Leon Löwentraut, ein Name, der zugleich Programm ist und wie eine Kampfansage klingt. Mutig wie ein Löwe traut sich der junge Künstler viel zu und ist trotz seiner 26 Jahre in der Kunstszene seit geraumer Zeit ein Begriff. National und international. Von Edda Rössler
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Dabei ist der in Kaiserslautern geborene Künstler mit Ausbildung auf einem Bonner Jesuitenkolleg Autodidakt. Und das ist auch gut so, davon ist er überzeugt. Die Düsseldorfer Akademie lehnte seine Bewerbung einst mit der Begründung ab, dass er bereits seinen Stil gefunden habe. „Ein Kompliment“, sagt der Künstler mit einem Lächeln.
Vertrauensvoll arbeitet der Malerstar mit der Wiesbadener Galerie Christian Rother zusammen, die eine exklusive Ausstellung seiner Werke bei Hansen & Heinrich, einer der führenden und inhabergeführten Vermögensverwaltungen, arrangierten. Im stilvollen Altbaubüro in Sachsenhausen mit direktem Blick auf den Main präsentieren sich die farbenfrohen, großformatigen Gemälde wie eine Einladung in den Süden. „Mich begeistert an der Kunst von Leon die Emotionalität, die Energie und seine Farbenfreude“, berichtet Christian Rother, dessen Galerie den Künstler seit zwei Jahren vertritt und der für ihn aktuell in Frankfurt eine Ausstellung arrangierte. „Da war eine besondere Aura, als meine Frau Stephanie und ich Leon zum ersten Mal in seinem Atelier besuchten“, erinnert er sich. Darüber hinaus zeichne den Künstler seine Gradlinigkeit und Zielstrebigkeit aus.
Noch vor der Vernissage trifft ihn Top Magazin an der Bar des Steigenberger Hofs. Auch hier ist er ein Blickfang. Fesch schaut er aus, blonde, zurückgekämmte gegelte Haare, die oberen Knöpfe des hellblauen Hemdes lässig geöffnet, dazu Jeans und braune Schuhe ohne Schnürsenkel. So als ob er nach dem Interview gleich wieder in sein Studio eilen möchte, um weiterzumalen. Doch auch das darf nicht fehlen: Eine silberfarbene, prestigeträchtige Armbanduhr. Signalisiert Erfolg. Der Künstler trägt zudem eine Halskette aus Elfenbein und mehrere schimmernde Armbänder.

Der Mann legt Wert auf Mode, inszeniert sich und irgendwie erinnert das an Selbstporträts bekannter Malerstars wie etwa Albrecht Dürer. Auch die Persona ist im Kunstbetrieb „part of the business“. Selbstverständlich erscheint er zu der anschließenden Vernissage im eleganten, dunkelblauen Anzug, der aus der Londoner Saville Road stammen könnte. Die dunkle Farbe und die lässige Eleganz unterstreichen die Künstler-Persönlichkeit.
Leon Löwentraut und eine Kindheit voller Farben
Leon Löwentraut, der aus einem kreativen Elternhaus stammt, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für die Malerei. „Mit sieben Jahren habe ich angefangen zu malen und mit zehn, elf Jahren war mir klar, dass ich das definitiv weiter fokussieren möchte“, erinnert er sich. Inspiriert durch die Hobbymalerei seiner Mutter, saß er oft neben ihr und beobachtete sie fasziniert beim Malen. Dieses beruhigende Gefühl und die Faszination für die Kunst begleiteten ihn fortan.
„Es gibt immer wieder was Neues zu entdecken“, erzählt er begeistert von seinem künstlerischen Werdegang. Angeregt durch Werke und Techniken verschiedener Künstler wie etwa Andy Warhol, Jean Basquiat, Mark Rothko und Helen Frankenthaler fand er seinen eigenen Stil.
„Inspiration kann zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen. Wenn sie kommt, dann suche ich den schnellstmöglichen Weg, um meine Leinwände aufzustellen und loszulegen.“ – Leon Löwentraut
Kreative Prozesse und Inspirationsquellen
Wenn es um die Frage nach seiner Inspiration geht, wird klar, dass diese aus vielen Quellen stammt. „Inspiration kann zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen. Wenn sie kommt, dann suche ich den schnellstmöglichen Weg, um meine Leinwände aufzustellen und loszulegen“, erklärt er. Dabei variiert er seine Herangehensweise: „Ob ich jetzt vorzeichne mit Kohle oder direkt mit der Farbe draufgehe, hängt vom Moment ab.“
„Ich mag dieses Abstrakte einfach viel, viel mehr. Hinter jedem Bild steckt eine Geschichte.“ – Leon Löwentraut
Seine Werke sind hauptsächlich abstrakt, obwohl er auch naturalistische Zeichnungen anfertigt, die jedoch selten ausgestellt werden. „Ich mag dieses Abstrakte einfach viel, viel mehr“, sagt er und verweist auf die Dynamik und Bewegung in seinen Arbeiten, die teilweise an Action Paintings von Künstlern wie Jackson Pollock erinnern. Dabei beziehen sich seine Werke auf persönliche Erlebnisse. „Hinter jedem Bild steckt eine Geschichte.“

