Fast sechs Jahre lang war der Hessische Hof geschlossen. An diesem Abend war er wieder voll: 360 Gäste feierten auf der Top Lounge die Rückkehr des Traditionshauses als Taj-Luxushotel. Vize-Ministerpräsident Kaweh Mansoori kam mit einer unbequemen Frage. Fast jeder andere kam mit einer Erinnerung. Die letzten gingen im Morgengrauen.
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„Was macht ein sozialdemokratischer Wirtschaftsminister bei einem Lifestyle-Magazin im Luxushotel?“, fragte Kaweh Mansoori, in Hessen nicht nur Wirtschaftsminister, sondern auch stellvertretender Ministerpräsident, zu Beginn seiner Rede auf der Top Lounge – und traf den Ton des Abends perfekt: „Das Top Magazin schafft Räume, in denen unterschiedlichste Persönlichkeiten zusammenkommen. Wir blicken vielleicht verschieden auf die Welt, aber unterm Strich verbindet uns mehr, als uns trennt.“
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Fotos: Michael Hohmann, Holger Peters, Edward Park, Martin Joppen
Den Startschuss für den offiziellen Teil hatte zuvor Michael Ruiss gegeben. Der Top-Magazin-Verleger dankte General Manager Albert Mayr in seiner Rede für den Rahmen und begrüßte die 360 Gäste im neu erstrahlten Hessischen Hof. Zwölf Wochen nach Eröffnung und vier Wochen vor dem offiziellen Grand Opening feierte die Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Kultur die Rückkehr des Traditionshauses als Taj-Luxushotel. Ob auf der Terrasse, in den Salons oder im Chambers Club – die Magie des Hauses war sofort wieder spürbar, bei fast jedem Gast blitzten persönliche Erinnerungen auf.
Goldmedaille, Doktorhut, Feuerwehr
Olympiasiegerin Ann Kathrin Linsenhoff, frisch von einer Wirtschaftsdelegation aus Indien zurück („Ich bin noch voll im Indien-Flow!“), freute sich über die neue Ehrendoktorwürde der Uni Gießen: „Standing Ovations in der Aula – ein Moment wie ein Olympiasieg!“ Ruiss würdigte sie treffsicher: „Goldmedaillen-Gewinner gibt es einige im Land. Aber sehr wenige, denen danach eine Universität den Doktorhut aufsetzt.“

Vorschusslorbeeren verteilte er an Dr. Nils Kößler, drei Tage vor dessen Wahl zum Bürgermeister und Wirtschaftsdezernenten: „Sie sind seit über 30 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Ginnheim, heute als Zugführer. Wer so lange nachts aufsteht, wenn andere schlafen, dem trauen wir auch ein Dezernat zu.“ „Ab Donnerstag sind Sie damit für die Hälfte dieses Raumes zuständig“, stellte Ruiss fest. Der Saal applaudierte.

Passend zur aktuellen Herbstausgabe des Top Magazins unterm Motto „80 Jahre Hessen“ schlug Ruiss schließlich den Bogen zum Grußwort von Ministerpräsident Boris Rhein und zitierte Georg August Zinn: „Hesse ist, wer Hesse sein will!“ Ein Blick in den Saal unterstrich das: „Dieses Haus wird von einem indischen Unternehmen geführt, hier stehen Konsuln aus aller Welt und Partner von Mailand bis Dubai. Und heute Abend sind wir alle Hessen!“

„Weil die Bürokratie bei euch so milde ist“
Auch Vize-Ministerpräsident Kaweh Mansoori hatte eine amüsante Anekdote im Gepäck: Auf seine Frage, warum ausgerechnet Hessen so viele Investitionen aus Indien anzieht, habe ihm der indische Botschafter einst trocken geantwortet: „Weil die Bürokratie bei euch so milde ist.“ Ein Lacher mit Hintersinn, aus dem Mansoori ein prägnantes Fazit zog: „Manchmal müssen wir eben die Perspektive wechseln, um unsere echten Stärken zu erkennen.“

Privat, am Rande der Veranstaltung, ging es für Mansoori mindestens genauso emotional zu: Strahlend sprach er über das bevorstehende Babyglück mit der hessischen SPD-Generalsekretärin und Landtagsabgeordneten Dr. Josefine Koebe, die mit unübersehbarem Babybauch unter den Gästen weilte: „Ich freue mich riesig auf unser erstes gemeinsames Kind!“

Hessen-Agentur-Chef Folke Mühlhölzer nutzte die gelöste Stimmung und rief in seinem Grußwort als oberster Wirtschaftsförderer des Landes zu pragmatischem Tatendrang auf: „Uns geht es gut – packen wir es an und versuchen wir jeden Tag, diese Welt ein kleines Stück besser zu machen!“

Von New York bis Bombay
Extra aus New York angereist war Spiridon Sarantopoulos, Taj-Chef für Europa und die USA: „Ich weiß halt, dass es bei der Top Lounge immer gute Gespräche und beste Laune gibt.“ Der frühere Direktor des Frankfurter Hofs leitet dort zugleich das Traditionshaus „The Pierre“ und ergänzte schmunzelnd: „Ich führe eben immer Legenden.“
Auch kulinarisch gab es keine Zurückhaltung: Küchenchef Nilesh Dangwal und sein Team der Bombay Brasserie, Nummer 1 bei „Frankfurt geht aus!“, zauberten ein Flying Buffet voller indischer Köstlichkeiten, bei denen selbst die figurbewusstesten Gäste selbstbewusst zugriffen. Dazu flossen edle Tropfen vom Weingut Kögler, Griesel-Sekt und reichlich Laurent-Perrier-Champagner.

