Nach neuesten Studien belegt Frankfurt in der Top Ten der lebenswertesten Städte der Welt den siebten Platz. In der Untersuchung der Unternehmensberatung Mercer unter internationalen Arbeitnehmern sind nur Städte wie Wien, Auckland, München oder Düsseldorf noch lebenswerter. Dabei ist Frankfurt mit seinen etwas mehr als 700.000 Einwohnern gerade mal die fünftgrößte Stadt Deutschlands.

Erst wenn man die täglichen Pendler hinzurechnet, wird sie zur Millionenstadt. Eine Weltstadt ist sie dennoch, und das ganz offiziell. Die englische Denkfabrik „Globalization and World Cities Research Network“ hat Frankfurt 2010 als Alpha-Weltstadt eingestuft und 2012 als bedeutendste Stadt im deutschsprachigen Raum bezeichnet.

Das hat die Mainmetropole vor allem ihrem Ruf als führendem Finanzzentrum Kontinentaleuropas zu verdanken sowie ihrer Lage als Verkehrsdrehkreuz mit dem Flughafen, einem der meistgenutzten Personenbahnhöfe Europas und dem dichten Autobahnnetz, aber auch Unternehmen wie der Messe.

Frankfurt galt als „Kaufhaus der Deutschen“.

So modern diese drei Bestandteile einer Metropole anmuten, sie haben in Frankfurt eine lange Geschichte. Bereits im Mittelalter kreuzten sich am Main aufgrund der geografischen Lage die europäischen Handelsstraßen. Die Herbstmesse und vor allem die Fasten- oder Frühjahrsmesse wurden dadurch zur Drehscheibe des Fernhandels. Zur Erntezeit wurden vor allem regionale Waren angeboten, im Frühjahr dagegen Weine, Rohstoffe und gewerbliche Produkte aus aller Welt.

Die Stadt galt damals als „Kaufhaus der Deutschen“. Seit 1480 zählt auch die Buchmesse zum festen Bestandteil der Frankfurter Messe, die wie alle anderen Messen auf dem Römerberg stattfand. Mit der Niederlassung des Buchdrucks um 1530 wurde Frankfurt zur wichtigsten Druckerstadt Deutschlands und zu einem der größten Buchzentren Europas. Wenn auch heute einige namhafte Verlage der Stadt den Rücken gekehrt haben, richtet Frankfurt, so betont es das Unternehmen, die größte Buchmesse der Welt aus, an der jährlich Aussteller aus rund 100 Ländern teilnehmen.

Europas Finanzplatz Nr. 1

Auch für Frankfurts Ruf als Stadt des Geldes ist nicht erst die Ansiedlung der Europäischen Zentralbank verantwortlich. Dafür gibt es historisch ebenfalls gute Gründe. Bereits für das Jahr 1402 können die Historiker die erste städtische Wechselstube nachweisen. Einen Stand auf dem Römer, an dem die Kurse auswärtiger Münzen festgelegt wurden.

Eine Anfrage von Kaufleuten aus dem Jahr 1585 markiert den Beginn der Frankfurter Börse.

Ein Kurszettel der Frankfuter Börse aus dem Jahre 1727
Ein Kurszettel der Frankfuter Börse aus dem Jahre 1727

„Entscheidend für die Entwicklung Frankfurts zum Finanzplatz war die Einrichtung der beiden zweiwöchigen Reichsmessen. Im 15. Jahrhundert kam der Wechsel als handelbares Wertpapier auf den Messen in Verwendung“, betont der Numismatiker und Kurator am Historischen Museum, Frank Berger.

Eine Anfrage von 82 Kaufleuten aus dem Jahr 1585 zur Festsetzung des Kurses von neun Münzsorten markiere den Beginn der Frankfurter Börse, berichtet er weiter.

„Die Kaufleute stammten überwiegend aus Nürnberg, Antwerpen, Bergen, Valenciennes und Brüssel. Die seitdem regelmäßigen Versammlungen, die auf dem Platz vor dem Römer stattfanden, wurden 1605 erstmals ‚Börse‘ genannt.“

Größtes Bankhaus der Welt

Die Kaufleute reduzierten im 18. Jahrhundert zunehmend ihren Warenhandel und gingen zu Wechsel- und Anleihegeschäften über. Sie wurden Privatbankiers. Im 19. Jahrhundert stieg Frankfurt schließlich zum führenden europäischen Finanzplatz auf. So gründeten zum Beispiel die Söhne von Meyer Amschel Rothschild, der seine Karriere als Münzhändler begann, Filialen in London, Paris, Wien und Neapel.

