Was haben die Maler Picasso, van Gogh und Toulouse-Lautrec gemeinsam? Sie lebten um 1900 in Montmartre. Ein heißes Viertel damals mit viel Amüsement: Sex, Suff und billiger Wohnraum für Künstler. Die Bohème ließ es krachen.


In ein sattes Ochsenblutrot hat die Schirn ihre Schau getaucht, saftig sind auch die Motive. Viel nackte Haut, viel Schamhaar, viel Alkohol. Aus den rund 200 Gemälden und Zeichnungen tropft förmlich der Absinth, jenes grüne Gesöff, was manchen Maler um den Verstand oder auch um sein Ohr gebracht hat. Lippenstift trugen nur die Halbseidenen und montags boten sich Frauen auf dem Markt als Aktmodelle an, erfährt man. Kurzum, eine Schau, die sicher vielen Besuchern rote Ohren machen wird.

Die Ausstellung startet heute um 19 Uhr und geht bis 1. Juni 2014