Picknick im Schlosshotel Kronberg Park
Picknick im Schlosshotel Kronberg Park

Das klassische Picknick ist wohl eine der ältesten und bekanntesten Freizeitaktivitäten. Hinaus in die Natur, das bietet sich auch in einer Großstadt wie Frankfurt an. Und es gibt mehr Möglichkeiten dazu, als man denkt. Fehlt nur noch der richtig gepackte Picknick-Korb. Von Sabine Börchers

Aktuell lässt sich gerade in den westlichen Großstädten ein Revival des Picknicks beobachten. Die einen genießen fröhliche Ausflüge ins Grüne mit Kind, Kegel und Klappgrill, die anderen eher das Glam Picnic. Im Internet gibt es unzählige Anregungen, wie man das gestalten kann, vom Boho-Picknick mit bunten Kissen, Teppich und Holzkisten statt Korb bis hin zum romantischen Kerzendinner auf der Decke oder dem stilvoll arrangierten „White Dinner“ unter freiem Himmel, das aus Paris nach Deutschland kam.

Man kann es sich aber auch einfach machen und den Picknick-Korb packen lassen. Das geht in unterschiedlichen Hotels im Rhein-Main-Gebiet, in Frankfurt etwa im Grandhotel Hessischer Hof an der Messe. Dort sorgt der Küchenchef für die passenden Leckereien, inklusive einer Flasche aus dem hauseigenen Weingut Prinz von Hessen. Gepicknickt wird im Palmengarten. Eine Limousine bringt Korb und Gäste sogar vom Hotel zum Garten, wo mehrere Wiesen zum sich Niederlassen einladen.

Wer dazu lieber raus in den Taunus fährt und dort herrschaftlich picknicken möchte: Spätestens ab Ende Mai werden im Schlosshotel Kronberg die Körbe gepackt. Und weil das Hotel einst Wohnsitz der ehemaligen deutschen Kaiserin Victoria, einer englischen Prinzessin, war, wird natürlich stilvoll im weitläufigen Schlosspark gespeist, wo man zwischen dem Rosengarten, der Grotte der Kaiserin und weiteren idyllischen Plätzen wählen kann.

Unsere Picknick-Gäste genießen besonders die majestätische Kulisse des Anwesens und des Parks.“ – Christoph Hesse, Schlosshotel Kronberg

Die Resonanz auf das Angebot, das das Hotel bereits seit vier oder fünf Jahren macht, sei sehr groß, bestätigt Christoph Hesse, seit eineinhalb Jahren Küchenchef des Hotels. „Unsere Picknick-Gäste genießen neben dem Essen besonders die majestätische Kulisse des Anwesens und des Parks.“

Im Rosengarten des Schlosshotels Kronberg
Im Rosengarten des Schlosshotels Kronberg

Ein Picknick habe einen besonderen Charakter, weil das Teilen der Speisen im Vordergrund stehe, findet er. Deshalb füllt er den Korb gerne mit kleinen Leckereien wie Miniwraps, sommerlichen Salaten, Desserts im Glas. Frankfurter Grüne Soße und Ei dürften auch nicht fehlen. Und weil Hesse selbst ganz einfache Snacks wie Käsewürfel, Trauben und vor allem frische Beeren liebt, gehören auch Erdbeeren & Co. zum Korbinhalt. Dazu frisches Baguette, Räucherlachs, Serranoschinken und Brie, und die Brotzeit im Freien ist fertig. „Es muss nicht ausufernd sein, aber es muss gut sein und schmecken.“

Im Taunus gibt es noch weitere Adressen für das Freiluftvergnügen. Auch im Park des Hotels Falkenstein Grand in Königstein kann gepicknickt werden. Das Restaurant Landgut Falkenstein im Hotel sorgt für die entsprechenden Körbe, klassisch oder vegetarisch, und die entsprechenden Picknickplätze an der Terrasse.

Picknick in Frankfurt: Kleinigkeit aufpicken

Schon die alten Griechen wussten ein gemeinsames Essen im Freien zu schätzen. Sie trafen sich zum Freundschaftsmahl, dem Eranos, jeder brachte dazu etwas zu essen oder zu trinken mit und alles wurde geteilt. Die berühmteste Überlieferung eines frühen Picknicks stammt wohl aus der Bibel. Bei der „Speisung der 5.000“ bat Jesus Christus die Menschen, sich aufs Gras zu lagern, während er das Brot brach und vermehrte. „Und sie aßen alle und wurden satt“, heißt es etwa im Markusevangelium.

Edouard Manet - Le Déjeuner sur l'herbe (1863)
Edouard Manet – Le Déjeuner sur l’herbe (1863)

Im Mittelalter speisten Reisende oft notgedrungen unter freiem Himmel. In der Zeit des Barock wurde vor allem in Frankreich das Essen im Freien als Sommervergnügen in Adelskreisen populär. Man saß dort an langen Tafeln und speiste. Aus dieser Zeit stammt wohl auch der Begriff „pique-nique“, eine Verbindung des französischen Verbs „pique“, zu deutsch aufpicken, und „nique“, was so viel wie Kleinigkeit bedeutet.

Im viktorianischen England war es Queen Victoria, die das Picknick zur Mode machte. Sie liebte es, im Freien zu essen. Die Engländer erfanden dazu im 19. Jahrhundert auch den passenden Picknickkorb für das Essen plus Porzellangeschirr, Silberbesteck und eine Decke. Natürlich durfte der Tee dabei nicht fehlen, weshalb oft ein tragbares Kochgerät für das Wasser zur Ausstattung gehörte.