Das Innere der 'Alten Frankfurter Börse' am Liebfrauenberg
Das Innere der ‚Alten Frankfurter Börse‘ am Liebfrauenberg

„M.A. Rothschild & Söhne war der führende Akteur an den europäischen Börsen des 19. Jahrhunderts und von ca. 1815 bis 1915 das größte Bankhaus der Welt“, betont Frank Berger, der in seinem Buch „101 Geldorte“ viele Frankfurter Finanzgeschichten erzählt.

Während die Stadt mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 als Finanzplatz an Bedeutung verlor, gewann sie nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Führungsrolle zurück. Mit der „Bank deutscher Länder“ 1948 wurde am Main die Währungsreform abgewickelt. „Dadurch wurde Frankfurt zum finanziellen Zentrum der Bundesrepublik Deutschland“, so Berger. Aus der Einrichtung ging 1957 die Deutsche Bundesbank hervor.

Frankfurt dürfte als Finanzmetropole an Bedeutung gewinnen.

Heute sind in Frankfurt rund 260 in- und ausländische Kreditinstitute angesiedelt, dazu seit 1998 die Europäische Zentralbank, die Frankfurt zur Stadt des Euro machte. Ihre Hauptaufgaben sind es, als Organ der Europäischen Union die gemeinsame Währung zu hüten, für Preisstabilität vor allem in den Euro-Ländern zu sorgen und die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten.

In näherer Zukunft könnte die Zahl der Unternehmen und Mitarbeiter aus der Finanzbranche in Frankfurt weiter steigen. Durch den beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würden bereits jetzt zahlreiche Banken in Frankfurt Immobilien suchen, bestätigt die Branche. Frankfurt dürfte als Finanzmetropole damit weiter an Bedeutung gewinnen.

Aufstieg zur Großstadt

Seit der Annektion durch die Preußen im Jahr 1866 ist Frankfurt endgültig zur Großstadt aufgestiegen. In dieser Zeit entwickelte sich der moderne Industrie- und Handelsplatz. So wuchsen etwa die 1863 gegründeten Farbwerke Hoechst bis zum Ersten Weltkrieg zu einem Weltunternehmen. Heute ist der Industriepark Höchst, der 90 Unternehmen, darunter einige internationale Konzerne beherbergt, nach eigenen Angaben einer der größten Chemie- und Pharmastandorte Europas.

Der damalige 'Centralbahnhof Frankfurt' im Jahre 1903
Der damalige ‚Centralbahnhof Frankfurt‘ im Jahre 1903

Die Entwicklung zur Großstadt verdankte Frankfurt vor allem der modernen Verkehrsanbindung. So wurden in diesen Jahren Planungen für einen zentralen Bahnhof aufgenommen. 1888 konnte der „Centralbahnhof Frankfurt“ eröffnet werden, der anfangs der größte Bahnhof Europas war. Heute fahren die Züge von dort aus durchgehend bis nach Amsterdam, Brüssel, Wien, Paris und Marseille.

1909 fand die Internationale Luftschifffahrt-Ausstellung am Main statt. Nur einen Monat später wurde mit der Deutschen Luftschifffahrts-Aktiengesellschaft die erste Fluggesellschaft der Welt gegründet, die 1912 den Luftschiffhafen am Rebstock eröffnete. Wenig später starteten und landeten dort auch Flugzeuge. 1930 beschloss der Magistrat, im Stadtwald einen neuen Flughafen zu bauen.

Diese Pläne übernahmen die Nationalsozialisten und eröffneten 1936 den Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main, von den Medien damals als „Weltflughafen“ gefeiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Flughafen erstmals ausgebaut, die Passagierzahlen stiegen sprunghaft an.

Zwei Dutzend Flughäfen

Dass ausgerechnet Frankfurt sich zum größten Flughafen des Landes entwickeln konnte, obwohl er flächenmäßig der Kleinste ist, hält der frühere Fraport-Chef Wilhelm Bender für eine politische und keine ökonomische Entscheidung. „In der Nachkriegszeit hätte sich auch das Ruhrgebiet als Standort angeboten, etwa Düsseldorf.

Da Frankfurt aber keine Bundeshauptstadt wurde, sondern Bonn, hat man dafür der Stadt die Basis der damals noch staatlichen Lufthansa zugesprochen, die Frankfurt zum internationalen Drehkreuz gemacht hat.“ Anfang der 1990er Jahre war der Flughafen europaweit die Nummer Zwei hinter London.

Die Internationalität seiner Einwohner hat in Frankfurt Tradition.

