HomePanoramaFlorian Hager: ARD-Chef über Reformen, KI und die Zukunft des hr

Florian Hager: ARD-Chef über Reformen, KI und die Zukunft des hr

Florian Hager, der jüngste ARD-Intendant aller Zeiten, will die komplizierte Sendeanstalt fit für das neue KI-Zeitalter machen. Leicht hat er es nicht. Bedenkenträger gibt es reichlich. Auch die Politik schießt gern mal quer. „Ich habe einen Höllenjob“, verrät der 50-Jährige dem Top Magazin. „Er macht aber noch immer Spaß.“

Der leidenschaftliche Medienmanager sitzt im Intendantenzimmer des Hessischen Rundfunks (hr) an einem langen Schreibtisch. Nicht im Hoodie wie so oft. Sondern mit Sakko und weißem Hemd. Hinter ihm hängt ein Plakat des Filmemachers Hermann Vaske mit der Frage „Why Are We Creative? “. Der Regisseur, Autor und Produzent hat in 30 Jahren tausend weltbekannte Persönlichkeiten befragt, was das Geheimnis ihrer schöpferischen Kraft sei. Personen, die fantasievoll, produktiv und konstruktiv sind, schätzt Florian Hager.

Medienmanager Florian Hager im Interview, im Hintergrund das Filmplakat Why Are We Creative
„Ich habe einen Höllenjob. Er macht aber noch immer Spaß“: Florian Hager in seinem Büro im Frankfurter Funkhaus.

Die Herausforderung der ARD-Reform

Anfang 2025 hat der Intendant des Hessischen Rundfunks turnusmäßig den ARD-Vorsitz für zwei Jahre übernommen. Neun Landesrundfunkanstalten und eine Fülle unterschiedlicher Programme und Profile lassen sich nicht leicht unter einen Hut bringen.

Die üppig besetzte Verwaltung gilt als träge und die Rundfunkgebühren sind umstritten. Hohe Gehälter und Ruhegelder von Führungskräften bei ARD und ZDF werden heftig kritisiert. Dass Zuschauer und Zuhörer auf das Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) schimpfen, gehört inzwischen beinahe zum guten Ton. Gibt es einen Ausweg aus der Krise?

Mehr als die Hälfte seiner Amtszeit als ARD-Chef ist vorüber. Noch hat der gebürtige Schwabe seinen Reformehrgeiz nicht eingebüßt. Trotz der Widerstände. „Ich organisiere die Zusammenarbeit. In dieser Funktion kann man nach innen und außen viel bewegen.“ Seit dem 1. Dezember gilt der Reformstaatsvertrag, der den Öffentlich-Rechtlichen feste Deadlines für programmliche Umstrukturierungen und einen Rahmen für Kosteneinsparungen setzt.

„Eine schwierige Zeit liegt noch vor uns“, berichtet Hager. „Für den hr kann ich sagen, dass wir in den nächsten Jahren nur jede fünfte Stelle, die frei wird, nachbesetzen. Das kommt fast einer Einstellungssperre gleich.“ Die Verunsicherung sei überall zu spüren. „Und manchmal auch die nackte Wut.“

Medienwandel und der Einfluss von KI

In 75 Jahren eingeübte Muster wurden abgeschafft. Auch beim hr. Programme legt man zusammen und Produktionen wie für den „Tatort“ werden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit fremdvergeben. Gleichzeitig ändert sich der Medienkonsum radikal.
„Die Jungen erreichen wir mit linearem Fernsehen kaum noch“, gibt Florian Hager zu. Mit dem Aufkommen von Privatsendern, Internet, Streaming-Diensten und Social Media habe sich die Monopolstellung der Öffentlich-Rechtlichen Schritt für Schritt aufgelöst. „Nun stellt KI alles auf den Kopf, was wir bisher kannten“, analysiert er.

„Die Jungen erreichen wir mit linearem Fernsehen kaum noch. Nun stellt KI alles auf den Kopf, was wir bisher kannten. Aber woher stammen die Quellen?“

Florian Hager

Der Zugang zu Informationen werde gerade revolutioniert. „Das kann Fluch oder Segen sein.“ Seine Tochter habe sich mit Wissensagenten erfolgreich auf die Abiturprüfung vorbereitet. „Aber woher stammen die Quellen? Und wie können die traditionellen Medien ihrem Informationsauftrag in dieser Situation gerecht werden?“, fragt der Mann, der bis Ende des Jahres an der Spitze von rund 22.000 festangestellten Mitarbeitern steht. Alle Medienschaffenden – nicht nur die von ARD und ZDF – müssten an einem Strang ziehen, damit sich kritische Öffentlichkeit, die sich der Demokratie verpflichtet fühle, auch in Zukunft behaupten könne.

