Starke Frauen“, „Klangwelten“ und der 175. Geburtstag des Komponisten Antonín Dvořák.

Jazz-Trompeter Till Brönner (Foto Andreas Bitesnich)
Jazz-Trompeter Till Brönner (Foto Andreas Bitesnich)

Im Mittelpunkt des Programms steht unter anderem die Geigerin Isabelle Faust mit Musik von Johann Sebastian Bach bis György Kurtág. Als Fokus-Künstler präsentiert sich Yannick Nézet-Séguin nicht nur als Dirigent, sondern auch als Kammermusiker. In den „Fokus Jazz“ stellt das Festival den Trompeter Till Brönner.

Unter dem Motto „Ein Sommer voller Musik“ erwartet das Festival Solisten wie Lisa Batiashvili, Max Mutzke, Dominique Horwitz, Götz Alsmann, Maurizio Pollini, Annette Dasch, Julia Fischer, Daniel Müller-Schott, Hélène Grimaud und Christian Gerhaher.

Ferner spielen nicht nur große Ensembles wie die Berliner Philharmoniker das Rotterdam Philharmonic Orchestra und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen auf, sondern auch das Frankfurter Trio Enescu, das nach seinem letztjährigen Festival-Debüt in diesem Jahr auf Schloss Johannisberg musiziert.

Das Rheingau Musik Festival ist eines der größten privat organisierten klassischen Musikfeste Europas. Die Kosten belaufen sich nach Angaben der Veranstalter in diesem Jahr auf acht Millionen Euro. Der Betrag werde vor allem durch Sponsorenverträge und Spenden finanziert. Das Land Hessen gebe einen Zuschuss von 25.000 Euro.

Für die Konzerte auf Kloster Eberbach, im Kurhaus Wiesbaden und in anderen Spielstätten gibt es 124.000 Eintrittskarten.

www.rheingau-musik-festival.de