So soll der Eingang zum MOMEM an der Hauptwache aussehen.
So soll der Eingang zum MOMEM an der Hauptwache aussehen.

Mit der Schlüsselübergabe an Andreas Tomalla und Alex Azary hat die Stadt den Weg für Frankfurts neuestes Museum, das Museum Of Modern Electronic Music (MOMEM) geebnet. Im nächsten Frühjahr soll Eröffnung sein.

Längst gehören Vertreter elektronischer Musik zu den erfolgreichsten und gefragtesten Künstlern weltweit. Doch der Pioniergeist, mit dem vor über 30 Jahren eine Handvoll Musikbegeisterter in Frankfurt maßgeblich an der Gründung eines neuen Genres beteiligt war, ist in der Mainmetropole noch immer zu verspüren.

„Techno und elektronische Musik sind für uns ein Exportgut von unschätzbarem ideellem und kulturellem Wert. Mit der Einrichtung eines eigenen Museums setzen wir dieser Szene und ihren Vertretern ein deutschlandweit einzigartiges Denkmal“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann während der Schlüsselübergabe an Alex Azary, Andreas Tomalla, Michel Greulich, Dariusch Azary und Stefan Weil – den Köpfen des Museums-Trägervereins Friends of MOMEM.

Schlüsselübergabe an die Friends of MOMEM: Stadtrat Stefan Majer, Stadtrat Jan Schneider, Stadträtin Ina Hartwig, Oberbürgermeister Peter Feldmann, DJ Andreas Tomalla und der Vorsitzende des Friends of MOMEM e.V., Alex Azary, (Foto: Maik Reuß)
Schlüsselübergabe an die Friends of MOMEM: Stadtrat Stefan Majer, Stadtrat Jan Schneider, Stadträtin Ina Hartwig, Oberbürgermeister Peter Feldmann, DJ Andreas Tomalla und der Vorsitzende des Friends of MOMEM e.V., Alex Azary, (Foto: Maik Reuß)

„Wir verstehen uns als eine weitere Schnittstelle im vielfältigen kulturellen Angebot unserer Stadt“, sagte Alex Azary, der zukünftige Direktor des MOMEM. „Mit unserem Alleinstellungsmerkmal und dem internationalen Interesse an dem von uns präsentierten kulturellen Phänomen und unserem Projekt im Besonderen erwarten wir uns eine Magnetwirkung für ein breites interessiertes Publikum aus der ganzen Welt.“

Neben Musik soll es auch um Design, Mode, Technik und soziokulturelle Einflüsse gehen. Es soll nicht nur die Vergangenheit dokumentieren, sondern auch ein Veranstaltungsort und eine Ausbildungsstätte werden. „Ein Ort für Fans und für Künstler“, verspricht der Verein Friends of Momem.

Zunächst für fünf Jahre

Die Stadt stellt dem Museum die Räume an der Hauptwache zunächst für fünf Jahre mietfrei zur Verfügung. Schon in gut neun Monaten soll hier ein Rundgang durch die Geschichte der elektronischen Musik eingerichtet sein, der bis zu den Anfängen in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zurückreicht.

„Die Hauptwache als buntes, lebendiges Kaleidoskop der Menschen und Kulturen in unserer Stadt ist genau der richtige Ort für das MOMEM. Ich hoffe, dass es sich dort in den kommenden Jahren als charmantes und dem Inhalt entsprechendes ,Provisorium‘ einen festen Platz erarbeiten und uns für die Zukunft dauerhaft erhalten bleiben wird“, sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Kulturdezernentin Ina Hartwig betont die Strahlkraft, die das MOMEM mit sich bringt: „Dieses weltweit einmalige Museum wird von Frankfurt aus die performative Kraft der Musik greifbar machen und internationale Gäste anziehen.“

So soll es im MOMEM aussehen (Atelier Markgraph)
So soll es im MOMEM aussehen (Atelier Markgraph)

„Frankfurt ist Geburtsort des Techno. Pioniere der elektronischen Musik sind in Frankfurt aufgewachsen. Clubs wie das Dorian Gray, Omen, Monza, U 60311 und das Cocoon waren weltweit bekannte Adressen. Durch die Verleihung der Goetheplakette an Künstler wie Sven Väth und Tobias Rehberger oder die Verleihung der Ehrenplakette an Andreas Tomalla wird bezeugt, dass die Stadt Künstler der elektronischen Musik, die in Frankfurt ihren Ursprung hat, endlich würdigt“, so Oberbürgermeister Feldmann. „Ich freue mich auf die Eröffnung des MOMEM und wünsche den Initiatoren und ihrem Team gutes Gelingen.“

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