Genießen wie die Briten

In Großbritannien genießen Picknicks nach wie vor gesellschaftlich einen hohen Stellenwert. Beim Tennisturnier in Wimbledon etwa sind sie Tradition, ebenso beim Pferderennen in Ascot. Auch wer zum Cricket geht, weiß, dass es dort in der Regel eine 20-minütige Teepause gibt, in der ein Imbiss im Freien eingenommen wird. Kein Wunder also, dass man in Großbritannien zum Picknick durchaus mit der neusten Hutkreation erscheinen kann. Serviert werden dazu Champagner, Pasteten und sommerliche Salate.

Die Entschleunigung mache heute den besonderen Reiz des Picknicks aus, glaubt Christoph Hesse vom Schlosshotels Kronberg. „Wenn man beruflich viel unterwegs und ständig erreichbar ist, kann man mal das Handy ausmachen, den Picknick-Korb nehmen, sich hinsetzen und die Zeit genießen.“

Auf Luxus muss man dabei keineswegs verzichten. Wer ein wenig High-Society-Atmosphäre in den Frankfurter Parks verspüren möchte, kann statt eines schönen Weidenkorbs stilsicher zu einem Lederkoffer von Louis Vuitton mit echtem Silberbesteck und Porzellan aus Limoges greifen. Der stabile Koffer wurde in Frankreich für Auto- und Motorradfahrten ins Grüne entwickelt. Praktisch ist auch der britische „Gourmet Trotter“, der sich wie ein Golf-Caddy ziehen lässt und innen natürlich mit englischem Tweed, auf Wunsch auch passend zum eigenen Anzug, ausgestattet ist.

Rezept: Joghurt-Tahini-Dip

 

Küchenchef des Schlosshotel Kronberg Christoph Hesse
Küchenchef des Schlosshotel Kronberg Christoph Hesse

▶︎ 50 g helles Tahini (Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern)
▶︎ 50 g griechischer Joghurt
▶︎ 2 EL Zitronensaft
▶︎ 1 Knoblauchzehe
▶︎ 1 EL Granatapfelkerne
▶︎ 10g gehackte Minze
▶︎ 1 TL gehackte und geröstete Pinienkerne
▶︎ Salz/Pfeffer

Die Zutaten vermischen, esslöffelweise kaltes Wasser hinzufügen und das ganze auf die gewünschte Konsistenz bringen (je nachdem ob als Soße oder als Dip), dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit der Minze, den Pinienkernen und dem Granatapfel garnieren. Passt perfekt zu frischem Nan-Brot zum Dippen oder für sommerliche Salate als leichte Sauce.

Selbst Rolls Royce bietet Picknick-Koffer passend zur Innenausstattung, in Walnussholz, mit Bleikristall-Gläsern und Servietten mit Rolls-Royce-Monogramm an. Sie sollen allerdings rund 17.000 Euro kosten.

Der Picknick-Korb von Aston Martin, mit einer Decke aus echter schottischer Lammwolle und einer Innenausstattung aus feinstem Sattelleder, ist immerhin schon für ein Viertel davon zu haben.

Und wer lieber Understatement pflegt, für den ist die Picknick-Tasche „Zoulou“ aus Baumwolle von Hermès mit rustikalem Emaille-Geschirr vielleicht das Richtige.

Picknick in Frankfurt: Kleine Oase in der Großstadt

Wer sich einen solchen Luxus nicht leisten kann oder möchte, für eine schöne Atmosphäre können auch schon ein paar bunte Kissen sorgen, eine kleine Vase mit Blümchen oder auch Stoffservietten mit passenden Serviettenringen. Orte in Frankfurt gibt es jedenfalls genug, an denen man sich stilvoll niederlassen, die Entspannung und Ungezwungenheit genießen und bestenfalls Kontakt zu anderen knüpfen kann. Auf Gleichgesinnte trifft man im Sommer garantiert am Main, direkt in der Innenstadt oder im Hafenpark, wo es ebenfalls Wiesen gibt. Ein bisschen weniger überlaufen ist das Licht- und Luftbad in Niederrad, einst öffentliches Strandbad, heute noch eine kleine Oase in der Großstadt. Der Lohrberg mit seinem schönen Ausblick auf Frankfurt ist ebenfalls sehr gefragt.

Wer lieber ein wenig für sich sein möchte, der fährt ein Stückchen raus aus der Stadt.

Mehr Platz findet sich dafür in den großen Parks der Stadt. Der obere Teil des Günthersburgparks lohnt sich besonders, wenn im Sommer „Stoffel“ ist und man zum Picknick auch noch Musikprogramm genießen kann. Und wer lieber ein wenig für sich sein möchte, der fährt ein Stückchen raus aus der Stadt. Von den Wiesen auf dem Berger Rücken etwa, den Frankfurtern besser bekannt als Heiligenstock, hat man einen weiten Blick auf den Taunus, die Mainebene und die Skyline.

Erst die Radtour, dann das Picknick auf dem Lohrberg
Erst die Radtour, dann das Picknick auf dem Lohrberg

Zwischen den Obstbäumen lässt es sich dort wunderbar rasten und unter freiem Himmel speisen. Ein paar Dinge dürfen im Picknickkorb auch dann allerdings nicht fehlen: Müllbeutel, um die Wiese wieder sauber zu hinterlassen, Sonnencreme und Insektenspray.

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