Löwentraut pendelt zwischen seinen zwei Ateliers, eines bei Düsseldorf und eines in Portugal. „Mittlerweile bin ich von Portugal so inspiriert, dass ich die meiste Zeit wirklich dort male“, erzählt er. Die Umgebung scheint eine wichtige Rolle für seine kreative Energie zu spielen.
Der Druck des Erfolgs und die Authentizität
Angesprochen auf den Erfolgsdruck, bleibt er gelassen. „Für mich ist es wichtig, dass das, was ich male, authentisch ist und ich dazu bereit bin, es der Öffentlichkeit zu zeigen“, erklärt er. Erfolg misst er nicht daran, anderen zu gefallen, sondern daran, ob seine Kunst eine ehrliche Ausdrucksform seiner selbst bleibt. „Jeder Künstler, der da draußen malt, um anderen zu gefallen, ist für mich kein authentischer Künstler“, so seine Überzeugung.
Leon Löwentraut: Ein Künstler für die Umwelt
Leon Löwentraut, das ist zugleich ein Name, der sowohl in der Kunstwelt für mehr als „nur“ beeindruckende Werke steht. Seine farbenfrohen und dynamischen Gemälde haben nicht nur ästhetischen Wert, sondern sind auch Träger wichtiger Botschaften über soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. Löwentraut nutzt seine Kunst und seinen Einfluss, um auf dringende globale Herausforderungen aufmerksam zu machen und konkrete Veränderungen anzustoßen.

Schon früh erkannte Löwentraut, dass Kunst mehr sein kann als bloßer Ausdruck kreativer Ideen – sie kann ein mächtiges Werkzeug für gesellschaftliche Veränderungen sein. Diese Überzeugung motivierte ihn, seine künstlerische Plattform für wohltätige Zwecke zu nutzen. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür ist seine Serie „Art for Global Goals“, die er vor einigen Jahren ins Leben rief.
Diese Serie, die in zahlreichen Museen ausgestellt wurde, verfolgt einen klaren sozialen Ansatz. Ein großer Teil des Erlöses aus dem Verkauf dieser Werke wurde in den Senegal gespendet, um dort den Bau einer Schule zu unterstützen. Diese Initiative ermöglichte es vielen Kindern und Jugendlichen, aus prekären Verhältnissen zu entkommen und Zugang zu Bildung zu erhalten. Löwentraut zeigt damit, wie Kunst direkte positive Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben kann.
Die geladenen Gäste bei Hansen & Heinrich waren begeistert – von der Kunst und von der Person Leon Löwentraut.

Kunstwerke von Leon Löwentraut


Weitere Informationen unter: www.leonloewentraut.de
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