Lebhafte Debatten auf der Terrasse, kühle Drinks am Tresen, großes Wiedersehen in den Salons – die Top Lounge lief zur Hochform auf. Mittendrin: Flughafen-Chef Dr. Stefan Schulte, Condor-Chef Peter Gerber, Stiftungs-Chefin Dr. Beate Heraeus, Rheingau-Musik-Festival-Intendant Michael Herrmann, Samson-CEO Dr. Andreas Widl und Pirelli-Chef Wolfgang Meier.

Auch der frühere Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister a. D. Axel Wintermeyer, die Sparkassen-Chefs Dr. Arne Weick und Oliver Klink, Helaba-Chefvolkswirtin Dr. Gertrud Traud sowie die stellvertretende Regierungssprecherin Samira Bouchouaf genossen das Beisammensein sichtlich.
IHK-Vizepräsident Oliver Schwebel schwärmte: „Die Top Lounge ist eines der besten gesellschaftlichen Ereignisse in dieser Stadt, ein absolutes Highlight des Jahres.“ Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft: „Einfach tolle Menschen. Das muss man erst mal schaffen: zu rufen und alle kommen. Dieses Event macht Frankfurt reicher.“

Dr. Stefan Söhngen (Montagsgesellschaft) nutzte die Kulisse spontan für die wohl exklusivste Geburtstagsparty der Stadt und ließ sich gebührend hochleben. Währenddessen regnete es von allen Seiten Glückwünsche für Schirn-Direktor Sebastian Baden und seine Ehefrau Halina von Kempski zu ihrer Hochzeit.

„Der Muff ist raus“
Wo man auch hinhörte: Die Renaissance des 1952 eröffneten Hessischen Hofs nach knapp sechs Jahren Pause löste echte Begeisterung aus. AvD-Präsident Lutz Leif Linden: „Der Muff ist raus!“ Messechef Wolfgang Marzin: „Wir sind mit dem Hessischen Hof als Messehotel im wahrsten Sinne verheiratet. Hier habe ich 2009 mein erstes Meeting als Geschäftsführer gehabt und Deals mit indischen Autokonzernen eingetütet.“ Prof. Dr. Jan Roth (Lintilia Law) blickte ebenfalls zurück: „Der Frankfurter Insolvenzrechtstag ist hier geboren worden! Wir saßen vor 19 Jahren bei Whisky und Zigarren in Jimmy’s Bar zusammen und haben das ausgeheckt.“

19 Jahre? Für IHK-Präsident Ulrich Caspar fast noch Gegenwart: „Ich war hier schon als Vierjähriger mit meinen Eltern regelmäßig zum Mittagessen!“ Kult-Reporter Rolf Töpperwien machte nach einem Festhallen-Konzert hier einst mit Billy Idol die Nacht zum Tag. Ob der Rockstar damals in Jimmy’s Bar gesungen habe? Töppi trocken: „Nein. Das hätte er auch gar nicht mehr gekonnt!“ Naomi Solms-Wildenfels erzählte strahlend von jener späten Stunde vor vier Jahren, als ihr Mann, Stadtrat a. D. Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels, am Tresen inbrünstig und voller Stolz lautstark verkündete: „Ich habe eine tolle neue Frau – und wir sind schwanger!“

Summertime in Jimmy’s Bar
Wo konnte so ein Abend also enden? Genau dort. Und was für ein Finale! Als Marketing-Legende Gabriele Eick spontan zum Mikro griff und mit Bar-Pianist Rubén Alvear „Summertime“ anstimmte, riss sie die Bar komplett mit. Die Gäste feierten sie so frenetisch, dass eine Zugabe auf die nächste folgte – keiner wollte sie gehen lassen. Ihr Freund, Anwalt Achim Carius, hing bewundernd an ihren Lippen: „Sie singt einfach viel zu selten!“ Dermatologe Prof. Dr. Hans-Michael Ockenfels nippte genussvoll an seinem Whisky und schwärmte: „Tolle Party! In Jimmy’s Bar hat sich zum Glück nichts geändert – da fühlt man sich gleich wieder wie zu Hause.“

Erst in den frühen Morgenstunden verabschiedete sich der harte Kern. Der Hessische Hof im neuen Taj-Glanz, Jimmy’s Bar in Ekstase und die Top-Magazin-Gäste in absoluter Hochstimmung – mehr geht nicht. Schlicht legendär!

















































































