Sachliche Kritik versus politische Debatten

Mancher Streit kommt Florian Hager vor diesem Hintergrund kleinkariert vor. Als Bundestagspräsidentin Julia Klöckner vor einigen Wochen forderte, der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse über Effizienz und Neutralität nachdenken, antwortete er kühl, dieser Einwurf sei uralt und so pauschal, dass er damit wenig anfangen könne. „Wir stellen uns ununterbrochen infrage und wissen, dass auch wir uns verändern müssen.“ Unter Druck verliert Florian Hager nicht so schnell den Kopf. Manche bewundern das. Andere halten ihn für arrogant.

„Raunend zu fordern, man müsse sich Fragen stellen, hilft uns wie im Übrigen auch keiner anderen Institution weiter“, gab er der Bundestagspräsidentin zu verstehen. „Ich habe in keiner Weise das Gefühl, dass wir parteilich sind“, sagt er energisch. „Wir sind keine Schiedsrichter und auch nicht die neutrale Schweiz.“ Man habe laut Rundfunkstaatsvertrag den klaren Auftrag, unsere Demokratie zu stützen, zu fördern und zu verteidigen. Es gehe um die Balance unterschiedlicher Perspektiven, nicht um Neutralität.

Qualität und gesellschaftlicher Dialog

„Aber sicher können wir noch besser und einfallsreicher werden.“ Das gelte auch für die nach wie vor sehr beliebten Talkshows. Da werde häufig nicht um Perspektiven gerungen, sondern nur die eigene Position laut behauptet. „Da fehlt mir dann der Erkenntnisgewinn.“

Transparenz und Zuhören sind Florian Hager wichtig. Nur ein paar Schritte von der Intendanz entfernt liegt das gläserne Foyer des Sendesaals. Die Rotunde mit der lichtdurchfluteten „Goldhalle“ war ursprünglich für den ersten Bundestag vorgesehen. Doch dann fiel die Wahl zur Bundeshauptstadt nicht auf Frankfurt, sondern auf Bonn. Weil der erste Bundeskanzler, der Rheinländer Konrad Adenauer, es so wollte.

„In Talkshows wird häufig nicht um Perspektiven gerungen, sondern nur die eigene Position laut behauptet. Da fehlt mir dann der Erkenntnisgewinn.“

Florian Hager

Hager wünscht sich Formate, die Bürger stärker miteinbeziehen als das früher üblich war. Dazu gehört die Initiative „Weil Hessen mehr verbindet“. Er beobachtet im Augenblick die Tendenz, sich in einen Kreis von Gleichgesinnten zurückzuziehen. „Dadurch verhärten sich die Fronten“, lautet seine Diagnose.

Die prunkvolle, lichtdurchflutete Goldhalle im Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main
Eigentlich als Lobby für den Deutschen Bundestag konzipiert: Die 1949 erbaute Goldhalle im Hessischen Rundfunk.

Regionale Verwurzelung als Erfolgsfaktor

„Wir wollen das beim hr durchbrechen und haben knapp 40 ganz unterschiedliche Menschen über Themen wie Heimat, Ängste, Meinungsfreiheit, Medienkritik und gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutieren lassen“, berichtet er. Journalisten hätten dabei gesessen und das Ganze nur begleitet. „In den Gesprächsrunden stellte sich heraus, dass die Hessen offenbar mehr gemeinsam haben, als sie trennt.“ Das Konzept soll in diesem Jahr in der gesamten ARD umgesetzt werden.

Das hr-Pop-up-Studio in Friedberg ist für ihn ebenfalls ein Modell, das zeige, wohin die Reise gehen könnte. Vier Wochen lang hatten die Einwohner der Stadt in der Wetterau Gelegenheit, in einem leerstehenden Laden Zettel an eine große Wand zu kleben. Darauf stand, was sie sich für das Zusammenleben im Ort wünschen und was sie vermissen. „Das ist mit 2.500 Vorschlägen unglaublich gut angenommen worden. Und hat etwas ausgelöst. Demnächst soll zum Beispiel wieder ein Kino in Friedberg entstehen.“

Die Aktion wurde vom hr auf breiter Front begleitet, also im Radio, online und im Fernsehen. „Der Riesenvorteil der ARD liegt in ihrer starken regionalen Verwurzelung“, hebt Florian Hager hervor. „Das ist im Zeichen von Künstlicher Intelligenz, die unser Leben massiv beeinflussen wird, enorm wichtig. Wir müssen die Menschen dort zusammenbringen, wo sie leben.“ So könne auch das Vertrauen in Institutionen wieder wachsen. Allein der hr organisiere mehr als 550 Veranstaltungen pro Jahr. Es gebe nicht nur das hippe Frankfurt. „Wir wollen noch stärker aufs Land gehen.“

Identifikationsfiguren und lineare Reichweite

Die Öffentlich-Rechtlichen müssten auch im Alltag wahrgenommen werden, meint Hager. Identifikationsfiguren seien wichtig. Wie in der Urzeit des Hessischen Rundfunks, als Persönlichkeiten wie Peter Frankenfeld und Hans-Joachim Kulenkampff zu deutschen Fernsehstars der Nachkriegszeit heranreiften.

