Weltstar in Wetzlar

Mitten im Blitzlichtgewitter blitzte er zurück: Weltstar Lenny Kravitz erschien höchstpersönlich zur Eröffnung seiner Vernissage „Flash“ im Leitz-Park in Wetzlar. Lässig wie eh und je, mit Ray-Ban und Jeansjacke, stieg der Musiker aus seinem schwarz-grauen Tourbus und schoss auf dem roten Teppich – natürlich mit einer Leica-Kamera – erst einmal ein Foto von den dort versammelten Gästen, darunter zahlreiche Paparazzi, Lokalprominenz und aufgeregte Fans. Mehr Bilder aus dieser ungewöhnlichen Perspektive gab es dann in der Ausstellung zu bestaunen. Auf 30 Schwarzweißfotos präsentiert Kravitz hier eine Welt aus seiner Sicht. Was ein gutes Bild ausmacht? „Alles“, antwortete uns der Künstler, „die Kamera, der Fotograf und der richtige Moment.“ Auf der Bühne begrüßte Leica-CEO Oliver Kaltner neben dem Sänger noch einen weiteren Special Guest: Kravitz zu Ehren performte Till Brönner dessen Hit „Stillness of Heart“ auf der Trompete, wozu der Rockstar im Takt begeistert mitnickte. Einmal mehr im Sucher von iPhones und Kameras der 600 geladenen Gäste, erzählte er dann, wie er einst zum Fotografieren kam. Sein Vater, ein politischer Journalist, hatte eine Leica zuhause, mit der Kravitz als Kind spielte, fasziniert von der Apparatur an sich. „Da waren so viele Zahnräder und Knöpfe.“ In den vergangenen sieben Jahren eignete sich der Musiker fotografisches Fachwissen an und fing an, selbst zu fotografieren. Paparazzi und Fans hielten ihn von der unbeschwerten Ausübung dieses Hobbys zunächst ab – doch eben das brachte Kravitz auf die Idee, sie als Motiv zu verwenden. Wer sich das Ergebnis dieses Foto-Experiments einmal angucken will: Bis August ist die Ausstellung „Flash“ in Wetzlar zu sehen, dann aber leider ohne Lenny.