Zum inzwischen 18. Mal lud die WIZO (Women’s International Zionist Organisation) zur One Night for Children-Spendengala. Und ihrem Ruf folgte nicht nur das Who is Who der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt: an die 300 spendenbereite Freunde, Wegbegleiter und Sponsoren der WIZO-Ladies schritten durch den Liberty Ballroom des Hilton. Auf die ganz großen Namen musste jedoch verzichtet werden. Allerdings mit gutem Grund und reichlich Freude: Stammgast und First Lady der Bundesrepublik Daniela Schadt befand sich in Berlin am Brandburger Tor bei der Kundgebung „Nie wieder Judenhass“ zusammen mit Dr. Dieter Graumann, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Botschafter Yakov Hadas-Handelsmann. Ehrengast und Vertreter der Stadt Frankfurt war Stadtkämmerer Uwe Becker, der für seine Ansprache, in der er sich vor allem für Juden in Deutschland und ihre Situation stark machte und die Menschlichkeit und Herzlichkeit im Engagement der WIZO-Damen hervorhob, tosenden Beifall und Standing Ovations erntete. Im Anschluss wurde ihm von einer bewegten Diana Schnabel, Präsidentin der WIZO Deutschland, die Ehrennadel verliehen. Bei der Übergabe fehlten ihr fast die Worte: „Was soll ich zu solch einer engagierten und herzlichen Persönlichkeit sagen: ein Freund der WIZO, ein Freund Isreals.“

Die Moderatoren Andrea Kiewel und Alexander Mazza beglückwünschen den erst 13 Jahre alten Joel zu seiner Leistung.
Die Moderatoren Andrea Kiewel und Alexander Mazza beglückwünschen den erst 13 Jahre alten Joel zu seiner Leistung.

Selbstverständlich gab es, standesgemäß für eine WIZO-Gala, spannende Show-Acts, anmoderiert von Andrea „Kiwi“ Kiewel und Alexander Mazza. Zuerst verzückte der erst 13-jährige „The Voice Kids“-Teilnehmer Joel Schneider mit Songs wie „Treasure You“ und „What a lovely day“ das Publikum und sorgte mit einer Eigeninterpretation von „Happy“ für endgültig gute Laune unter den Anwesenden, die begeistert den Takt mitklatschten. Allen voran Topmodel Sara Nuru und Diana Schnabel. Ein weiterer Stargast des Abends war der deutsche Pianist Joja Wendt, der für Simone Graumann, WIZO-Vorstandsmitglied und Gattin von Dr. Dieter Graumann, gleich mehrere Geburtstagsstücke im Stile verschiedener Komponisten, von Tschaikowsky bis Mozart, zum Besten gab. Highlight seines Auftritts war allerdings seine Interpretation des Klassikers „Got my Mojo working“, den er im Duett mit der gesamten Gästeschar spielte.

Doch der karitative Zweck der Veranstaltung sollte nicht verloren gehen, denn die WIZO engagiert sich mit über 200.000 Mitgliedern in mehr als 50 Ländern für mehr Chancen von benachteiligten Kindern. Und das ausdrücklich für alle Glaubensrichtungen und Konfessionen. So wurden bei den jüngsten Angriffen auf israelische Städte im Grenzgebiet von Gaza die WIZO-Einrichtungen kurzerhand für Flüchtlinge aller Konfessionen und Herkunft geöffnet, um den Leidtragenden des Krieges eine sichere Unterkunft zu bieten. „Wir wollen, dass Diana Schnabel heute Abend tanzend nach Hause geht“, forderte Alexander Mazza. „Mindestens 500 Patenschaften werden dafür wohl gebraucht.“ Und tatsächlich konnte man am späten Abend 560 abgeschlossene Patenschaften verzeichnen. Ob Frau Schnabel allerdings wirklich nach Hause tanzte, wissen wir leider nicht.