HomeNewsDie Kunst des Flanierens: Alte Oper inszeniert ihre Wandelgänge neu

Die Kunst des Flanierens: Alte Oper inszeniert ihre Wandelgänge neu

Der Gong ruft in wenigen Minuten, das Glas prickelt in der Hand – doch der Blick bleibt hängen. Die Alte Oper Frankfurt hat ihre Wandelgänge dezent, aber wirkungsvoll neu gestaltet und adelt das Flanieren vor dem Konzert und in der Pause zum eigenen Kulturerlebnis. Was Besucher erwartet, ist mehr als nur eine optische Auffrischung.

Anknüpfend an die Neugestaltung des Clara Schumann Foyers im Jahr 2021 hat Frankfurts Wahrzeichen nun auch die angrenzenden Wandelgänge auf der zweiten und dritten Ebene umfassend modernisiert. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Jourdan & Müller Steinhauser entstand ein spürbar verändertes Raumerlebnis: Edle Holzlamellen, neue Sitzmöbel und ein eigens entwickeltes Lichtkonzept schaffen eine helle, offene und einladende Atmosphäre.

Langer, neugestalteter Flur in der Alten Oper Frankfurt mit neuen Sitznischen aus Holz, Teppichboden und gerahmten Fotografien an der Wand.
Helle, offene Atmosphäre: Die Modernisierung schafft ein neues Raumerlebnis und lädt zum Verweilen ein. (Foto: Wonge Bergmann)

Die Bühne vor der Bühne

Das Herzstück der Neugestaltung ist eine kuratierte Fotoausstellung, die Einblicke in die Seele des Hauses gewährt. Die großformatigen Aufnahmen des Fotografen Wonge Bergmann fangen emotionale Momente, große Bühnenauftritte und besondere Begegnungen der vergangenen Jahre ein. Sie illustrieren das breite Spektrum von Klassik über Entertainment bis hin zu Galas und Kongressen. Über QR-Codes können Besucher zudem digital auf weitere Bilder und vertiefende Informationen zugreifen und den Besuch so multimedial erweitern.

Ein Fenster zur Geschichte

Während die aktuelle Ausstellung das gegenwärtige Profil schärft, öffnet ein besonderes Exponat bereits den Blick in die bewegte Vergangenheit. In einer Vitrine auf Ebene 2 wird eine Geige ausgestellt, die ein Feuerwehrmann 1944 aus den Trümmern des im Krieg zerstörten Opernhauses rettete.

Dieses stille Zeugnis ist der Vorbote einer umfassenden Ausstellung, die ab der Spielzeit 2026/27 auf Ebene 5 die fast 150-jährige Historie der Alten Oper beleuchten wird.

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