Das lineare Programm sieht der Frontrunner nicht als verloren an. „Noch immer bieten wir auf vielen Feldern eine Qualität, an welche anderen nicht herankommen. Die Behauptung, wir senden am Publikum vorbei, stimmt nicht. Die Zahlen sprechen eine völlig andere Sprache.“ Jeden Tag nutzten knapp 80 Prozent der Bevölkerung Angebote der ARD. „Einmal in der Woche sind es sogar 90 Prozent.“ Damit erreiche man fast alle Menschen in Deutschland. „Auf eine gute Mischung aus der Welt, von der wir träumen, und gesellschaftlicher Rationalität kommt es bei der Programmgestaltung an.“ Das heißt für Florian Hager gute – auch lebensnahe – Unterhaltung und fundierte Information.

„Die Tagesschau ist immer noch ein Anker in der Medienflut. 10 Millionen wählen täglich die Premiumnachrichten.“

Florian Hager

Die digitale Zukunft des Hessischen Rundfunks

Karl-Heinz Köpcke, bekannt als Mr. Tagesschau, liest die Nachrichten auf einem historischen Röhrenfernseher
„Guten Abend, meine Damen und Herren“: Karl-Heinz Köpcke prägte als „Mr. Tagesschau“ jahrzehntelang das Qualitätsfernsehen der ARD.

Die Tagesschau der ARD, die sich von den Aufregungsspiralen in den sozialen Netzwerken abgrenze, sei noch immer ein Anker in der Medienflut. 10 Millionen wählten täglich die Premiumnachrichten, die für Ältere noch immer den Tag strukturierten.

„Trotzdem müssen wir die digitalen Angebote ausweiten“, fordert er. Zwar erreicht die ARD wöchentlich sogar die ganz Jungen zwischen 14 und 24 Jahren – laut einer Studie zu 76 Prozent. „Wir müssen dabei aber eine noch stärkere Bindung aufbauen“, schränkt er ein. „Viele registrieren gar nicht, dass sie bei uns gelandet sind.“ Es reiche nicht, tolle Inhalte zu produzieren. „Sie müssen auch gefunden und möglichst mit der ARD verknüpft werden.“ Da habe man noch eine Menge zu tun.

Vor Experimenten ist Florian Hager noch nie zurückgeschreckt. Er wuchs ohne Fernsehen auf einem Bauernhof der Ostalb auf. Als er im Dezember 2021 im vierten Wahlgang tatsächlich zum Intendanten des Hessischen Rundfunks gewählt wurde, hatte das viele Kritiker schockiert. Sie misstrauten seinem schillernden Werdegang. Er war damals 45 Jahre alt. Also noch blutjung in den Augen ehrwürdiger Gremienvertreter.

Ein unkonventioneller Lebenslauf

„Ich galt als Heiopei, weil mein Leben nicht geradlinig verlaufen ist“, sagt er. Zunächst hatte er noch einen soliden FH-Abschluss als Maschinenbau-Ingenieur hingelegt. „Doch das war nichts für mich.“ Er beschäftigte sich danach mit audiovisuellen Medien und wollte mehr sehen von der Welt. Er studierte Filmwissenschaften in Paris und Publizistik in Mainz. Seine Doktorarbeit, die sich bereits 2005 mit den Auswirkungen des Internets auf Fernsehinhalte beschäftigte, blieb unvollendet. Er wurde Tourmanager eines Musikers, was ihn bis nach Simbabwe führte. 2004 übernahm er mit 28 Jahren ein Restaurant mit Kneipe in Lissabon.

Irgendwie bekam er doch noch die Kurve und startete eine Medienkarriere, die beim ZDF begann. Der neue Präsident des deutsch-französischen Kulturkanals Arte nahm ihn als Assistenten 2009 mit nach Straßburg. Dass er Französisch wie seine Muttersprache spricht, war sicher hilfreich. Dort stieg er rasch zum Hauptabteilungsleiter Programmplanung TV und Web und zum stellvertretenden Programmdirektor auf. „Ich habe die Arte-Mediathek mitaufgebaut“, erzählt er.