Heute liegt er zwar auch hinter Paris und Amsterdam, ist aber für mehr als 60 Millionen Menschen jährlich das Tor zur Welt und nach Deutschland. Die Fraport AG, die als Eigentümerin des Geländes den Fluggesellschaften und anderen Nutzern ihre Einrichtungen zur Verfügung stellt, ist zudem ein weltweites Unternehmen, das in Ländern wie Griechenland, Bulgarien, der Türkei, China, Peru, Russland und den USA insgesamt zwei Dutzend weitere Flughäfen betreibt und so die Voraussetzung für eine internationale Vernetzung schafft.

„Wir haben damals, als ich 1993 den Vorsitz übernahm, mit kleinen Flughäfen wie Hahn und Saarbrücken angefangen, da es schwierig war, alleine in Frankfurt zu wachsen. Es wurde schnell ein sehr erfolgreiches Geschäft“, berichtet Bender, der die Fraport 17 Jahre lang führte und unter anderem an die Börse brachte.

Der Ausbau des Frankfurter Flughafens wäre ohne diesen internationalen Geschäftsbereich nicht möglich, betont er. „Es lohnt sich meiner Ansicht nach auch weiterhin, das auszubauen und damit das Risiko zu streuen.“ Die Fraport AG sei heute einer der größten Flughafenbetreiber der Welt.

Auch vor Ort wird weiter entwickelt. Das neue Terminal 3 soll voraussichtlich 75 Flugzeugabstellpositionen und Platz für bis zu 25 Millionen weitere Passagiere pro Jahr bieten. „Es ist wichtig, dass der Flughafen weiter wächst, um international bestehen zu können“, sagt Wilhelm Bender.

Internationaler Anziehungspunkt

Die Kapazitäten steigen und bringen zugleich immer mehr Geschäftsreisende und Touristen nach Frankfurt. Denn der Ruf Frankfurts hat sich ebenfalls längst in der Welt verbreitet. 5,2 Millionen Gäste übernachteten im vergangenen Jahr in der Stadt, fast zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor.

„Seit sieben Jahren verzeichnet der Tourismus hier neue Rekorde, und dies trotz schwieriger weltweiter sicherheits- und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen“, stellte Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Bekanntgabe der Zahlen fest. Die meisten Besucher kamen aus den USA und China. Das Angebot an international renommierten Museen wie dem Städel oder dem Museum für Moderne Kunst macht Frankfurt attraktiv.

„Wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei?“

Ein Multikulti-Quartier wie das Bahnhofsviertel, in dem heute Menschen aus fast hundert Nationen leben und über das schon die New York Times berichtete, ist ebenso Anziehungspunkt für viele Gäste. Die Internationalität seiner Einwohner, auch sie hat in Frankfurt Tradition, spätestens seit der Ansiedlung protestantischer Glaubensflüchtlinge im 16. und 17. Jahrhundert.

Tradition hat auch das Frankfurter Selbstbewusstsein, das der Dichter Friedrich Stoltze so schön in Verse kleidete: „Un es will merr net in mein Kopp enei: Wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei?“


Die Messe Frankfurt

Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt
Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt

Die Messe Frankfurt ist mit mehr als 640 Millionen Euro Umsatz und über 2360 Mitarbeitern der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Im Jahr 2016 fanden unter dem Dach der Messe Frankfurt 138 Messen sowie über 200 Kongresse, Tagungen und Events statt. Ihr Geschäftsführer Detlef Braun erläutert die Entwicklung.

Wie konnte sich die Messe Frankfurt zum führenden Unternehmen in der Branche entwickeln und an die Spitze internationaler Anbieter aufrücken?

Frankfurt ist seit 777 Jahren Messestadt. Die geografische Lage mitten in Europa und beste logistische Verbindungen sind die Voraussetzungen dafür, dass Frankfurt sich zum internationalen Drehkreuz der Messebranche entwickelt hat. Mit starken Produkten und einer umfassenden Branchenexpertise rund um den Globus. Gleichzeitig wurde in Frankfurt ein Messegelände etabliert, das mit einer Grundfläche von annähernd 600.000 Quadratmetern zu den größten und modernsten weltweit zählt.

Die hohe Funktionalität unserer Hallen und Tagungsräumlichkeiten sowie eine Vielzahl von Dienstleistungen von der Infrastruktur über die Sicherheit und Logistik bis hin zur Gastronomie schaffen beste Bedingungen für Messen, Kongresse und Events. Die in Frankfurt stattfindenden Veranstaltungen sind in der Regel die Leitmessen ihrer jeweiligen Branche. Unter Verwendung der bekannten Produktgruppen-Nomenklatur – in die für die Branchen wichtigen Weltregionen exportiert.

