Ein frischer Wind pfiff in wahrer Herbstmanier um die Ecken, als wir den roten Teppich auf der Freßgass ausrollten, um unsere Gäste im Café Paris zur Top Lounge zu begrüßen. In den Räumen der jüngst eröffneten Brasserie fanden sich 300 Persönlichkeiten aus dem gesellschaftlichen und öffentlichen Leben ein, um bei anregenden Gesprächen, kulinarischen Genüssen und entspannter Live-Musik einen besonderen Abend im Zeichen der Grande Nation zu genießen.

Fotos: Michael Hohmann, Edward Park (Top Magazin)

Bei einem Glas Crémant trafen Geladene wie Axel Wintermeyer, Staatsminister der Hessischen Staatskanzlei, Messe Frankfurt-Chef Detlef Braun, Senckenberg-Präsidentin Dr. h.c. Beate Heraeus oder René Parmantier, Vorstandsvorsitzender der Seydler Bank, auf bekannte Gesichter wie Komiker „Maddin“ Schneider, Alla Polyova, Doyenne und Generalkonsulin der Ukraine, Ex-Fußballweltmeister Bernd Hölzenbein, Schriftstellerin und Rechtsanwältin Laura Karasek oder Eintracht Frankfurt-Präsident Peter Fischer sowie zahlreiche Unternehmer und Vertreter des Konsularischen Korps.

Sima Roth, Staatsminister Axel Wintermeyer (Hessische Staatskanzlei) und Ehrenbürgerin und Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt a.D. Dr. h.c. Petra Roth
Sima Roth, Staatsminister Axel Wintermeyer (Hessische Staatskanzlei) und Ehrenbürgerin und Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt a.D. Dr. h.c. Petra Roth

Paris, je t’aime

Die Idee der Gastgeber Claudia Schwarz und Hans-Jürgen Laumeister, Paris mit ihrer Brasserie in die Mainmetropole zu holen, fand bei den Gästen, die sich schnell vom Souterrain über die geöffnete Küche bis hin zur Galerie auf den zahlreichen Ebenen tummelten, großen Anklang: „Ich war innerhalb kurzer Zeit schon einige Male zum Brunch hier. Die Location ist einfach toll und auch wunderbar für dieses hochkarätige Event ausgewählt“, lobte etwa HessenFilm-Geschäftsführer Hans Joachim Mendig, während sich Rechtsanwalt Dr. Jürgen Gehb, Counsel bei Beiten Burkhardt, gar „pudelwohl“ fühlte.

Bei Uwe Beckmann weckte das Ambiente Erinnerungen an die nordische Hansestadt: „Ich kenne das Konzept aus Hamburg, wo das erste Café Paris gegründet wurde, und freue mich schon jetzt auf viele tolle Abende hier“, so der Wempe Frankfurt-Chef, der erst kürzlich von Berlin in die Mainmetropole gezogen ist.

Café Paris-Betreiber Hans Jürgen Laumeister und Daniela Schwarz mit Weinexperte Harry Hochheimer
Café Paris-Betreiber Hans Jürgen Laumeister und Daniela Schwarz mit Weinexperte Harry Hochheimer

Nicht zuletzt, weil man sich bei Lillet, französischen Rothschild-Weinen und Saxophon-Klängen in die Stadt der Liebe katapultiert fühlte, wehte an diesem Abend ein ganz besonderes Flair durch die weitläufigen Räume des Bistros, dessen schwarz-weiß gekachelte Böden, dunkel glänzenden Holzfronten und elegante Möbel in sanften Grün- und Blautönen mit den stilvoll gekleideten Gästen um die Wette strahlten. Nach der offiziellen Begrüßung durch Top Magazin-Verleger Michael Ruiss, galt es dann aber, sich nicht nur den ästhetischen, sondern auch den kulinarischen Genüssen zuzuwenden.

Küchenparty Deluxe

So lockten auf der ersten Etage frische Austern „Fine de Clair“, die mit Vorliebe bei einem Glas Champagner geschlürft wurden. „Einfach köstlich“, schwärme Immobilienberaterin Christiane Fehrmann. Ebenso großem Zuspruch erfreuten sich die bretonische Fischsuppe und das Rindertartar nach Art des Hauses mit Pommes Frites, deren köstlicher Duft die Feinschmecker bis in die offen zugängliche Küche lotste. Und weil die besten Partys bekanntlich in der Küche stattfinden, wurde zwischen Pfannen, Töpfen und Tellern nach Herzenslust geschlemmt und geplaudert.

Olga und Susanne Seel lassen sich die Bretonische Fischsuppe schmecken
Olga und Susanne Seel lassen sich die Bretonische Fischsuppe schmecken

Und so schweiften bei dem ein oder anderen auch die Gedanken nach Frankreich: „Bei diesem guten Tatar werden viele Erinnerungen an Paris wach“, befand Prof. Stephan Schupbach, der sich ob der Einzug gehaltenen Kälte gleich doppelt zufrieden zeigte: „Ich bin froh, dass der Sommer jetzt vorbei ist und muss sagen, dass ich mich richtig auf den Winter freue.“

Bei Volker Stein lag die letzte Reise in das Nachbarland noch gar nicht lange zurück. Aus Anlass der Beendigung des Ersten Weltkriegs besuchte er dort eine Gedenkfeier, weil ihm „die deutsch-französische Freundschaft sehr am Herzen liege“, so der ehemalige Ordnungsdezernent.