Ab 2015 war er dann fünf Jahre Gründungsgeschäftsführer von „funk“, dem gemeinsamen Jugendangebot von ARD und ZDF. Als stellvertretender ARD-Programmdirektor gestaltete er anschließend die Mediathek der Sendergruppe neu. „Da gab es großen Nachholbedarf.“ Inzwischen hätten die Mediatheken von ARD und ZDF zusammen eine höhere Reichweite als Netflix. „Der US-Streaming-Dienst ist uns allerdings bei der Nutzungsdauer noch weit voraus.“

Bodenhaftung und politische Erwartungen

Er habe „das unglaubliche Glück gehabt, viel ausprobieren zu können“, stellt er rückblickend fest. „Ich bin Menschen begegnet, die meine Offenheit gut fanden und mir Chancen gaben. Ohne sie säße ich nicht hier.“ Dass er sich früher Freiheiten genommen habe, gebe ihm heute Gelassenheit. „Ich habe Erfahrungen und Menschenkenntnis gesammelt. Das verschafft mir das Gefühl, das in mich gesetzte Vertrauen einlösen zu können.“

„Ich habe das unglaubliche Glück gehabt, viel ausprobieren zu können. Ich bin Menschen begegnet, die meine Offenheit gut fanden und mir Chancen gaben. Ohne sie säße ich nicht hier.“

Florian Hager

Von der Politik wünscht er sich mehr Unterstützung. Viele Politiker ignorierten, was bereits geschehen sei. „Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren krass verändert.“ ARD und ZDF nutzen mittlerweile zum Beispiel die Technik gemeinsam. Das bringe enorme Skaleneffekte. „Die beiden Marken bleiben aber als Schaufenster erhalten. Das hat sich bewährt.“

Florian Hager sieht sich geerdet, vielleicht weil er auf dem Land aufgewachsen ist. „Ich bin ein Familienmensch. Ohne meine Frau und unsere vier Kinder fehlte mir die Kraft.“ Viel freie Zeit für Privates besitze er nicht. Um eher zuhause zu sein, lasse er aber schon mal einen Empfang aus. Noch habe er beruflich einiges vor. „Deshalb hoffe ich, auch in einer weiteren Amtszeit als Intendant für den Hessischen Rundfunk arbeiten zu können.”

Häufig gestellte Fragen zu Florian Hager und der ARD-Reform

Wer ist Florian Hager?

Florian Hager ist Intendant des Hessischen Rundfunks (hr) und übernahm Anfang 2025 turnusmäßig den ARD-Vorsitz. Er ist der jüngste ARD-Intendant aller Zeiten.

Zuvor baute der Medienmanager die Arte-Mediathek auf und leitete das gemeinsame Jugendnetzwerk „funk“ von ARD und ZDF als Gründungsgeschäftsführer.

Welche Ziele verfolgt die aktuelle ARD-Reform?

Die Reform soll die öffentlich-rechtlichen Sender fit für das digitale Zeitalter machen und Kosten senken. Ein neuer Reformstaatsvertrag setzt dafür feste Fristen für programmliche Umstrukturierungen.

Beim Hessischen Rundfunk führt dies zu einem strikten Sparkurs. So besetzt der hr künftig nur noch jede fünfte frei werdende Stelle neu.

Wie reagieren ARD und hr auf Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz revolutioniert laut Hager den gesamten Informationszugang. Um den Anschluss an jüngere Zielgruppen nicht zu verlieren, bündeln ARD und ZDF ihre Technik und bauen ihre Mediatheken massiv aus.

Gleichzeitig sollen verlässliche Informationsquellen wie die Tagesschau ein sicherer Anker in der Medienflut bleiben.

Wie kontert der ARD-Chef Kritik an mangelnder Neutralität?

Hager weist den Vorwurf der Parteilichkeit konsequent zurück. Die öffentlich-rechtlichen Sender agieren nicht als neutrale Schiedsrichter, sondern erfüllen den klaren Auftrag, die Demokratie zu stützen.

Er fordert jedoch eine bessere Debattenkultur. In Talkshows müsse künftig der Erkenntnisgewinn im Vordergrund stehen, nicht das laute Beharren auf der eigenen Meinung.

Warum geht der Hessische Rundfunk verstärkt in die Regionen?

Die regionale Verwurzelung gilt als größter Wettbewerbsvorteil der ARD gegenüber globalen Streaming-Diensten. Mit Formaten wie Pop-up-Studios oder Bürgerdialogen vor Ort will der Sender verhärtete gesellschaftliche Fronten aufbrechen.

Dieser direkte Kontakt soll das Vertrauen in die Medien stärken und gezielt Menschen außerhalb urbaner Zentren wie Frankfurt erreichen.

Wie nützlich war dieser Beitrag?

Durchschnitt 4.7 von insgesamt 1249 Bewertungen

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag nicht nützlich für Sie war...

Sagen Sie uns, was wir verbessern können!

MEHR LESEN

Stay Connected

13,867FansGefällt mir
32,689FollowerFolgen
7,554FollowerFolgen