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) ist nach wie vor die größte Messe in Frankfurt, oder?

Die IAA ist mit ihren über 930.000 Messegästen die besucherstärkste Gastveranstaltung auf dem Gelände der Messe Frankfurt. Wir organisieren nicht nur eigene Weltleitmessen, sondern stellen unser Gelände, das zu den modernsten und größten der Welt zählt, ebenso für Gastveranstalter wie den Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) zur Verfügung. 2015 hatten wir mit 23 Veranstaltungen, darunter auch die Buchmesse und die ACHEMA, ein außerordentlich starkes Gastveranstaltungsjahr.

Besucherzahlen sind nur einer von vielen Parametern für die Größe einer Veranstaltung. In erster Linie wird eine Messe nach der wirtschaftlichen und kommunikativen Bedeutung für die jeweilige Branche bemessen. In diesem Kontext sind unsere eigenen Messen wie die Ambiente, die Automechanika, die ISH und die Light+Building oder auch die Heimtextil und die Musikmesse die Flaggschiffe ihrer jeweiligen Industrie.

Sie veranstalten mehr Messen im Ausland als in Deutschland. Ist denn die Kapazität der Messe in Frankfurt erschöpft? Wie schwierig ist es, neue Messen in Frankfurt zu etablieren?

Die Messe Frankfurt ist seit rund 30 Jahren erfolgreich in den Schlüsselregionen rund um den Erdball präsent. Die Unternehmensgruppe besitzt ein weltumspannendes Netz aus 30 Tochtergesellschaften und rund 55 internationalen Vertriebspartnern und ist in 175 Ländern mit eigenen Veranstaltungen vertreten.

Mit ihrer Markenstrategie, die starken Frankfurter Messethemen auf den globalen Wachstumsmärkten in ausgewählten Schwerpunktregionen zu besetzen, sichert sich die Messe Frankfurt ihre Marktposition für die Unternehmensgruppe. Dadurch werden das Unternehmen und auch die Messen am Heimatstandort gestärkt. Beispielsweise ist der weit überdurchschnittliche Internationalitätsgrad am Standort Frankfurt von rund dreiviertel der Aussteller und etwa der Hälfte der Besucher, die aus dem Ausland anreisen, ein Effekt, der vor allem aus den Aktivitäten im Ausland resultiert.

Das Marktpotenzial für neue Veranstaltungen bzw. der Messebedarf in Deutschland ist über alle Branchen hinweg weitestgehend erschöpft. Wachstum kann vor allem im Ausland generiert werden. Wir realisieren am Standort Frankfurt weiter wachsendes Geschäft, indem wir die strategische Entwicklung unseres Geländes vorantreiben. Aktuell entsteht die neue Messehalle 12, die zur Automechanika 2018 in Betrieb genommen wird.

Welche Schwerpunkte setzen Sie im Auslandsgeschäft? Was können Sie da besser als andere?

Mit ihren Marken ist die Messe Frankfurt an den Hubs dieser Welt zu Hause. Wir haben ausgewiesene Schwerpunktregionen, in denen wir unsere Marken platzieren. Das sind Asien, vorrangig China und Indien, aber auch Russland und die Arabischen Emirate. Neben dem Export von eigenen Marken werden auch Veranstaltungen akquiriert, wenn sich die Chance bietet und diese in unsere Geschäftsfelder und in unser Portfolio passen.

Die große Stärke der Messe Frankfurt ist ihre weltweite Branchenexpertise. Wir betreiben in der Regel in jedem Land, in dem wir als Messeveranstalter tätig sind, eine Tochtergesellschaft. Insgesamt besitzt die Messe Frankfurt 30 Tochtergesellschaften rund um den Globus. Unsere dortigen, in der überwiegenden Mehrzahl einheimischen Mitarbeiter kennen die kulturellen und wirtschaftlichen Hintergründe sowie die Bedürfe und auch die Partner im jeweiligen Land sehr genau.

Wird die Bedeutung des Auslandsgeschäftes künftig weiter steigen?

Das Ausland ist ein Treiber für die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe und trägt wesentlich zum Geschäftserfolg der Messe Frankfurt bei. 2016 zeigten rund 48.600 Aussteller auf 86 Veranstaltungen über 1,7 Millionen Besuchern ihr Leistungsspektrum. Die ausländischen Tochtergesellschaften haben ihren Anteil am Konzern-Umsatz mittlerweile auf rund 40 Prozent ausgebaut.


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