Pizza hat viele Gesichter. Manche lieben sie weich mit dickem Rand, andere bevorzugen sie dünn und knusprig. Ebenso vielfältig wie die Regionen Italiens sind auch die von dort stammenden Pizzen. Ob neapolitanisch, römisch oder sizilianisch, jede Pizzabackkunst ist einzigartig. Mit diesem Guide lässt sich die passende Pizza für jeden Geschmack entdecken.
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Neapolitanische Pizza: Weich und luftig
Neapel, die Geburtsstätte der Pizza. Hier genießt die Pizza beinahe Kultstatus. Die Associazione Verace Pizza Napoletana hat sogar ein Regelwerk aufgestellt, wie die Pizza zubereitet werden muss, um sich als „Pizza Napoletana“ bezeichnen zu dürfen. Seit 2017 ist die traditionelle Kunst des neapolitanischen Pizzabackens sogar ein offizielles, immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Wer also die Königin der Pizzen probieren möchte, sollte die neapolitanische Pizza wählen.
Die neapolitanische Pizza hebt sich durch ihren dicken, luftigen Rand, eine dünne Mitte und einen weichen Teig ab, der ohne Fett und mit viel Wasser hergestellt wird. Auch die leicht angebrannten Stellen sind ein Markenzeichen. Sie entstehen durch die extrem hohen Temperaturen von bis zu 500 °C, wobei die Pizza für nur knapp 70 Sekunden im Holzofen gebacken wird.
Die berühmteste Variante ist die legendäre Pizza Margherita in den Nationalfarben Italiens mit San-Marzano-Tomatensauce, Mozzarella und frischem Basilikum, die im 19. Jahrhundert für Königin Margherita erfunden wurde.
Wer das Original in Frankfurt probieren möchte, ist im Super Bro’s im Frankfurter Nordend an der richtigen Adresse. Sie wurde im Restaurantführer Frankfurt Geht Aus 2026 sogar zur besten Pizzabäckerei gekürt.
Weitere Top-Adressen für authentische neapolitanische Pizza in der Region:
- Zampano am Römerhof
- Bistro Salvatore an der Schönen Aussicht
- Trattoria Liesbeth am Mainzer Zollhafen
Römische Pizza: Dünn und knusprig
Die traditionelle römische Pizza ist das wahre Gegenstück zur Pizza Napoletana. Die Pizza Romana ist dünn und knusprig, mit einem flachen und krossen Rand. Die Zutaten werden großzügig bis nahe an den Rand verteilt. Anders als bei der Pizza Napoletana kommt Olivenöl in den Teig, der anschließend mit dem Nudelholz ausgerollt wird. Damit wird der Teig dünn, knusprig und weniger luftig. Oftmals wird sie sogar im Blech in rechteckiger Form als Pizza al Taglio zubereitet.
Eine empfehlenswerte Adresse für die knusprige Pizza ist die Pizzeria Roma an der Eschersheimer Landstraße.
Pinsa Romana – der ovale Bruder der Pizza Romana
Neben der knusprigen Pizza Romana entstand in Rom auch die sogenannte Pinsa Romana, die heutzutage sowohl in der italienischen Hauptstadt als auch in Frankfurt sehr beliebt ist. Sie wird aus einer Mehlmischung, meist aus Weizen-, Reis- und Sojamehl sowie Sauerteig, zubereitet. Dadurch entsteht ein Pizzaboden, der innen weich und außen knusprig ist. Sie unterscheidet sich zudem in ihrer Form, denn die traditionelle Pinsa ist in der Regel länglich oval.
Die Top-Adresse für eine traditionelle Pinsa Romana ist das Ciro il lattaio. Der Gastronom Ciro Cavallo serviert traditionelle Pinsa Romana und italienische Feinkost in der Berger Straße und in der Frankfurter Innenstadt. Man muss allerdings nicht unbedingt ins Restaurant gehen, um traditionell römische Pinsa zu probieren, denn man kann sich auch Pizza in Frankfurt bestellen und bequem nach Hause liefern lassen, um in den eigenen vier Wänden die römische Spezialität zu genießen. Wer originale römische Pinsa möchte, kommt am Ciro il lattaio nicht vorbei.
Sizilianische Pizza: Dick und saftig
Eine weitere, etwas weniger verbreitete Variante ist die sizilianische Pizza – die „Sfincione“. Die ursprünglich aus Sizilien stammende Pizza zeichnet sich durch einen dicken, Focaccia-artigen Boden aus, der meist in einer geölten Blechform gebacken wird. Typisch sind kräftige Beläge mit Tomaten, Zwiebeln, Sardellen, Käse oder Gemüse. Sie ist damit im Vergleich zur neapolitanischen und römischen Pizza die herzhafteste und schwerste.
Der deutlich dickere Teig ist luftig und locker, doch durch das Backen im geölten Blech wird der Unterboden knusprig, während das Innere weich bleibt. Dadurch ist die Sfincione meist rechteckig. Bei den Belägen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Tomatensauce, Zwiebeln, Sardellen und Semmelbrösel bilden die klassische Variante aus Palermo, aber auch Varianten mit Ricotta, frischem Gemüse, Auberginen, Kapern und Oliven sind heutzutage beliebt.
In Sachsenhausen bringt die Trattoria I Siciliani mit klassischer sizilianischer Küche ein Stück Sizilien in die Bankenmetropole.
Wer in Frankfurt italienische Tradition genießen möchte, hat die Qual der Wahl. Viele italienische Restaurants beeindrucken mit hochwertigen Pizzen und italienischer Küche vom Feinsten, um Gästen die Aromen Italiens zu servieren. Ob neapolitanisch, römisch oder sizilianisch – für nahezu jeden Geschmack findet sich die passende Pizza.