Interline-Inhaber Michael Trux konnte die Grande Nation sogar für einige Jahre seine Heimat nennen: „Ich habe gigantische Erinnerungen an Paris“, lässt er die Zeit zwischen 1972 und 1975 Revue passieren, „meine Eltern hatten außerdem ein Ferienhaus in Cannes und ich liebte schon damals die vielen Kontraste des Landes.“

Im Salle Bleu wurden Austern kredenzt
Im Salle Bleu wurden Austern kredenzt

Süße Sünden und ernste Töne

Aber nicht nur die deftigen Köstlichkeiten ließen die Herzen der Genießer höher schlagen: Wer die Kalorien aus dem dritten Stock durch das Herabsteigen der vielen Treppenstufen wieder verbrannt hatte, konnte sich im Untergeschoss dann mit reinem Gewissen den süßen Sünden wie Petit Tartes au Chocolat, Crème brûlée oder Salade de Fruits widmen.

Für einen runden Abschluss sorgte das Team von Etter Fruchtbrände, das den Conaisseurs einen Williamsbirnen-Schnaps mit dem vielversprechenden Titel „La fine Eau de Vie“ kredenzte. „Ich hab´ jetzt alle Stockwerke durch“, rief „Maddin“ Schneider im Vorbeigehen, bevor er uns noch den Titel seines neuen Programms verriet: „Es heißt: Denke macht Kopfweh!“, schmunzelte der gebürtige Bad Homburger und langjährige Top Lounge-Gast.

Hönig Hausen kredenzte feine Fruchtbrände von Etter
Hönig Hausen kredenzte feine Fruchtbrände von Etter

Sich diesem Credo widersetzend, wurden in den persönlichen Gesprächen aber auch ernstere Töne angeschlagen. So fiel es der Senckenberg-Präsidentin Dr. h.c. Beate Heraeus trotz der gelösten Atmosphäre schwer, sich auf das heitere Treiben einzulassen: „In unserer heutigen Zeit kann ich mich nicht entspannen, denn ich mache mir sehr viele Gedanken um die Ressourcen unseres Planeten“, so die leidenschaftliche Naturschützerin, die sich neben ihrer Tätigkeit für die Senckenberg-Gesellschaft außerdem stark in den Bereichen Umweltschutz und Bildung engagiert. Auch für Unternehmer Gerd Schüler ein wichtiger Belang: „Ich beschäftige mich momentan viel mit dem Thema der Nachhaltigkeit“, so der ehemalige Autorennfahrer, dem beim Nachhaken aber keine genaueren Erklärungen zu entlocken waren.

„Wir sind Frankfurter!“

Freimütiger plauderte dafür Eintracht Frankfurt-Präsident Peter Fischer über die schönste Nebensache der Welt: den Fußball. „Das Thema Paris steht unter einem guten Stern. Wir haben ja kürzlich erst den Torwart Kevin Trapp von Paris Saint-Germain auf Leihbasis verpflichtet“, freute sich der Unternehmer über den gelungenen Transfercoup. Und auch Marketing Club-Präsident und Eintracht-Aufsichtsratmitglied Claudio Montanini waren die Adler Thema Nummer 1: „Unser Ziel: die Eintracht immer weiter nach vorne bringen.“ So dürfte es den beiden gefallen, dass Mainhattan mit Ex-Weltmeister Bernd Hölzenbein seit kurzem um eine weitere Fußball-Legende reicher ist: „Meine Frau und ich sind von Gravenbruch nach Frankfurt gezogen und können jetzt stolz sagen: Wir sind Frankfurter!“

Zur späteren Stunde wurde dann die groovige Jazzmusik durch schnellere Beats abgelöst, was Gäste wie René Parmantier zum Anlass nahmen, eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen. Schriftstellerin und Rechtsanwältin Laura Karasek beobachtete die tanzende Gästeschar aber lieber aus der Distanz und nutzte stattdessen die Gelegenheit, im engen Kreis über wahre Gefühle zu sprechen: „Wo könnte man besser über Liebe und Herzschmerz reden, wenn nicht im Café Paris?“, so die blonde Powerfrau und Kolumnistin. „Letzten Endes geht es doch immer darum, zu lieben und geliebt zu werden“, befand sie.

Etwas pragmatischer äußerte sich dann Ehrenbürgerin und Frankfurter Oberbürgermeisterin a.D. Dr. h.c. Petra Roth zu ihren Zielen: „Ich habe mir vorgenommen mein Golf-Handicap zu verbessern und wünsche mir, meinen mittlerweile vier Enkeln weiterhin eine aktive Oma zu sein.“

Achim Winter (Top Magazin) im Interview mit Ehrenbürgerin und Oberbürgermeisterin a.D Dr. h.c. Petra Roth
Achim Winter (Top Magazin) im Interview mit Ehrenbürgerin und Oberbürgermeisterin a.D Dr. h.c. Petra Roth

Ob die stilechte Location im Herzen der Stadt, die französische Spitzenküche oder die vielen guten Gespräche unter Freunden und Geschäftspartnern –  in den frühen Morgenstunden ging eine gelungene Top Lounge dem Ende zu und so strömten unsere Gäste mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen wieder hinaus in die kühle Herbstnacht.

(aj)

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